Studienpionierin

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Die Einheimischen

18. June 2017

Wenn man hier so auf der Straße entlang läuft, begegnet man allen Farben. Die Kapverden sind zwar ein afrikanisches Land aber aufgrund der doch recht isolierten Lage anders und nicht direkt vergleichbar mit Kontinentalafrika. Denn die Wurzeln der Kapverdier liegen nicht nur in Westafrika sondern auch in Portugal. Bevor es Sklaverei gab, war das Inselarchipel unbewohnt, erst nach Entdeckung haben die Portugiesen die günstige Lage im Atlantik entdeckt. Sie haben die Inseln daraufhin als Sklavenhandelsplatz benutzt, wobei sich natürlich neben den westafrikanischen Sklaven auch Portugiesen hier niedergelassen haben. Es ist also ein Mix aus Afrika und Europa und das sieht man auch an den unterschiedlichsten Hautfarben der Einheimischen.

 

Früher hatten die Kolonialherren noch versucht die Enstehung eines Mischvolkes zu verhindern, aber wie überall war es auch hier nicht möglich. Meist waren es einflussreiche Großgrundbesitzer oder andere wichtige Persönlichkeiten, die im geheimen mit Sklavinnen „zusammenlebten“ und so dazu beitrugen, dass sich eine kreolische Kultur entwickeln konnte. Aber auch die Jesuiten, welche hier auf den Inseln stark vertreten waren, haben der kreolischen Kultur geholfen zu wachsen, denn sie haben direkt begonnen, den Gleichheitsgedanken zu leben, indem Weiße und Dunkelhäutige, Freie und Sklavenkinder gemeinsam die Schulen und Messen besuchen durften.

 

Somit konnte die kreolische Bevölkerung entstehen und wachsen und durch die vielen Mixturen, ist eine rassistische Diskriminierung hier eher selten.