Hochschulallianz für den Mittelstand bekräftigt die Bedeutung des Bund-Länder-Programms FH-Personal

Auch die Hochschule Bremerhaven hat ihren Antrag fristgerecht eingereicht

Die Gewinnung und Qualifizierung von Professorinnen und Professoren ist für die Lehre und Forschung an den Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) in Deutschland essentiell. Dabei ist die Berufung geeigneter Personen an eine HAW aufgrund der besonderen Anforderungen an Praxis-, Wissenschafts- und Didaktik-Erfahrungen im Vergleich zu den strukturierten Karrierewegen an Universitäten eine besondere Herausforderung. Mit der Einreichung von Projektanträgen im Bund-Länder-Programm "FH-Personal" durch alle Mitgliedshochschulen der Hochschulallianz für den Mittelstand (HAfM), zu der auch die Hochschule Bremerhaven zählt, bekräftigen sie die Bedeutung hochschul- und standortspezifischer Vorgehensweisen bei der professoralen Personalgewinnung sowie einer projektspezifischen Vernetzung.

Die Hochschulallianz für den Mittelstand hatte seit ihrer Gründung im Jahr 2015 auf die Notwendigkeit eines HAW-Personal-Programms hingewiesen. 2017 bestätigte die Studie des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) einen Bewerbermangel für Professuren an den HAW. "Wie bedeutend strategisch begründete, strukturwirksame Instrumente zur Rekrutierung und Qualifizierung von professoralem Personal sind, belegt die Tatsache, dass alle Mitgliedshochschulen der Hochschulallianz für den Mittelstand ihre Förderanträge fristgerecht bis zum 31. Juli 2020 beim Projektträger vorgelegt haben", so der Vorsitzende der HAfM und Rektor der Hochschule Bremerhaven Prof. Dr.-Ing. Peter Ritzenhoff. In den Anträgen sei deutlich erkennbar, dass auch durch die Vernetzung unter den Hochschulen in unterschiedlichen Arbeitspaketen und der Erarbeitung weiterführender Konzepte das gemeinsame Ziel der Nachwuchsgewinnung gestärkt werde.

Mit dem FH-Personal-Programm wollen Bund und Länder HAW in ihrer gewichtigen Rolle für den Wissenschafts- und Innovationsstandort Deutschland stärken. Dabei werden Hochschulen auf Basis eines fundierten strategischen Konzepts unterstützt, um u.a. neue Rekrutierungs- und Qualifizierungswege zu entwickeln und die Sichtbarkeit wie auch die Attraktivität als Arbeitgeber für Professorinnen und Professoren zu erhöhen. Bund und Länder stellen hierfür gemeinsam insgesamt über 430 Mio. Euro bis 2028 zur Verfügung. "

Uns als Hochschulallianz für den Mittelstand ist es ein besonderes Anliegen, gemeinsam das Berufsbild des HAW-Professors bzw. HAW-Professorin zukunftsweisend auszurichten und insbesondere die Bedeutung der Praxiserfahrung aus der Wirtschaft hervorzuheben", so Prof. Ritzenhoff. Schließlich bergen die besonderen Voraussetzungen für den Beruf auch eine Stärke, die die Hochschulen für angewandte Wissenschaften ausmachten. So stehen sie für anwendungsnahe Forschung und Entwicklung, für eine praxisorientierte akademische Aus- und Weiterbildung von Fachkräften und für eine enge Zusammenarbeit mit regionalen und überregionalen Partnern. Zudem leisten die Professorinnen und Professoren an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Praxis insbesondere für ihre jeweilige Region wichtige Beiträge zur wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung.

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