Ein Kussmund sorgt für Gesprächsstoff

Luisa Gaumann, Lisa Albrecht, Johanna Geimer und Laura Nespethal vor einem der entworfenen Plakate
Luisa Gaumann, Lisa Albrecht, Johanna Geimer und Laura Nespethal vor einem der entworfenen Plakate
Quelle: Luisa Gaumann, Lisa Albrecht, Johanna Geimer und Laura Nespethal

Studentinnen des Fachs Digitale Medienproduktion machen mit einer Kampagne auf das Thema Gendern aufmerksam

Gendern, also geschlechtersensible Sprache, sorgt immer wieder für Diskussionen. Das haben auch Luisa Gaumann, Laura Nespethal, Lisa Jane Albrecht und Johanna Geimer oft festgestellt. Sie sind Studentinnen des Bachelorstudiengangs Digitale Medienproduktion (DMP) an der Hochschule Bremerhaven und haben für die Bremerhavener Organisation "KreAktiv" eine Kampagne entworfen, die sich mit dem Thema gendersensible Sprache auseinandersetzt.

Mit Plakaten in ganz Bremerhaven möchten die Studentinnen für das Thema sensibilisieren. Auf den Plakaten ist ein sonnengelbes Kuss-Emoticon, bestehend aus dem Gender-Doppelpunkt und dem Gender-Sternchen zu sehen. Die Doppeldeutigkeit wird durch die Textbotschaft "Liebe ist für Alle da - Sprache auch" verstärkt. Zusätzlich finden sich in Bremerhavens Straßen passende kleine Aufkleber mit dem gleichen Symbol, die Neugierde wecken sollen. "Unser Ziel mit der Kampagne ist es, über die Wichtigkeit des Themas zu informieren und Möglichkeiten zu zeigen, wie wir alle teilnehmen können", erklärt Luisa Gaumann. "Wir möchten erreichen, dass offen über das Thema Gendern diskutiert wird und so ein Bewusstsein für gleichberechtigte Sprache geschaffen wird", fährt die DMP-Studentin fort.

Im Rahmen der Lehrveranstaltung "Crossmediale Kampagne" konnten sich die Studierenden für eine gemeinnützige Organisation entscheiden, für die sie eine Kampagne entwickeln möchten. Die vier Studentinnen sind der Meinung, dass Gleichberechtigung schon bei der Sprache beginnen sollte. Deshalb haben sie sich für die Organisation "KreAktiv" entschieden. "KreAktiv" gehört zum Pädagogischen Zentrum e.V. in Bremerhaven und macht unter anderem auf die vielfältigen Formen der Diskriminierung aufmerksam.

Die vier Studentinnen haben ihre Botschaft aber nicht nur auf Plakaten und Stickern visualisiert, sondern auch ein Event organisiert, um einen Raum für einen offenen Austausch verschiedener Positionen zum Thema Gendern zu ermöglichen. "An unserer Hochschule ist divers denken sehr wichtig. Sprache kann einen großen Teil dazu beitragen. Deshalb finde ich es toll, dass die Studentinnen sich für dieses Thema entschieden haben", freut sich Professorin Nicole Slink über die Umsetzung.

Weiterführende Informationen zur Kampagne und verschiedene Möglichkeiten zu geschlechtersensiblen Schreibweisen finden sich auf der Website von KreAktiv:

https://www.kreaktivbhv.de/angebote/infos-zu-gendersensibler-sprache/

Informationen zum Studiengang Digitale Medienproduktion finden sich hier:

www.hs-bremerhaven.de/dmp

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