Klimaakademie Vortrag

Zeitraum

13. November 2021, 11:00 bis 12:30 Uhr

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Übernutzung, Klimawandel und Verschmutzung der Meere gefährden die Fischbestände - kann die Transformation zu nachhaltiger Nutzung gelingen? - Dr. Gerd Kraus (Thünen-Institut)

Übernutzung, Klimawandel und Meeresverschmutzung bedrohen zunehmend unsere Ozeane. Die steigenden Ansprüche einer exponentiell wachsenden Weltbevölkerung erhöhen den Druck und erfordern gleichzeitig dringend einen anderen Umgang mit unseren Ressourcen - an Land wie im Meer. Aber eine Trendwende zeichnet sich in den Meeren bisher nicht ab. Die Auswirkungen Klimawandels haben sich in den letzten Jahrzehnten stark beschleunigt, die Anzahl überfischter Bestände nimmt weiter zu, und das Thema Müll im Meer begleitet uns ebenfalls weiter. Auch in Nord- und Ostsee sind die Konsequenzen dieser Entwicklungen deutlich sichtbar:
Kaltadaptierte Arten weichen klimabedingt wo immer möglich nach Norden aus, Arten aus dem Süden folgen nach, ganze Artenspektren verschieben sich. Phänologische Änderungen führen zudem zu Entkopplungen von Planktonblüten und Nachwuchszyklen der Fische mit Auswirkungen auf deren Produktivität, Räuber und Beute interagieren nicht mehr in gewohnter Weise, weil die Fischerei zu stark eingegriffen hat – alles mit gravierenden Konsequenzen für die Fischbestände und ihre Nutzbarkeit. Was ist der aktuelle Stand? Wie könnten zukünftige Entwicklungen aussehen? Gibt es Lösungen? Diesen und anderen Fragen gehe ich in meinem Vortrag nach und präsentiere einen Überblick über die globale Situation und Beispiele aus den Meeren vor unserer Haustür. 

Der Vortrag findet in Haus THP (ehemals Modehaus Jelden) der Hochschule Bremerhaven statt.


Anmeldung ab sofort hier. Bitte beachten Sie unser Hygienekonzept- vor Ort gilt die 2G-Regel.

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