Was machen eigentlich unsere Absolvent:innen?

Bremerhaven aus Sicht der Locals erleben

 

Janina Freistedt und Ann-Kristin Hitzemann sind Absolvent:innen unseres Bachelorstudiengangs Digitale Medienproduktion und haben einen ganz besonderen Stadtplan von "ihrem" Bremerhaven gestaltet.

In Bremerhaven ist nichts los und Studierende können hier nichts erleben? Von wegen! Dass das nicht der Fall ist, zeigt die "USE-IT Map" von Bremerhaven. Bei USE-IT handelt es sich um ein europäisches Netzwerk, dessen Mitglieder kostenlose und ansprechende Stadtpläne für ihre Stadt gestalten. Gestaltet wurde der Bremerhavener Stadtplan von zwei zugezogenen Bremerhavenerinnen und Absolventinnen unserer Hochschule: Janina Freistedt und Ann-Kristin Hitzemann.

Kennengelernt haben sich die beiden während ihres Bachelorstudiums Digitale Medienproduktion (DMP) und das, obwohl sie nicht im gleichen Semester gestartet sind. "Das ist das Tolle an der Hochschule Bremerhaven. Durch verschiedene Projekte hat man auch mit Menschen zu tun, die nicht im eigenen Semester sind und auch studiengangsübergreifend kann man viele Menschen kennenlernen und verschiedene Kontakte knüpfen", erzählt Janina Freistedt. Zum ersten Mal zusammengearbeitet haben sie beim Projekt Antarktis, einem Projekt von ehemaligen DMP-Studenten, die einen Dokumentarfilm über eine Reise in die Antarktis produziert haben. Janina Freistedt und Ann-Kristin Hitzemann waren für die Illustration und die Gestaltung des dazugehörigen Buches zuständig.

Janina Freistedt und Ann-Kristin Hitzemann haben einen Stadtplan für Bremerhaven entworfen
Janina Freistedt und Ann-Kristin Hitzemann haben einen Stadtplan für Bremerhaven entworfen
Quelle: Privat

Obwohl beide nicht mehr an der Hochschule studieren und unterschiedliche Wege eingeschlagen haben, haben sie den Kontakt gehalten. Als Janina Freistedt in Leuwaarden unterwegs ist, wird sie auf einen Stadtplan "Made by locals" aufmerksam. "Ich dachte "cool!", das war richtig schön gestaltet. Davon habe ich dann direkt Ann-Kristin erzählt", so die DMP-Absolventin. Schnell waren sich die beiden ehemaligen Studentinnen einig: So eine Karte brauchen sie auch für Bremerhaven. "Bremerhaven lässt einen halt nicht los. Diese Begeisterung fühlen wir beide und mit der Map haben wir das Tool gefunden, um dieses Gefühl auch Leuten, die wir nicht persönlich an die Hand nehmen können und denen wir Bremerhaven nicht aus unserer Sicht zeigen können, zu vermitteln.", fährt Freistedt fort. "Ich habe während des Studiums im Deutschen Auswandererhaus gearbeitet. Dort bin ich oft nach Geheimtipps für junge Menschen gefragt worden und habe es dann immer versucht aufzumalen", ergänzt Ann-Kristin Hitzemann.

Der Fokus der Karten im europäischen Netzwerk liegt normalerweise auf Young Travelers, die beiden Studentinnen haben sich allerdings bewusst dazu entschieden, eine Vielfalt an Personen einzubeziehen. Von jung bis alt, aber auch von Local bis zugezogen, ist alles mit dabei. 98 Geheimtipps konnten die ehemaligen DMP-Studentinnen so sammeln und visualisieren. Auch ihre eigenen Geheimtipps haben dort einen Platz gefunden. Ann-Kristin Hitzemann empfiehlt das Petit Four. "Das Petit Four ist ein kleines Café mit leckerem Kuchen und Frühstück. Es liegt ganz zentral aber ist trotzdem ein Geheimtipp.", erzählt sie. Wer Lust auf Nachtleben hat, sollte den Geheimtipp von Nina Freistedt ausprobieren: "Mein Favorit ist das Mabuhay, eine Karaokebar in der Lessingstraße. Das ist super witzig dort, da sind auch viele Seefahrer, die ihre Seemannslieder singen. Ich kann jedem nur empfehlen: Geht mal nach Lehe und macht dort eine Kneipentour".

Den Stadtplan gibt es online und im kompakten Format zum mitnehmen
Den Stadtplan gibt es online und im kompakten Format zum mitnehmen
Quelle: Hochschule Bremerhaven

Finanziell unterstützt wurden die beiden ehemaligen Studentinnen von der Dieckell Stiftung, der Erlebnis Bremerhaven GmbH und dem Embassy of Risk e.V. Denn nicht nur das kreative Arbeiten gehört zu einem solchen Projekt, sondern auch Schritte, wie das Akquirieren von Fördergeldern oder das Aufstellen von Zeitplänen.

Auf ein Projekt wie dieses konnten sich die beiden bereits in ihrem Studium vorbereiten. "Wir hatten im Studium viel mehr Projekte als Klausuren. Wir haben dort gelernt, Dinge wie Zeitpläne und Aufgabenverteilungen anzuwenden. Auch die Startupweekends an der Hochschule haben mir persönlich viel geholfen", erzählt Freistedt. "Der Studiengang DMP ist was für Leute wie uns, die gerne ausprobieren und sich noch gar nicht mal so festlegen möchten. Man lernt sich selbst zu organisieren. Das ist manchmal eine echte Herausforderung und zugleich eine gute Basis für die Selbstständigkeit, ergänzt Hitzemann.

Der Stadtplan ist hier abrufbar: www.use-it.travel/cities/detail/bremerhaven/ und liegt an Orten wie der Touristen-Info in den Havenwelten & Fischereihafen, der Quartiersmeisterei Alte Bürger, der Quartiersmeisterei Lehe, dem Standortmanagement Geestemünde, dem Glückswinkel und vereinzelten Orten auf dem Plan aus. 

Weitere Informationen zum Studiengang DMP finden sich hier.