Hochschule Bremerhaven auf der „Suche nach dem Sinn“

v.l. Dr. Volker Thönnes, Prof. Dr. Dr. h.c. Alexis Papathanassis
v.l. Dr. Volker Thönnes, Prof. Dr. Dr. h.c. Alexis Papathanassis
Quelle: Kai Martin Ulrich

Gemeinsamer Neujahrsempfang mit dem Förderverein stimmt philosophisch

Was ist der Sinn des Lebens und wie kann man ihn finden? Kann der eigene Beruf mehr sein als nur Sicherung des Lebensunterhalts? Oder ist vielleicht sogar das Dasein selbst der eigentliche Sinn? Mit diesen Fragen startete die Hochschule Bremerhaven philosophisch ins Jahr 2023. Beim gemeinsamen Neujahrsempfang mit dem Verein zur Förderung der Hochschule Bremerhaven e.V. ging Philosophiedozent Dr. Volker Thönnes im Beisein von Senatorin Dr. Claudia Schilling, Oberbürgermeister Melf Grantz und rund 150 weiteren geladenen Gästen auf Sinnsuche. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung durch Eduard Vasilev, Masterstudent der Hochschule.

Eduard Vasilev sorgte für musikalische Begleitung
Quelle: Kai Martin Ulrich

Warum stehen Menschen morgens auf und gehen zur Arbeit? Reicht es aus, wenn der einzige Grund ist, so den eigenen Lebensunterhalt zu verdienen? „Unser Bildungsauftrag und die Zukunft unserer Jugend haben mehr verdient. Wir brauchen mehr als nur einen Grund. Wir brauchen einen Sinn“, findet Rektor Prof. Dr. Dr. h.c. Alexis Papathanassis. Doch wie kann das gelingen? Das griechische Wort „meraki“ beschreibe seiner Meinung nach die Sinnfindung in der Arbeit sehr gut. „Es geht darum, dass Sie die Arbeit definieren und nicht umgekehrt. Es geht darum, Individualität in einzigartige Leistung zu verwandeln. Das ist es, was unser Bildungsauftrag und unsere jungen Menschen zurecht verlangen.“

Prof. Dr. Ulrich Sander begrüßte im Namen des Vereins zur Förderung der Hochschule Bremerhaven e.V.
Quelle: Kai Martin Ulrich

Auch Prof. Dr. Ulrich Sander, der im Namen des Vereins zur Förderung der Hochschule Bremerhaven e.V. die Anwesenden begrüßte, beschäftigte sich mit der Sinnfrage. Möglicherweise habe Vicco von Bülow, der nicht nur in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag feiern würde, sondern auch die gleiche Schule wie Prof. Sander besuchte, eine Möglichkeit aufgezeigt: „Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos.“ Er blickte in seinen Grußworten zurück auf den erfolgreichen Start in das akademische Jahr, unter anderem durch die neuen Studiengänge der Hochschule. „Ich hoffe auf ein rundum positives Jahr 2023 – für die Hochschule und für Sie alle.“

Dr. Volker Thönnes begab sich mit den Gästen auf Sinnsuche.
Quelle: Kai Martin Ulrich

Dass er niemandem den Sinn des eigenen Lebens liefern könne, stellte Philosophiedozent Dr. Volker Thönnes gleich zu Beginn seines Vortrags klar. Aber er könne möglicherweise helfen, die Fragen dahinter besser zu verstehen. Denn: „Die Frage nach dem Sinn stellt sich jedem von uns. Das ist zugleich Segen und Fluch des Homo Sapiens.“ In seinem Vortrag zeigte er den Gästen auf, dass es dafür keine allgemeine Antwort gibt. Vielmehr sei es abhängig von den Lebensumständen, ob Menschen den Sinn ihres Tuns in der Religion, der Geschichte, der persönlichen Entwicklung oder einem ganz anderen Bereich finden. So könne auch die Arbeit sinnstiftend sein. Im Anschluss an den Vortrag konnten die Gäste miteinander und mit dem Referenten ins Gespräch kommen.

Zurück zur Übersicht