Öffentliche Stellungnahme des Akademischen Senats zur Eckwerte-Diskussion des Wissenschaftsplans

Beschluss des Akademischen Senats vom 23.März im Wortlaut

„Der Akademische Senat nimmt mit großer Sorge zur Kenntnis, dass die gegenwärtigen Verhandlungen zu Haushaltseckwerten im Bremischen Senat die Umsetzung des Wissenschaftsplans gefährden. 

Mit dem im Jahr 2019 beschlossenen Wissenschaftsplan 2025 hat die bremische Politik eine Anpassung der Mittel für den Wissenschaftsbereich im Lande Bremen zugesagt und damit eine schrittweise Annäherung an den Bundesdurchschnitt der Hochschulfinanzierung in Aussicht gestellt. Bereits im aktuellen Haushalt sind die für die Hochschule zugesagten Mittel jedoch nicht enthalten gewesen.

Wenn die Stärkung der Hochschule Bremerhaven nicht wie im Wissenschaftsplan vorgesehen erfolgt, wird die Stadt Bremerhaven nicht nur als Bildungs- und Wissenschaftsstandort, sondern auch als Wirtschaftsstandort erheblichen Schaden nehmen. Die Auswirkungen der Etatkürzungen für die Hochschulen im Land Bremen würden sich noch weit in die postpandemische Zeit hinein zeigen: Mit ihrem Studienangebot orientiert sich die Hochschule Bremerhaven direkt an den Bedarfen der regionalen Wirtschaftsunternehmen und trägt zu der Ausbildung dringend benötigter, hochqualifizierter Nachwuchskräfte bei. Bereits jetzt ist der Fachkräftemangel in den Unternehmen deutlich spürbar.

Der Akademische Senat der Hochschule Bremerhaven fordert die Landesregierung deshalb mit Nachdruck auf, zur Aufrechterhaltung des Lehrbetriebs und auch im Hinblick auf die Beiträge der Hochschule für die Region zur Bewältigung der Herausforderungen nach der Pandemie am Wissenschaftsplan festzuhalten und die Mittel zur Verfügung zu stellen, die für seine Umsetzung erforderlich sind, sowohl im Doppelhaushalt 2022/2023 als auch in der mittelfristigen Finanzplanung.“

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