Hochschule Bremerhaven erfolgreich im Bund-Länder-Programm FH Personal

Ansicht Hochschule Bremerhaven
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Quelle: Hochschule Bremerhaven

Die Hochschule sichert sich bis zu 3,3 Millionen Euro Förderung

Mit der Förderung von Bund und Land sicherte sich die Hochschule Bremerhaven jetzt im Programm „FH-Personal“ bis zu 3,3 Millionen Euro. Als einzige Hochschule des Landes Bremen überzeugte das Konzept zur Gewinnung und Entwicklung von hervorragend geeigneten Professorinnen und Professoren. Damit hat die Hochschule am Meer einen weiteren wichtigen Grundstein gelegt, um auch im Zuge des geplanten Ausbaus professorales Personal mit einer herausragenden wissenschaftlichen und didaktischen Qualifizierung sowie einer umfassende Praxiserfahrung für den Standort zu begeistern.

Mit dem Bund-Länder-Programm „FH-Personal“ sollen die Fachhochschulen in ihrer gewichtigen Rolle für den Wissenschafts- und Innovationsstandort Deutschland gestärkt werden. „Fachhochschulen/HAW verbinden Wissenschaft und Anwendung. Diese Aufgabe ist in dem Transformationsprozess, in dem wir uns befinden, von höchster Wichtigkeit. Deshalb benötigen sie hochqualifiziertes professorales Personal mit Erfahrung in Wissenschaft und Praxis. Klare und strukturierte Karrierewege zur Fachhochschulprofessur gibt es bisher jedoch nicht in ausreichendem Maße. Deshalb werden Instrumente sowohl zur Personalgewinnung und Sichtbarmachung des Berufsbildes als auch Maßnahmen zur Qualifizierung professoralen Personals gefördert“, erklärt die Vorsitzende der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) und Bundesministerin für Bildung und Forschung Anja Karliczek. Und der stellvertretende Vorsitzende der GWK, Prof. Dr. Konrad Wolf, Minister für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz ergänzt: „Wir wollen für unsere Hochschulen die besten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Nur so können Forschung und Lehre auf dem höchsten Niveau stattfinden. Fachhochschulen und Hochschulen für angewandte Wissenschaften stehen vor besonderen Herausforderungen, wenn sie auf der Suche nach Professorinnen und Professoren sind. Als anwendungsorientierte Bildungseinrichtungen stehen sie in direkter Konkurrenz zu Unternehmen und Instituten. Die Anforderungen an das professorale Personal sind hoch.“

Für die Hochschule Bremerhaven ist die Förderung im Bund-Länder-Programm aber auch angesichts der Ausbaupläne von besonderer Bedeutung. „Im Wissenschaftsplan 2025 und auch im Koalitionsvertrag haben wir uns für ein Wachstum der Hochschule ausgesprochen. Damit dieses umgesetzt werden kann, sind auch zusätzliche hochqualifizierte und engagierte Professorinnen und Professoren notwendig“, so die bremische Senatorin für Wissenschaft und Häfen, Dr. Claudia Schilling. An der Hochschule Bremerhaven sieht das einen deutlichen Ausbau von Kooperationsprofessuren mit regionalen außerhochschulischen Wissenschaftseinrichtungen, die Einführung von Tandem-Programmen in Kooperation mit Unternehmen, die Förderung von kooperativen Promotionen wie auch eine aktive Gewinnung von internationalen Bewerberinnen und Bewerbern vor. Zudem sind die gezielte Akquisition und Entwicklung von Lehrbeauftragten bei gleichzeitiger Erhöhung der zielgruppenspezifischen Sichtbarkeit und der Ausbau von Unterstützungsstrukturen vorgesehen.

Die Rektorin Prof. Dr.-Ing Vosseberg freut sich, dass das Konzept der Hochschule Bremerhaven das Expertengremium überzeugen konnte. „Mein besonderer Dank gilt Prof. Dr.-Ing. Peter Ritzenhoff, der den Antrag in seiner Amtszeit als Rektor maßgeblich mitgestaltet und eingereicht hat“, so die Rektorin. Gemeinsam mit der Referentin für Berufungsmanagement Anne Magritz habe er standortspezifische Maßnahmen konzeptioniert und zudem den regelmäßigen Austausch und die Zusammenarbeit in einzelnen Teilvorhaben innerhalb der Hochschulallianz für den Mittelstand e.V. als Vorstandsvorsitzender gefördert. „Konkret wollen wir beispielsweise kooperative Promotionen fördern und einen strukturierten Weg zum Erwerb der relevanten Berufserfahrungen auf dem Weg zur Professur verankern“, so die Mitarbeiterin des Projekts „FH-Personal“ Anne Magritz. Qualifizierten Personen, denen eine ‚klassische‘ HAW-Professur zu wenig Freiräume für ihr Forschungsinteresse lässt, können zudem durch eine stärkere Zusammenarbeit mit und eine gleichzeitige Beschäftigung in Forschungsinstituten Interesse an einer Professur finden und sich auf diese im Rahmen einer Kooperationsprofessur bewerben.

Das Projekt startet im Jahr 2021 und läuft zunächst sechs Jahre. Die Kosten werden von Bund und Ländern gemeinsam getragen. Zu Beginn finanziert der Bund das Programm zu 100 Prozent, bis zum Ende der Laufzeit wächst der Finanzierungsanteil der Länder auf 50 Prozent; über die gesamte Laufzeit gesehen, beträgt der Finanzierungsschlüssel zwischen Bund und Ländern dann 71:29. Nach einem Auswahlverfahren unter Leitung von Expertinnen und Experten aus der angewandten Wissenschaft, Personalexpertinnen und -experten aus dem Hochschulmanagement sowie mit Vertreterinnen und Vertretern der Wirtschaft erhalten insgesamt 64 Hochschulen bundesweit Mittel für die Umsetzung ihrer standortspezifischen Personalgewinnungskonzepte. Insgesamt stellen Bund und Länder in den kommenden acht Jahren ca. 431,5 Millionen Euro zur Verfügung.

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