Studienpionierin

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Sodade

07. August 2017

Noch nicht ganz eine Woche, aber fast bin ich nun schon wieder in Deutschland.

 

Der Flug von Sal nach Hannover war ganz angenehm, auch wenn ich auf Langstreckenflüge in Urlaubsfliegern in Zukunft eindeutig verzichten kann. Immerhin waren einige Plätze frei und der Mittelplatz in meiner Reihe war leer, so konnte ich ganz in Ruhe mich am Fenster breit machen. Als ich dann um 3h in Hannover abgeholt wurde, war ich komplett ausgehungert. Für den 6,5h Flug hatte ich nur noch einen Apfel in der Tasche und bei TUIfly muss man für alles zahlen. Blöd nur, dass ich keine Euros in meinem Portmonee hatte. Als ich gefragt habe, ob ich auch mit Escudos bezahlen kann, schließlich kam der Flieger ja von den Kapverden hat mich die Stewardess nur doof angeschaut und gesagt, wir akzeptieren nur Euros. Super! Also hungern. Am Flughafen war dann auch alles zu und erst nach 1h auf der Autobahn kam endlich ein offener Rastplatz. Mehr als McDonalds hatte auch nicht mehr offen, aber immerhin. Wuhuu, zurück in Deutschland und erst einmal matschige Burger essen. Nach dem Essen war ich zwar einigermaßen gesättigt, aber irgendwie wurde mir auch gleich schlecht davon. Es war eindeutig die falsche Nahrung nach so einer langen Reise und für die Uhrzeit...

 

Die ersten zwei Tage habe ich erst einmal damit verbracht, meinen Koffer auszupacken, meine Sachen zu sortieren, Klamotten zu waschen zu schlafen. Ganz viel Schlafen. Irgendwie war ich ganz schön neben der Spur, obwohl es nur 3h Zeitunterschied waren. Außerdem habe ich mich im Haus verkrochen, weil es einfach viel zu kalt draußen war. So langsam gewöhne ich mich dran, aber als wir am Wochenende gegrillt haben, saß ich eher mit Herbstklamotten da und einer Decke um die Beine, während alle anderen in T-Shirt am Tisch saßen.

 

Was auf jeden Fall richtig cool war, war als ich am Mittwoch direkt mit meinem Bruder Joggen war und es auf dem Rückweg angefangen hat zu regnen. Da habe ich erst einmal gemerkt, wie komisch es doch ist, wenn es plötzlich regnet. Ich habe es in den letzten sechs Monaten zwar nicht vermisst, aber es war schon ein komisches Gefühl auf einmal wieder im Regen zu stehen. Naja, reichte dann aber auch für die nächsten Wochen, als es am Samstag bei der Fahrradtour geregnet hat, war ich schon wieder genervt von dem Wetter. :D

 

Jetzt vor allem nach dem Wochenende habe ich mich wieder zu Hause bei meinen Eltern eingelebt, hat sich mal wieder kaum was verändert und ich versuche die Zeit bis zu den Vorlesungen zu genießen... Was gar nicht so einfach ist, schließlich bin ich die einzige zu Hause, die Frei hat und somit wurde ich zum Hausputz verdonnert. Heute mussten sich die Fenster im Haus vor mir fürchten.

 

Fernweh nach den Kapverden habe ich noch nicht. Ich denke schon viel daran, was die Leute wohl gerade so machen und am Strand wäre ich am Wochenende natürlich auch sehr gerne gewesen, aber es geht noch. Aus meinem Computer strömt ununterbrochen die Kizomba und Morna im Wechsel, sodass ich noch ein bisschen Leichtigkeit, Lebensgefühl und KapVerden zu Hause verströme :)