Hochschule Bremerhaven im Notbetrieb

Staatsrat und Hochschulleitungen beschließen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus

Um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus weiter einzudämmen, haben sich die staatlichen Hochschulen des Landes Bremen gemeinsam mit dem Staatsrat Tim Cordßen auf weitreichende Maßnahmen verständigt. Ab Mittwoch, den 25. März, um 19 Uhr befindet sich die Hochschule Bremerhaven daher im Notbetrieb. Damit ist die Anwesenheit in den Gebäuden und auf dem Campus nur noch in Ausnahmefällen und nach vorheriger Genehmigung durch den Krisenstab der Hochschule gestattet. Präsenzlehre und -prüfungen sowie Forschungsaktivitäten sind ausgesetzt, der Dienstbetrieb vor Ort auf die notwendigsten Arbeiten reduziert. Die Regelungen gelten bis einschließlich Sonntag, den 19. April. Weitere Informationen auch unter www.hs-bremerhaven.de/coronavirus.

Erst vor wenigen Tagen hatten sich die staatlichen Hochschulen des Landes Bremen gemeinsam mit dem Staatsrat Tim Cordßen darauf verständigt, die Präsenzlehrveranstaltungen auszusetzen und weitestgehend durch Onlineformate zu ersetzen. Prüfungen sollten weiterhin durchgeführt werden. Ferner wurde bereits eine erweiterte Nutzung von Heimarbeit gewährt. Mit der Umstellung auf den Notbetrieb reagiert die Hochschule nun auf aktuelle Beschlüsse der Bundesregierung „Wir befinden uns aktuell in einer außergewöhnlichen und sehr dynamischen Situation“, erklärt Prof. Dr. Peter Ritzenhoff, Rektor der Hochschule Bremerhaven. „Mit diesem Schritt wollen wir unserer gesamtgesellschaftlichen Verantwortung nachkommen und auch an unserer Hochschule für eine Beschränkung des persönlichen Kontakts sorgen.“ Daher werden die Außentüren der Gebäude verschlossen sein. Hochschulangehörige, die begründet während des Notbetriebs an die Hochschule kommen müssen, können sich auf die Präsenzliste setzen lassen und einen entsprechenden Schlüssel erhalten. Ihnen wird außerdem eine Arbeitswegbescheinigung ausgestellt.

Studierende und Lehrende müssen sich auf ein digitales Semester einstellen. Lehrveranstaltungen finden ausschließlich im virtuellen Raum statt, Laborkurse sind ausgesetzt. Allen Hochschulangehörigen stehen Jitsi und Elli als Onlineplattformen zur Verfügung. „Wir unterstützen die Produktion von Online-Lehrveranstaltungen an der Hochschule“, sagt die Konrektorin für Studium und Lehre, Prof. Dr.-Ing. Karin Vosseberg. Der Studiengang Informatik arbeite derzeit unter Hochdruck an der Einrichtung einer entsprechenden Infrastruktur, die auch Livestreams möglich mache.

Der Notbetrieb bleibt zunächst bis zum 19. April bestehen. Ob die Einschränkungen auch danach weitergeführt werden müssen, wird fortlaufend gemeinsam mit den anderen staatlichen Hochschulen Bremens und dem Staatsrat überprüft. Dass die getroffenen Maßnahmen eine Herausforderung darstellen, ist der Hochschulleitung bewusst. „Wir möchten uns bei allen Hochschulangehörigen für ihren Einsatz und für Ihr Verständnis für die angesichts der Situation zu treffenden Maßnahmen bedanken. Gemeinsam können wir einen Beitrag leisten, die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen“, so Prof. Ritzenhoff.

 

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