Mit „Pepper“ aktuelle Trends auf hoher See erforschen

Professor Papathanassis mit Roboter "Pepper"
Professor Papathanassis mit Roboter "Pepper"
Quelle: Hochschule Bremerhaven

Hochschule Bremerhaven beschäftigt sich mit Robotik auf Kreuzfahrtschiffen

"Was kann ich für Sie tun?" werden die Gäste freundlich begrüßt. Beim Check-In erwartet die Gäste am Empfangstresen ein ganz besonderer Mitarbeiter: ein Roboter. Technologien wie diese gehören auf einigen Kreuzfahrtschiffen bereits zur Ausstattung. Damit sich die Studierenden des Studiengangs Cruise Tourism Management auch mit den neusten Trends in der Kreuzfahrtbranche an der Hochschule Bremerhaven auseinandersetzen, stellt Prof. Dr. Dr. h.c. Alexis Papathanassis in seiner Vorlesung "Cruise Tourism Trends: Robotics and Cost Control" Beispiele für Robotik auf Kreuzfahrtschiffen vor. Mit Roboter "Pepper" lernen die Studierenden im Cruise Lab der Hochschule Bremerhaven die Möglichkeiten und Risiken beim Einsatz neuster Technologien kennen.

Pepper ist 1,20 Meter groß und darauf programmiert, den Blickkontakt mit seinem Gegenüber zu suchen und seine Worte mit Gesten zu unterstreichen. Seine Aktionen steuert Prof. Papathanassis über den Laptop. Ein mögliches Einsatzgebiet für ihn auf einem Kreuzfahrtschiff wäre am Empfang. Denn Pepper kann nicht nur die Menschen begrüßen, Filme abspielen und Präsentationen vortragen, sondern auch mit den Gästen interagieren. Er liest die Mimik und Gestik seines Gegenübers und reagiert dementsprechend. Auch in Pflegeeinrichtungen und in Geschäften wird Pepper bereits eingesetzt. Vollständig ersetzen können und sollen Roboter wie Pepper die Menschen auf dem Schiff jedoch nicht. Denn es wird die Expertise von Fachpersonal benötigt und die Technologie nur ergänzend eingesetzt, um zusätzliche standardisierte Serviceangebote anzubieten.

Prof. Papathanassis ist sich allerdings sicher, dass sich Trends wie diese auch in den nächsten Jahren durchsetzen und durch die Corona-Pandemie an Wichtigkeit gewinnen werden: "Gerade durch die Coronaproblematik werden Technologien wie diese in nächster Zeit deutlich vorangetrieben." So ließe sich u.a. durch den Einsatz von Robotik auf Kreuzfahrtschiffen das Risiko einer Infektion durch das Personal verringern.

Auch die Platzersparnis durch weniger Personal spielt auf einem Schiff eine wichtige Rolle. "Dadurch wird das Schiff smarter", erklärt Prof. Papathanassis. "Das ist erst der Anfang, die Kreuzfahrtbranche entwickelt sich immer weiter. Auch wenn Technik wie diese nicht gerade günstig ist, ist die Amortisationszeit relativ gering", fährt er fort. Das bedeutet, dass der Zeitraum, in dem das investierte Kapital wieder zurück erwirtschaftet wurde, relativ kurz ist. Wie sich die Branche in den nächsten Jahren entwickelt, werden die Studierenden des Bachelorstudiengangs Cruise Tourism Management weiterhin mitverfolgen.

Weitere Informationen und Neuigkeiten über den Studiengang finden sich unter https://www.hs-bremerhaven.de/ctm.

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