Studierende produzieren Dokumentarfilm über Bremerhaven bei Nacht

Nachtgeschichten aus Bremerhaven? Warnder Veldhuis, Besitzer der Gaststätte "DREAMS" in Bremerhaven, kennt einige davon.
Nachtgeschichten aus Bremerhaven? Warnder Veldhuis, Besitzer der Gaststätte "DREAMS" in Bremerhaven, kennt einige davon.
Quelle: Michelle Oswald

Weitere Nachtgeschichten der Stadt gesucht

Was bewegt die Menschen bei Nacht und wie bewegt die Nacht die Stadt Bremerhaven? Das sind die zentralen Fragen, mit denen sich ein Filmteam des Studiengangs „Digitale Medienproduktion“ (DMP) der Hochschule Bremerhaven derzeit beschäftigt. Der Dokumentarfilm mit dem Titel „3 Uhr 8° Ost“ erzählt von Menschen, die die Nacht zum Tag machen. Interessierte, die spannende Geschichten über das Nachtleben Bremerhavens berichten können und sich damit am Filmprojekt beteiligen möchten, können sich an Studentin Janina Scholz unter jscholz2@studenten.hs-bremerhaven.de wenden.

Im Filmprojekt unter der Leitung von Prof. Dr. Holger Rada begleiten mehrere Kamerateams Menschen in Bremerhaven zu nachtschlafender Stunde. Der Film wird größtenteils zwischen drei und fünf Uhr morgens gedreht. Im Fokus stehen Menschen, die die Studierenden zu dieser Zeit auf der Straße oder bei ihrer Arbeit antreffen. Produktions- und Redaktionsleiterin Janina Scholz sieht das Filmprojekt als eine Art nächtliche Spurensuche: „Wir stellen uns die Frage, was die Menschen nachts machen und was sie dabei antreibt. Wir wollen wissen, welchen Einfluss die Nacht auf ihr Leben hat und was die Menschen berührt oder belastet.“

Bereits im Oktober 2021 starteten die Studierenden mit ihrem Filmprojekt. Inzwischen haben sie viele Kontakte geknüpft und mit den aufwändigen Dreharbeiten begonnen. Aufgrund der Corona-Pandemie musste das Team etliche Rückschläge hinnehmen. Viele Drehs mussten kurzfristig abgesagt oder auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Jakob Lüdtke vom Redaktionsteam sieht dies gelassen: „Es ist zwar ärgerlich, wenn man so viel Zeit in Kontakte und Drehplanung investiert und dann eine Nachricht bekommt, dass der Dreh wegen einer Corona-Infektion nicht stattfinden kann. Wir werden deswegen aber nicht aufgeben. Es ist einfach sehr spannend zu sehen, was die Menschen in Bremerhaven nachts umtreibt und welche Geschichten sie zu erzählen haben.“

Neben den geplanten Dreharbeiten mit Menschen, die nachts beruflich unterwegs sind, sollen auch Zufallsbegegnungen Teil des Dokumentarfilms sein. Seit Beginn des Sommersemesters sind die Teams des Studiengangs „Digitale Medienproduktion“ wieder in den Straßen Bremerhavens unterwegs und suchen dort nach Protagonistinnen und Protagonisten mit spannenden Geschichten aus dem Nachtleben der Stadt.

Zugehörige Dokumente

Zurück zur Übersicht