Nachhaltigere Feinkostproduktion

Guido Ketschau (BIS), Dr. Ramona Bosse (Hochschule Bremerhaven), Ulrich Grewe (Deutsche See), Dipl. Ing. Ann-Kathrin Rohde (BIBA) und Dr. Diana Wehlau (SKUMS)
Guido Ketschau (BIS), Dr. Ramona Bosse (Hochschule Bremerhaven), Ulrich Grewe (Deutsche See), Dipl. Ing. Ann-Kathrin Rohde (BIBA) und Dr. Diana Wehlau (SKUMS)
Quelle: Deutsche See / Martina Buck

Hochschule Bremerhaven erforscht in Kooperationsprojekt „Manufaktur 4.0“ Einsatzmöglichkeiten Künstlicher Intelligenz

Wie könnte die Produktion von Lebensmitteln so optimiert werden, dass nicht nur weniger Abfall entsteht, sondern auch weniger Energie verbraucht wird? Mit dieser Frage beschäftigt sich ein neues Kooperationsprojekt an der Hochschule Bremerhaven. Unter dem Titel „Manufaktur 4.0“ erforschen die Professorin für Lebensmitteltechnologie tierischer Erzeugnisse an der Hochschule Bremerhaven, Prof. Dr. Frederike Reimold, und ihre Kollegin Dr. Ramona Bosse gemeinsam mit der Fischmanufaktur Deutsche See GmbH und dem BIBA - Bremer Institut für Produktion und Logistik die Einsatzmöglichkeiten von Künstlicher Intelligenz (KI) zur Optimierung der Produktionsplanung und -steuerung. Dies könnte die Feinkostproduktion bald nachhaltiger und ressourcenschonender gestalten.

Dass Lebensmittel nachhaltig erzeugt werden, wird für den Verbraucher immer wichtiger. Rund 71% der Deutschen greifen bei ihrem Einkauf gezielt nach Produkten, die umweltschonend produziert wurden. Im Projekt „Manufaktur 4.0“ prüfen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, wie der Einsatz Künstlicher Intelligenz die Feinkostproduktion nachhaltig optimieren kann. Helfen soll bei diesem Vorhaben ein sogenannter digitaler Zwilling, bei dem die verschiedenen Produktionsschritte auf dem Computer abgebildet werden. „Damit kann die Produktion im Vorfeld simuliert werden“, erklärt Dr. Bosse. „Sowohl qualitätsbeeinflussende Parameter wie Temperatur, Zeit als auch die Rohstoffe und Zusammensetzung der Produkte werden berücksichtigt und mittels Künstlicher Intelligenz verarbeitet.“ Auf diese Weise können die benötigten Rohstoffmengen genauer geplant werden, sodass kein Überschuss entsteht. Auch der Energieverbrauch im Unternehmen ließe sich so genauer planen und dadurch reduzieren: ein wichtiger Schritt für eine nachhaltigere Produktion.

Unterstützt wird dieses Vorhaben durch die BIS Bremerhavener Gesellschaft für Investitionsförderung und Stadtentwicklung mbH. Das Projekt wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und Mitteln des Umweltressorts des Landes Bremen gefördert. Durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) werden Projekte gefördert, die der Entwicklung, Anwendung und Verbreitung von Umweltinnovationen dienen oder positive Auswirkungen auf die Umwelt haben. Dabei werden speziell der sparsame Einsatz von Materialien und Energie, die Vermeidung oder Verminderung von Emissionen, Abfall und Abwasser sowie die Wiederverwertung eingesetzter Materialien unterstützt. Weitere Informationen unter www.efre-bremen.de.

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