Datenanalyse & Qualitätskreislauf

 

Die Hochschule verfügt über eine Vielzahl sehr interessanter Quellen an Informationen zur Situation der Lehre (Befragungen von Studienanfängern, Studierenden und Absolventen, Daten aus der Statistik und Verlaufsdaten aus dem Immatrikulations- und Prüfungsamt, der Qualitätsbericht, z.T. Erhebungen bei Arbeitgebern, etc.). Es zeigt sich jedoch, dass eine zusammenfassende und strukturierte Nutzung dieser Informationen bisher nur vereinzelt erfolgt. Deshalb soll mit externer Unterstützung pro Studiengang eine Datenanalyse durchgeführt werden, die sowohl Stärken und Schwächen aufzeigt als auch Handlungsempfehlungen ausspricht.

In einem moderierten Kommunikationsprozess sollen auf dieser Grundlage in den Studiengängen unter Beteiligung der Studierenden Maßnahmen entwickelt werden, die zu Verbesserungen führen. Ergebnis soll eine gemeinsam mit allen Beteiligten erstellte Zielplanung für den jeweiligen Studiengang sein.

Mit diesem Projekt wird ein wesentlicher Mehrwert geschaffen, da zum einen Informationen seitens der Studiengänge besser zu Steuerungszwecken genutzt werden und andererseits ein kontinuierliches Qualitätssicherungssystem gestartet werden kann, das nachhaltig die Qualitätsentwicklung als Kreislaufsystem positiv beeinflusst. Das Leitbild der Hochschule betont, dass die Hauptaufgabe der Hochschule die Lehre ist und sie einer stetigen qualitativen Weiterentwicklung unterzogen wird. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, ist eine regelmäßige Anpassung der Ziele der Studiengänge unter Nutzung aller vorhandenen Informationen unerlässlich.

Die Umsetzung des Projektes erfolgt in direkter Anbindung an das Qualitätsmanagement unserer Hochschule in enger Zusammenarbeit mit den Studiengängen und den beiden Dekanaten. Als Pilotstudiengänge konnten wir die Studiengänge BWL, Maritime Technologien, Medizintechnik sowie Produktionstechnologie gewinnen.

Mittlerweile wurden für alle Studienkommissionen Datenanalyseberichte angefertigt und entsprechende Workshop durchgeführt. Die Rückmeldungen zur Datenanalyse sind von allen Beteiligten durchweg positiv. Trotz zum Teil anfänglicher Skepsis seitens der Lehrenden in Bezug auf den Zeitaufwand, wird sie als sehr hilfreich angesehen. 96 % der Teilnehmenden gaben in einer Evaluation an, dass die Analyse geholfen hat, Stärken und Schwächen des Studiengangs zu erkennen. 91 % halten eine Wiederholung in zwei bis drei Jahren für sinnvoll bzw. bedingt sinnvoll. Als problematisch hat sich die Tatsache herausgestellt, dass zwar formal Qualitätsbeauftragte benannt sind, die Aufgaben der Qualitätssicherung in den Studiengängen aber aufgrund des damit verbundenen Zeitaufwands nicht in ausreichender Weise übernommen werden können. Dieser Herausforderung wird mit der Einstellung von Studiengangsmanager_innen begegnet.

Studienverlaufsanalyse

Die im Rahmen des Projektes vorgesehene Studienverlaufsanalyse zur Identifikation problematischer Studienverläufe befindet sich noch in der Umsetzung, da zunächst Erfahrungen mit der Datenanalyse gesammelt werden sollten. In Kürze werden Algorithmen entwickelt, um frühzeitig problematische Studienverläufe zu identifizieren.

Projektleiterin: Dr. Helga Beste
Projektkoordination: Meike Döscher-Mehrtens