Prof. Dr. Carsten Fichter leitet Handlungsfeld "Wasserstoff-Hubs" der norddeutschen Wasserstoffstrategie

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Aufbau einer grünen Wasserstoffwirtschaft bis 2035 geplant

Die norddeutschen Bundesländer haben sich auf eine gemeinsame Strategie zum Ausbau der Wasserstoffinfrastruktur verständigt. Dabei wurden vier Handlungsfelder identifiziert, die sich ganzheitlich mit Fragestellungen der grünen Wasserstoffwirtschaft beschäftigen. Leiter des Handlungsfeldes „Wasserstoff-Infrastruktur“ im Bereich Wasserstoff-Hubs ist Prof. Dr. Carsten Fichter, neben Firmenvertretern der EWE GASSPEICHER GmbH, Vattenfall Europe Innovation GmbH und Gasnetz Hamburg GmbH. Der Professor der Hochschule Bremerhaven beschäftigt sich dabei unter anderem mit der Suche nach geeigneten Standorten für Wasserstoffzentren – sogenannten Wasserstoff - Hubs.

Prof. Dr. Carsten Fichter ist seit 2017 Professor für Windenergietechnik, Energiewirtschaft und Speicherung an der Hochschule Bremerhaven. Zunächst beschäftigte er sich in Lehre und Forschung mit Windenergie und Photovoltaik, knüpfte dann aber an seine langjährige Erfahrung im Bereich der Wasserstofftechnik an. 2020 übernahm er die Projektleitung der Anwendungsfälle des EFRE-geförderten Projekts „Wasserstoff - grünes Gas für Bremerhaven“, das den Grundstein für eine Wasserstoffwirtschaft in der Seestadt legen soll.

Als Leiter des Handlungsfeldes unterstützt er die senatorischen Behörden und Ministerien der fünf norddeutschen Bundeländer (Bremen, Niedersachsen, Hamburg, Mecklenburg – Vorpommern und Schleswig-Holstein) beratend bei der Einrichtung von Wasserstoff-Hubs. Dabei sollen Zentren entstehen, in denen die Nachfrage an Wasserstoff sich in räumlicher Nähe zu Wasserstoffproduktion und Wasserstoffinfrastruktur wie Speicherung und Transport befindet. Bis 2025 sollen erste Hubs an geeigneten Stellen eingerichtet und in Betrieb sein. Bereits jetzt wurden 17 potentielle Standorte identifiziert und weitere kommen hinzu.

„Die Hochschule Bremerhaven ist in der Wasserstoffforschung sehr aktiv. Wir begleiten die Länder bei der Umsetzung der Wasserstoffstrategie und leisten so sinnvolle Beiträge zur Energiewende. Des Weiteren binden wir die Studierende in Forschung aktiv mit ein. Somit schließt sich der Kreis von der Idee bzw. Keimzelle in der Forschung- und Entwicklung, über Verknüpfung mit Lehre und Transfer in Institutionen und Wirtschaft“, so Prof. Fichter.

Die Norddeutsche Wasserstoffstrategie ist das Ergebnis einer intensiven länderübergreifenden Zusammenarbeit und einer umfangreichen Beteiligung verschiedener Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung. Bis zum Jahr 2035 soll eine grüne Wasserstoffwirtschaft in den norddeutschen Bundesländern aufgebaut werden, die eine nahezu vollständige Versorgung aller interessierten Abnehmer ermöglicht. Weitere Informationen zur Strategie und Umsetzung sind zu finden unter norddeutschewasserstoffstrategie.de.

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