Studienpionierin

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Santo Antao die 4.

16. July 2017

Dieses Wochenende war ich schon wieder auf Santo Antao und es war sooo genial!

 

Als ich das erste Mal im Februar dort war, stand für mich fest, dass ich unbedingt noch einmal hin möchte, also war ich im Mai noch einmal da und da dachte ich, okay, das wird wohl das letzte mal gewesen sein. Leider, denn Santo Antao ist wirklich super schön. Dank meiner Arbeit, ging es dann im Juni noch einmal nach Santo Antao, 2 Tage Betriebsausflug standen auf dem Programm und da dachte ich wieder auf dem Rückweg ganz wehmütig, das war jetzt aber das letzte Mal. Mittwoch stand dann fest, es geht doch noch einmal nach Santo Antao, nur leider dieses mal wirklich fürs letzte Mal, denn bis zu meinem Rückflug ist nun jeder Tag gut durchgeplant.

 

Eigentlich bin ich auch total müde, aber das Wochenende war so super, dass musste ich jetzt einfach noch erzählen bevor ich in den Tiefschlaf falle.

 

Dieses Mal war ich nicht zu touristischen Zwecken auf Santo Antao sondern einfach um ein kapverdisches Wochenende dort zu verbringen. Einer aus meiner Laufgruppe hat sich ein sehr schickes Landhaus im Paultal, dem grünsten Tal der Kapverden gekauft und hat uns dorthin eingeladen. Dieses Wochenende war es dann so weit und wir sind mit 14 Leuten rüber nach Santo Antao gefahren. Samstag morgen sind wir mit der Fähre morgens um 7h los gefahren, Viktor hat seinen Jeep mit rüber genommen, wo wir Getränke für die zwei Tage, Gepäck und Essen lagern konnten. Am Hafen hat Rui, der dem das Haus gehört uns abgeholt und einen Fahrer für Viktors Jeep mitgebracht. Wir sind dann nur mit Picknicksachen hoch nach Figueral gefahren und von dort sind wir ins Paul-Tal herunter gewandert. Es war eine einfache Wanderung, circa 3h, aber super schön, eine der schönsten Wanderungen die ich gemacht habe und es hat mir das Paul-Tal noch einmal von einer anderen Seite gezeigt, denn beim ersten Mal hat es mich persönlich nicht so gefesselt, wie die meisten. Aus den 3h sind dann aber 4h geworden, weil da wir dieses Mal nicht joggen waren, sondern zum Spaß auf Santo Antao waren, haben wir viele Pausen gemacht und sobald ein einsames Haus kam, wurde sich mit den Bewohnern unterhalten und gefragt, ob sie Ponch (Schnaps) da hätten und dann haben wir immer einen getrunken. Außerdem haben wir noch Tanks (Wasserauffangbecken) gesucht zum Baden, aber entweder waren die leer oder dreckig. Irgendwann sind wir dann bei Rui angekommen, sein Haus ist so schön und in traumhafter Lage umgeben von riesigen Bergen wo immer wieder grüne Flecken sind und einzelne Häuser. Bei ihm haben wir dann Gartenschlauchparty gemacht, solange wir noch auf unsere Cachupa warten mussten, die noch nicht ganz fertig war. Danach haben wir den Nachmittag gechillt, das Leben genoßen und alles für den Abend vorbereitet. Es gab ein großes Barbecue, ne Musikanlage mit Karaoke und das in idyllischster Lage wo wir weit und breit keinen stören konnten und wo es als es dunkel war nirgends Lichtverschmutzung durch künstliches Licht, außer das von uns gab. Das Haus, war nicht allzu groß, ein normales Ferienhaus mit 3 Zimmern, weswegen wir dann alles mit Matratzen ausgelegt haben, damit jeder auch ein Plätzchen zum Schlafen hatte.

 

Abends oder auch schon nachmittags wurde die ganze Zeit getanzt, gegessen und gelacht. Es war wirklich total cool. Ich bin echt froh, dass ich noch hier war, weil jetzt habe ich einige aus der Gruppe erst so richtig kennengelernt, weil wenn wir joggen, redet man meist doch immer mit denselben, bzw denen, die dasselbe Tempo laufen :D Und auch die Mischung war total witzig, jung und alt alle waren wir dabei. Heute morgen hat Rui uns dann noch sein Projekt gezeigt an dem er arbeitet, er ist nämlich schon in Rente. Das Haus von seinem Großvater, ein großer Hof ist verlassen und schon ein wenig runtergekommen, aber man sieht, dass es ein sehr „reicher“ Hof war, den möchte er renovieren bzw so wie früher wieder herstellen und dann da vllt ein Gästehaus raus machen oder es einfach als sein Haus dann nehmen und sein jetztiges wieder verkaufen, das weiss er noch nicht. Da das Haus nicht mit dem Auto zu erreichen ist und in noch idyllischerer Lage liegt mussten wir dort heute morgen erst einmal 1h hinlaufen, gut dass es direkt zum Frühstück stärkende Cachupa (Bohneneintopf) gab. Der Weg war auch nicht ganz so einfach, es ging über Stock und Steine, durch Flüsse und über eine ca. 40m mehr oder weniger sichere Hängebrücke, die uns im Fall der Fälle circa 20m in die Tiefe auf Felsen fallen gelassen hätte. Naja, einfach nicht drüber nachdenken und rüberlaufen, ist ja nichts passiert. Am Ende wurden wir dann noch mit einem erfrischenden Bad unterm Wasserfall belohnt. Nur mussten wir dann auch wieder zurück.. Immerhin waren einige im Haus geblieben und als wir zurück waren, hatte Donna Alcidia schon das Barbecue fürs Mittagessen fertig. Schnell wurde dann gegessen (wir haben ja sowieso schon nicht alle 3h gegessen :D), die letzten Getränke geleert und dann war der ganze Spaß leider schon vorbei und es ging zurück zur Fähre.

 

Ich würde fast behaupten, abgesehen von den „Urlaubs-“wochenenden, wo ich bewusst neue Orte kennengelernt habe, war es das beste Wochenende was ich hier erlebt habe. Es war so schön und wir haben so viel Spaß gehabt. Auf der Fähre wurde ich dann doch noch wehmütiger als die Male davor, denn jetzt war es wirklich das letzte Mal und es war so schön und ich weiß, dass ich die Joggingcrew echt vermissen werde, die Menschen sind echt super. Ich sage mir einfach immer das Sprichwort auf:“Wenns am Schönsten ist, soll man gehen!“