Dossier Nachhaltigkeit und Klimaschutz

Liebe Leser:in,

der menschengemachte Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Niemand von uns kann sich vor den Ergebnissen zahlreicher Forschungsaktivitäten renommierter Wissenschaftler:innen verschließen, die uns eine erschreckende Zukunft vorhersagen. Die Extremwetterereignisse der jüngsten Vergangenheit geben einen Vorgeschmack auf das, was noch kommen kann, wenn wir nicht unser Verhalten anpassen und Entscheidungen zugunsten des Klimas treffen.

Die Hochschule Bremerhaven sieht sich dabei in der Verantwortung zu handeln und engagiert sich nachhaltig für den Klimaschutz – auch direkt vor Ort auf unserem schönen Campus. In diesem Dossier möchten wir Ihnen einen Einblick in unsere vielfältigen Aktivitäten geben. Hier lesen Sie, wie unser Klimaschutz- und Mobilitätsmanagement sowie das Projekt „Hochschule Bremerhaven for Future - Die Klimakrise und ihre Folgen - verstehen und handeln“ gemeinsam mit weiteren engagierten Kolleg:innen zielführende Maßnahmen umsetzen, um die Hochschule so nachhaltig und klimaneutral wie möglich zu gestalten.

Erfahren Sie außerdem mehr über einige unserer zahlreichen Forschungsaktivitäten. Ob Wasserstofftechnik oder Insekten in Tierfutter, Algenforschung oder nachhaltige Logistik: Unsere Wissenschaftler:innen arbeiten intensiv darin, nachhaltige Alternativen zu konventionellen Produkten zu entwickeln, mit denen die Umwelt und das Klima zukünftig geschützt werden können.

Sie würden gern mehr erfahren? Dann laden wir Sie herzlich ein, die Hochschule und ihre Aktivitäten direkt vor Ort auf unserem schönen Campus kennenzulernen. Nutzen Sie beispielsweise einen Termin der Vortragsreihe „Klimaakademie“, um mit unseren Expert:innen ins Gespräch zu kommen. Wir freuen uns auf Sie!

Viel Spaß beim Lesen

Ihr Rektorat

Auf dem Campus

Mit sinnvollen Maßnahmen hin zu einer nachhaltigen Hochschule

Nachhaltigkeit und Klimaschutz sind die Themen vieler Forschungsprojekte – auch an der Hochschule Bremerhaven. Doch was macht eigentlich die Hochschule selbst, um das Klima zu schützen? Den Überblick über den aktuellen Stand und die Entwicklungspotenziale hat Dipl.-Ing. (FH) Julian Fricke. Der Klimaschutzmanager engagiert sich nicht nur für die Umsetzung des Klimaschutzkonzepts, er organisiert auch das hochschulinterne Klimafestival, bei dem Hochschulmitarbeitende und Studierende sich für mehr Nachhaltigkeit auf dem Campus engagieren können.

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Auf dem Fahrrad zum Campus

Um ein Unternehmen nachhaltig zu gestalten, reichen in der Regel Maßnahmen vor Ort nicht aus. Auch der Arbeitsweg spielt eine wichtige Rolle bei der Klimaneutralität. Einen Blick auf das Mobilitätsverhalten an der Hochschule hat Tugba Dön. Als Mobilitätsmanagerin setzt sie sich unter anderem dafür ein, dass das Fahrradfahren für Hochschulangehörige künftig attraktiver wird.

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Mehr als nur lecker

Die Mensa und die Cafeteria an der Hochschule Bremerhaven locken mit einem abwechslungsreichen Essensangebot. Das Studierendenwerk Bremen legt dabei sehr viel Wert auf Nachhaltigkeit. Neben einem Pfandsystem für To-Go-Angebote und veganen Gerichten konnte inzwischen auch die Bio-Zertifizierung erreicht werden. Dies ist ein weiterer Schritt zu noch mehr Nachhaltigkeit in der Hochschulgastronomie.

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Das „StuCa“ lockt mit Fairtrade-Kaffee und neuem Design

Mit dem studierendengeführten Café „StuCa“ lockt ein besonderer Treffpunkt Menschen mit Kaffeedurst auf den Campus der Hochschule. Montags bis freitags von 9 Uhr bis 17 Uhr laden die Räumlichkeiten im Retro-Look zum Verweilen ein. Bei der Ausstattung spielten auch Nachhaltigkeitsaspekte eine wichtige Rolle. „Wir haben uns bemüht, alles gebraucht zu kaufen. Alle Retro-Möbel stammen aus dem Umkreis von Bremerhaven“, sagte Lina Hagedorn, 2. Vorsitzende des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA). Auch bei ihren Getränken setzen sie auf Nachhaltigkeit. Daher tragen alle Getränke das Fairtrade-Siegel. Zusätzlich werden Produkte regionaler Anbieter verkauft

Engagement in den Schulen

Mit Schüler:innen über klimafreundliche Energiegewinnung sprechen

Der Klimawandel ist eine globale Herausforderung, die in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen hat. Wie sehr dieses Thema gerade auch Schüler:innen und Studierenden am Herzen liegt, ist spätestens seit Fridays for Future deutlich geworden. Eine Plattform für den Austausch und die Vermittlung von Wissen zu dieser Thematik bietet der Schüler-Klimagipfel. Dort engagiert sich auch Prof. Dr.-Ing. Carsten Fichter. Als Redner zeigt er Ideen und Lösungsansätze für eine klimafreundliche Energiegewinnung.

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Im Schullabor dem Klima auf der Spur

Kinder und Jugendliche für den Klimaschutz zu sensibilisieren, ist für die Hochschule kein neues Thema. Bereits vor zehn Jahren wurde der „Klimaparcours“ als Schullaborkurs für Schulklassen entwickelt. Hier beschäftigen sich jedes Jahr unter der Anleitung von Dipl.-Ing. Urthe Gebauer rund 330 Schüler:innen aus Bremerhaven mit Treibhausgasen, Meeresspiegelanstieg und den Möglichkeiten, wie Energie eingespart werden kann.

Weitere Informationen zum Laborkurs

Studium und Weiterbildung

Studieren für den Klimaschutz? Das geht bei uns!

Wer sich für ein Studium an der Hochschule Bremerhaven entscheidet, profitiert von einer besonders anwendungsbezogenen Lehre in mehr als 20 zukunftsorientierten und innovativen Studiengängen. Als Hochschule für angewandte Wissenschaft orientiert sie sich direkt am Bedarf der Wirtschaft und bildet dringend benötigte Fachkräfte aus. Ein nachhaltiger Umgang mit Ressourcen und die Entwicklung innovativer Lösungsansätze für aktuelle Herausforderungen in den Unternehmen stehen dabei im Mittelpunkt. Rund 3.000 Studierende profitieren von innovativen Lehrmethoden und der modernen Ausstattung in den Laboren. Für anwendungsorientierte Projektarbeiten stehen gemütliche und funktionale Lernräume zur Verfügung.

Einen Überblick über sämtliche Bachelor- und Masterstudiengänge bekommen alle Interessierten hier

Was kommt nach Esbjerg?

Das Ergebnis des diesjährigen Windenergiegipfels in Esbjerg ist eindeutig: Deutschland, Dänemark, Belgien und die Niederlande wollen den Ausbau von Windenergie massiv vorantreiben. Die Hochschule Bremerhaven hat das Potenzial von Windenergie schon lange erkannt. Sie bietet zusammen mit der Business Academy in Esbjerg mit dem Offshore Wind Energy MBA die für diesen Ausbau relevante Qualifizierung - und sind die einzigen mit einem solchen Angebot.

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Nachhaltige Forschung für das Klima

Schaltet grüner Wasserstoff zukünftig das Licht an?

Wasserstoff ist als Energiequelle der Zukunft in aller Munde. Aber kann man damit wirklich ein ganzes Wohngebiet oder ein Industrieareal mit Strom und Wärme versorgen? Damit beschäftigen sich Forschende an der Hochschule Bremerhaven. In einem Container haben sie ein Microgrid-Testlabor eingerichtet, in dem grüner Wasserstoff produziert wird. Die Ergebnisse sollen zeigen, ob sich regional abgegrenzte Gebiete auf diese Weise mit Strom versorgen lassen.

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Können Algen bald fossile Rohstoffe ersetzen?

Lecker im Salat, als Creme gut für die Haut: Algen sind wahre Alleskönner aus dem Meer. Da sie außerdem schnell nachwachsen, sind sie eine nachhaltige Alternative zu fossilen Rohstoffen – nicht nur in der Verpackungsindustrie. Die Hochschule Bremerhaven hat seit einigen Jahren Algen in den Fokus von Forschungsaktivitäten gerückt. Gemeinsam mit regionalen Kooperationspartnern suchen Wissenschaftler:innen nach Lösungen, die sich auch finanziell für die Unternehmen rechnen.

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Nachhaltiges Onlineshopping im lokalen Einzelhandel

Und täglich klingelt der Paketbote? In vielen deutschen Haushalten gilt dies längst nicht mehr nur für die Vorweihnachtszeit. Ob Medikamente, Bücher oder sogar Lebensmittel – der Onlinehandel boomt. Dies hat nicht nur überfüllte Straßen und Luftverschmutzung zur Folge, auch der lokale Einzelhandel leidet. Prof. Dr.-Ing. Benjamin Wagner vom Berg erforscht, ob und wie der Handel auf das veränderte Kaufverhalten eingehen und die Stärken des Onlinehandels für sich nutzen kann. Dabei liegt ein Fokus auf nachhaltige Lieferfahrzeuge.

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Mehlwürmer als Alternative zu Fleisch in Tierfutter

Essbare Insekten können einen wichtigen Beitrag zur Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung leisten. Sie sind nicht nur klimafreundlicher als Fleisch von Rindern, Schweinen und Geflügel, sondern lassen sich auch fast vollständig verwerten. Auch in Tierfutter könnten sie zu einem geringeren Einsatz von Soja oder Fischmehl führen und auf diese Weise wichtige Ressourcen schonen. Prof. Dr. Rainer Benning und seine Kolleg:innen suchen daher nach Möglichkeiten, wie sich Insekten für die Futtermittelproduktion industriell aufziehen lassen.

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Abwasser nutzen statt entsorgen

Wer den Begriff „Abwasser“ hört, denkt vermutlich als erstes an Kläranlagen, in denen das Wasser gereinigt und in die Natur zurückgeführt wird. Dass dieses Gebiet sehr viel abwechslungsreicher und zukunftsorientierter ist, zeigt das Labor für Ver- und Entsorgungstechnik und Umweltverfahrenstechnik an der Hochschule Bremerhaven. Hier werden nicht nur angehende Ingenieur:innen ausgebildet. Laborleiter Prof. Dr. Dieter Lompe und sein Team beschäftigen sich auch mit der Fragestellung, wie sich Wasser bei der Energie- und Rohstoffgewinnung sinnvoll nutzen lässt.

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Mit Alternativen zu fossilen Kraftstoffen klimafreundlich unterwegs

Der Gütertransport mit Treibstoff aus fossilen Energieträgern ist ein Auslaufmodell. Klimawandel, Umweltverschmutzung und übermäßiger Ressourcenverbrauch sorgen dafür, dass dringend nach neuen und umweltfreundlichen Alternativen gesucht werden muss. Das passiert derzeit an der Hochschule Bremerhaven. Dabei wird vor allem Wasserstoff in den Fokus gerückt.

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Windenergie schneller ausbauen – mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz

Der Ausbau Erneuerbarer Energien soll drastisch vorangetrieben werden. Gleichzeitig werden viele Windenergie-Ausbauprojekte durch Klagen aus der Bevölkerung verzögert oder gar gestoppt. Damit in Zukunft weniger Projekte scheitern, soll im Forschungsprojekt "WindGISKI" ein Geoinformationssystem entwickelt werden, das mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz die Erfolgsaussichten vorhersagt. In das System sollen auch umfangreiche demografische und soziologische Daten einfließen.

Weitere Informationen zum Projekt

Zum Mitmachen

Vortragsreihe Klimaakademie lockt mit abwechslungsreichem Programm

Die Klimakrise lässt sich nicht auf eine einzelne Ursache zurückführen. Es sind viele verschiedene Einflüsse, die negative Auswirkungen auf die Umwelt und das Klima haben. Einen Überblick über einige dieser Themen bietet die „Klimaakademie“. Bei der Vortragsreihe sprechen einmal im Monat Expert:innen über ihr Fachgebiet und geben der interessierten Öffentlichkeit einen Einblick in aktuelle wissenschaftliche Fragestellungen. Die Teilnahme ist kostenlos und sowohl in Präsenz an der Hochschule Bremerhaven als auch digital per Livestream möglich.

Alle aktuellen und vergangenen Themen sowie der Link zur Anmeldung finden sich hier.