Forschungsbasierter Technologietransfer als Promotionsthema

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Benjamin Küther nutzt als erster Doktorand Kooperation mit Universität Bremen

Wer den Doktorgrad verliehen haben möchte, wendet sich mit seinem Vorhaben in der Regel an eine Universität. Nur diese verfügen in Deutschland über das Promotionsrecht. Eine Promotion an einer Fachhochschule ist nicht einfach so möglich. Doch es gibt eine Ausnahme: Bei einer kooperativen Promotion übernehmen Professorinnen und Professoren der Universität einen Teil der Betreuung, während die wissenschaftliche Arbeit an einer Fachhochschule stattfindet. Auf diese Weise können auch wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Fachhochschulen promovieren. Auch die Hochschule Bremerhaven hat eine solche Vereinbarung geschlossen - mit der Universität Bremen. Benjamin Küther, wissenschaftlicher Mitarbeiter für Forschungs- und Technologietransfer, nutzt diese nun als erster Doktorand für sein Promotionsvorhaben.

Die Promotion ist Teil der Qualifizierungsstelle als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Forschungs- und Technologietransfer, die Benjamin Küther seit 2018 an der Hochschule Bremerhaven innehat. Dort kümmert er sich um die Kooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. „Bisher habe ich Unternehmen unterstützt, die auf der Suche nach innovativen Lösungsansätzen für aktuelle Herausforderungen sind. Ich habe sie mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zusammengebracht, die mit ihrer Forschung einen wichtigen Beitrag für die Industrie leisten können, beispielsweise durch die Entwicklung neuer, nachhaltiger Ideen für Produkte und technologische Verfahren. Im Rahmen meines Dissertationsvorhabens möchte ich mich nun auch wissenschaftlich diesem Themenfeld widmen. Umso mehr freue ich mich, dass der Promotionsausschuss mein Vorhaben angenommen hat“, so Küther. Auch die Hochschule profitiert von dem Dissertationsvorhaben. „Mit der Bearbeitung dieses Promotionsthemas leistet Benjamin Küther einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der Forschungs- und Transferaktivitäten unserer Hochschule“, so Prof. Dr. Dr. h.c. Gerhard Feldmeier, der die Forschungsarbeit von Herrn Küther hochschulseitig betreut.

Auch wenn Küther der erste Doktorand der Hochschule ist, der von der Kooperation mit der Universität Bremen profitiert, so ist er dennoch nicht der Einzige, der promovieren möchte. „Es gibt zahlreiche Forschungsprojekte an der Hochschule, bei denen die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine Promotion anstreben. Allen stehen die Informationsangebote der Universität Bremen offen“, so Küther. Auch an der Hochschule selbst bestehen Möglichkeiten für den Austausch, beispielsweise ein Austauschzirkel für Promovierende, der kürzlich ins Leben gerufen wurde.

Der Kooperationsvertrag zur gemeinsamen Durchführung und Betreuung von Promotionsvorhaben wurde 2018 zwischen der Hochschule Bremerhaven und der Universität Bremen geschlossen. Doktorandinnen und Doktoranden der Hochschule können seitdem einen Doktorgrad an der Bremer Universität erlangen. Dabei werden sie von Professorinnen und Professoren beider Hochschulen betreut und haben Zugriff auf Qualifizierungsangebote des universitären Promotionszentrums. Benjamin Küther wird bei seinem Vorhaben seitens der Universität Bremen betreut durch Prof. Dr. Martin G. Möhrle, Direktor des Instituts für Projektmanagement und Innovation (IPMI) und Leiter des Lehrstuhls für Innovation und Kompetenztransfer. An der Hochschule Bremerhaven übernehmen die Betreuung Prof. Dr. Dr. h.c. Gerhard Feldmeier und Prof. Dr. Wolfgang Lukas im Institute for Management and Economics (IME).

Zugehörige Dokumente

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