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Unsere kommenden Veranstaltungen im Überblick

Jetzt bewerben für das neue Schnupperstudium für Mädchen in den Herbstferien. Unter dem Namen Hochschule MINTensiv für Mädchen gibt es für Schülerinnen der 6. und 7. Klassen vom 15. bis 18. Oktober 2019 drei Tage MINT zum Anfassen und mitmachen. Eine Bewerbung ist ab sofort hier möglich.

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Was passiert in der Kontaktstelle Schule-Hochschule? Welche Angebote gibt es bereits? Wie kann ich eigene Ideen einbringen? Der Jahresbericht des Schuljahres 2017/2018 ist nun fertig und steht Ihnen online und als Druckversion zur Verfügung.

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Derzeit finden mehrere Kooperationsprojekte an der Hochschule Bremerhaven statt. Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen beschäftigen sich intensiv mit Themen wie Windenergietechnik, Nanopartikeln, Biotchnologie und Verpackungen.

Biotechnologie praktisch erleben

Neuer Kurs für Oberstufenschülerinnen und -schüler gestartet

Bereits vor dem Abitur Laborerfahrungen sammeln, sich mit einem Studienfach beschäftigen und feststellen, wohin der berufliche Weg führen soll - oder wohin nicht: Das ermöglicht nun auch das Labor für marine Biotechnologie an der Hochschule Bremerhaven. Im Rahmen eines Laborkurses forschten hier erstmalig Oberstufenschülerinnen und -schüler des Lloydgymnasiums Bremerhaven zu Themen aus den Bereichen Biochemie, Biotechnologie und Bioanalytik. Das zweitägige Kursangebot soll nun verstetigt werden.

Insgesamt vier Kurse für die E- und Q2-Phase konnte Prof. Dr. Stefan Wittke gemeinsam mit seinem Team aus technischen Angestellten und studentischen Hilfskräften anbieten. Der Professor für Biotechnologie zeigt sich begeistert. "Die Schülerinnen und Schüler waren sehr motiviert. Ich wurde sogar angesprochen, was man machen muss, um das studieren zu können." Das Interesse am Studienfach zu wecken, ist ein Ziel der Projekttage. Die Teilnehmenden sollen hineinschnuppern, ausprobieren und dabei herausfinden, ob ihnen die Laborarbeit Spaß macht. Das kann langfristig nicht nur die Zahl der Studierenden erhöhen, sondern auch die der Studienabbrecher verringern. Denn wer bereits vor dem Studium feststellt, dass die Inhalte eines Studienfachs in der Praxis anders sind als erwartet, bewirbt sich gar nicht erst. Gleichzeitig kann aber auch das Interesse für ein Fach geweckt werden, das Schülerinnen und Schüler aufgrund ihrer schulischen Erfahrungen bisher für sich ausgeschlossen hatten.

Der Professor, der im Bachelorstudiengang Biotechnologie der marinen Ressourcen und im Masterstudiengang Biotechnologie lehrt, hat den Kurs gemeinsam mit Biologielehrer Lars-Ole Rühmann entwickelt. Gerade an den Oberstufen besteht großes Interesse, Labortage an außerschulischen Lernorten wahrzunehmen. "Solche Versuche können wir in der Schule gar nicht durchführen, weil uns die Geräte fehlen", berichtet Biologielehrerin Steffi Kerner. Praktisches komme daher leider oft zu kurz. Aus diesem Grund bietet die Hochschule bereits seit vielen Jahren Kurse für Schülerinnen und Schüler zu verschiedenen naturwissenschaftlichen und technischen Themen an. Die Inhalte finden sich im Rahmenlehrplan des Bundeslandes Bremen wieder, sodass sie eine sinnvolle Ergänzung des Unterrichts darstellen. Die Theorie wird in der Schule vermittelt, im Labor geht es um die Praxis.

Die Versuche des Laborpraktikums begegnen auch Studierenden in den ersten vier Semestern ihres Studiums. Im Gegensatz zu ihnen müssen sich die Schülerinnen und Schüler nicht alles selbst erarbeiten, sondern bekommen Unterstützung durch studentische Hilfskräfte. Die einzelnen Arbeitsschritte führen sie dennoch selbstständig durch. So wiegt die Schülerin Lucy Glück getrockneten Rotbarsch für den nächsten Versuch ab. "Wir wollen die Zellen zerstören und so Proteine gewinnen", erklärt die 17-Jährige. Für sie und ihre Laborpartnerin Vanessa Gervalla steht die berufliche Zukunft bereits fest. Die jungen Frauen wollen nach dem Abitur Medizin studieren. Die Laborerfahrung und die praktischen Einblicke in die Biochemie finden sie da nützlich. Neben den fachlichen Inhalten nehmen sie aus dem Kurs noch persönliche Eindrücke mit: "Laborarbeit macht Spaß, kann aber auch ganz schön anstrengend sein."

In diesem Durchgang wurden die Labortage exklusiv für zwei Biologiekurse des Bremerhavener Lloyd Gymnasiums angeboten. Dies soll sich für die Zukunft ändern, sagt Stefan Wittke. "In der vorlesungsfreien Zeit können wir den Kurs auch öfter anbieten, sofern die personellen Kapazitäten das zulassen." Vorher soll das Kurskonzept überprüft und überarbeitet werden. Anfragen können bereits jetzt per Mail an die Kontaktstelle Schule-Hochschule gerichtet werden.

Wie machen wir aus Wind Energie?

Schülerinnen und Schüler stellen Projektergebnisse vor

Was ist nötig, damit aus Wind Energie wird? Diese Frage haben sich 32 Schülerinnen und Schüler der Fachoberschule Technik der Max-Eyth-Schule Schiffdorf gestellt. In Kooperation mit dem Institut für Windenergie fk-wind: der Hochschule Bremerhaven entstand hierzu ein mehrtägiges praxisbezogenes Projekt. In sechs Kleingruppen erarbeiteten sie selbstständig verschiedene Fragestellungen zu Themen wie Rotorblattaerodynamik, Rotorblattdruck, Messtechnik und Windkanaluntersuchung. Unterstützt wurden sie dabei durch Dipl.-Ing. Jörn Böcker und Studierende des Studiengangs Maritime Technologien. Die Ergebnisse wurden nun präsentiert.

"Die Windenergieanlage als Ganzes verstehen!" - so lautet nicht nur das Motto der fk-wind:. Herauszufinden, wie genau aus Wind Energie wird, war auch das Ziel der Schülerinnen und Schüler, die am Projekt teilnahmen. Beginnend bei der Form des Rotorblatts über Messungen im selbstgebauten Windkanal bis hin zur Gewinnung von elektrischer Energie wurde jede Fragestellung von den Teilnehmenden selbstständig bearbeitet. Dabei mussten die Kleingruppen eng zusammenarbeiten und unter anderem Absprachen bezüglich der Rotorblattentwicklung und der Messdatenerhebung treffen. "Einer so großen Gruppe viele Gestaltungsfreiheiten zu geben und dennoch ein bestimmtes Projektziel zu erreichen, ist auch für uns Lehrende eine Herausforderung", sagt Jörn Böcker von der fk-wind:. Die Aufgaben nicht klar zu definieren, wie das sonst in der Schule üblich ist, sei ein Experiment gewesen und habe sehr gut geklappt. "Man lernt besonders viel, wenn Probleme auftreten. Aus Erfahrungen." Besonders die Kommunikation zwischen den Gruppen habe Anlaufschwierigkeiten gehabt. Auch die Nutzung eines 3D-Druckers habe gezeigt, dass man erst Erfahrung sammeln muss. Davon, dass diese Erfahrungen Teil des Lernerfolgs waren, konnten sich die Besucherinnen und Besucher der Abschlusspräsentation überzeugen.

Durch die Kooperation mit der Hochschule Bremerhaven haben die Schülerinnen und Schüler der Max-Eyth-Schule Schiffdorf regelmäßig die Möglichkeit, sich nachhaltig auf einen Beruf oder ein Studium an einer Fachhochschule vorzubereiten. In der Vergangenheit gab es bereits mehrere gemeinsam entwickelte Projekte, unter anderem zu Leichtbaurobotern und zu Biosignalen. "Es ist toll zu beobachten, wie Schülerinnen und Schüler an einem Thema Gefallen finden, wenn sie sich erstmal eingearbeitet haben", sagt Stefanie Uhe, Lehrerin an der Max-Eyth-Schule. Sie besucht jährlich mit ihren Schulklassen im Fach Mechatronik das Labor für Werkstofftechnik und führt dort Härte- und Zugprüfungen durch. Schülerinnen und Schülern der Fachoberschule Technik eine praxisbezogene Auseinandersetzung mit Windenergie zu ermöglichen, war nicht nur ihre Idee, sondern auch die von ihrem Kollegen Udo Hasenkamp. Mit dieser Anfrage waren sie bei der Hochschule Bremerhaven goldrichtig: Die fk-wind: betreibt angewandte Forschung auf dem Gebiet der Windenergietechnik und arbeitet eng mit dem Bachelorstudiengang Maritime Technologien sowie mit dem Masterstudiengang Windenergietechnik zusammen. "Die Ausbildung an der Hochschule Bremerhaven ist gut, die Jobchancen hervorragend", so die Lehrerin, die selbst an der Hochschule studiert hat. Doch auch als außerschulischer Lernort ist die Hochschule beliebt - nicht nur bei Lehrkräften. "Den Schülerinnen und Schülern gefällt es an der Hochschule. Auch, weil es so familiär ist."

Dezernate & Stabstellen

Nadine Metzler B.A.

Stabsstelle Marketing und Öffentlichkeitsarbeit

Mitarbeiterin in der Kontaktstelle Schule-Hochschule

Telefon
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