Drei Fragen an Open:MINT

Obwohl naturwissenschaftliche und technische Berufsfelder zukunftsweisend sind, bewerben sich seltener Frauen auf Studienplätze in den sogenannten MINT-Fächern. Um das zu ändern, hat die Konrektorin für Studum und Lehre, Prof. Dr. Karin Vosseberg , erfolgreich einen Projektantrag gestellt, um das Projekt Open:MINT ins Leben zu rufen. Projektmitarbeiterin Kirsten Buchecker beantwortet dazu drei zentrale Fragen.

Was ist Open:MINT?

Im Verbundprojekt "Open:MINT" werden Maßnahmen entwickelt, um das Studien- und Berufsfeld Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik in den Regionen Bremerhaven und Wismar stärker für Frauen und ihre Potentiale zu öffnen. Das Projekt wird in Kooperation mit der Hochschule Wismar durchgeführt, da sich die beiden Hochschulen in der Struktur und Region ähneln. Gefördert wird das Projekt vom BMBF im Rahmen der Förderlinie "Erfolg mit MINT. Chancen für Frauen".

Was sind die Ziele von Open:MINT?

Konkretes Ziel ist es, Schülerinnen und Abiturientinnen Karriereoptionen in den sogenannten MINT-Fächern vorzustellen. Junge Frauen sollen sehen, dass ihnen in den MINT-Berufs- und Studienfeldern alle Türen offen stehen. Außerdem wollen wir Studentinnen und Absolventinnen, die bereits ein MINT-Fach studieren, durch gezielte Vernetzungen, Qualifikationen und Förderungen bessere Karrierechancen eröffnen. Wir bringen sie zusammen mit "Role Models" aus Wirtschaft und Forschung, die sich in unterschiedlichen Lebens- und Berufsphasen befinden. Sie sollen den Studentinnen hingehend ihrer Karriereplanungen beratend zur Seite stehen.

Was sind die ersten Maßnahmen des Projekts?

Bereits im Juli 2019 ist die erste Veranstaltung geplant. Beim "MINT Summer Campus" werden Oberstufenschülerinnen und Abiturientinnen mit MINT-Studiengängen und Berufen aus dem Feld vertraut gemacht, indem sie eigene praktische Erfahrungen zu aktuellen Fragestellungen sammeln. Die Schülerinnen haben zum Beispiel die Möglichkeit, in die MINT-Studiengänge der Hochschule Bremerhaven reinzuschauen. Solche MINT-Fächer wären an der Hochschule beispielsweise Informatik, Wirtschaftsinformatik, Medizintechnik, Biotechnologie, Lebensmitteltechnologie und alle Ingenieurstudiengänge. Außerdem helfen wir bei jeglichen Fragen rund um den Studienstart. Dazu zählt beispielsweise die Bewerbung auf einen Studienplatz.

Für Studentinnen ab dem vierten Semester, Masterstudentinnen und Absolventinnen aus MINT-Studiengängen ist das Karriereeinstiegsprogramm "Karriere.Plus" geplant. Das Programm hilft jungen Frauen auf unterschiedlichen Wegen beim Berufseinstieg.

Anknüpfend dazu wird in der Veranstaltungsreihe "Zukunft in MINT" der Kontakt zu regionalen Unternehmen und Forschungseinrichtungen hergestellt. Forscherinnen und weibliche Führungskräfte stellen sich und ihre Arbeiten vor und zeigen ihre Karrierwege im MINT-Bereich auf. Insbesondere durch Experimente aus dem Bereich Digitalisierung und Technik werden die Schülerinnen zum Forschen motiviert. Mit "Zukunft in MINT" sollen die verschiedenen Zielgruppen wie Schülerinnen, Studentinnen sowie Forscherinnen und weibliche Führungskräfte vernetzt werden, damit die jungen Frauen bestärkt einer Karriere im MINT-Bereich entgegenblicken.