Mit dem Hochschulpulli zum DSDS-Casting

Ray Sharif
Ray Sharif
Quelle: Hochschule Bremerhaven

Für Student Ray Sharif ist die Kombination von Medizintechnik und Musik völlig logisch

Knieprothese und Akustikgitarre - zwei Gegenstände wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Doch für Rainer"Ray" Sharif ergänzen sich die Begriffe perfekt. Er studiert Medizintechnik an der Hochschule Bremerhaven und möchte sich auch nach seinem Abschluss mit der Musik als Ingenieur beschäftigen. Seine größte Leidenschaft neben dem Studium ist das Singen und Gitarre spielen. Deshalb hat der 24-Jährige auch bei der diesjährigen Ausgabe der Castingshow Deutschland sucht den Superstar (DSDS) teilgenommen. Zwar ist der Bremerhavener mittlerweile aus dem Wettbewerb ausgeschieden, aber am Samstag, den 30. Mai, tritt er beim Wasserfest an der Hochschule Bremerhaven auf. Im Interview mit Marlena Witte verrät der Student, was für ihn die Musik mit der Medizintechnik verbindet.

Hochschule Bremerhaven: Bei Ihrem ersten Auftritt vor der DSDS-Jury haben Sie gleich für Furore gesorgt: Sie sind im Hochschulpullover aufgetreten und haben Heinos Frau versehentlich als seine Mutter bezeichnet. Hat Ihnen da die Nervosität einen Strich durch die Rechnung gemacht?

Ray Sharif: Ja auf jeden Fall. Aber das mit dem Hochschulpulli war keine Absicht. Den hatte ich einfach an dem Morgen aus dem Kleiderschrank gezogen. Und natürlich wusste ich, dass Hannelore Heinos Frau ist - und nicht seine Mutter. Ich weiß nicht, warum ich das gesagt habe, aber ich war total nervös und habe mich dann auch sofort berichtigt.

Hochschule Bremerhaven: Immerhin ist die Jury so aufmerksam auf Sie geworden und Dieter Bohlen hat sich nach Ihrem Studium erkundigt. Er hat die Medizintechnik ja gleich mit medizinischen Geräten in Verbindung gebracht, oder?

Ray Sharif: Richtig. Er hat dann nachgefragt, was Medizintechnik genau bedeutet. Ich habe ihm dann erklärt, dass wir technische Geräte für Krankenhäuser oder auch Prothesen herstellen. Aber für mich ist Medizintechnik noch viel mehr. Für mich sind die Möglichkeiten da grenzenlos: Es ist ein Ingenieurwesen, um die Lebensqualität zu erhöhen.

Hochschule Bremerhaven: Dann bieten sich Ihnen endlose Möglichkeiten für die Zukunft als Ingenieur. Woran möchten Sie später als Medizintechniker arbeiten?

Ray Sharif: Mit würde es gefallen, im Musikbereich zu arbeiten. Es gibt da viele Zusammenhänge. Beispielsweise könnte man eine Stimmprothese entwickeln oder einen speziellen Stuhl für Gitarristinnen und Gitarristen. So kann ich die Musik mit der Medizintechnik verbinden.

Hochschule Bremerhaven: Das klingt sehr innovativ. Dennoch ist die Musik ja etwas sehr gefühlvolles und das Studium eher technisch. Wie passt das für Sie zusammen?

Ray Sharif: Der soziale Aspekt ist mir wichtig. Ich möchte Menschen helfen, sie berühren. Genau das verbindet für mich die Medizintechnik mit der Musik. Mit der Medizintechnik kann ich das Leben von Menschen verbessern und wenn ich in der Fußgängerzone singe, dann hoffe ich auch, dass ich die Passanten berühren kann.

Hochschule Bremerhaven: Apropos Fußgängerzone: Wann kann man Sie dort antreffen und sind in nächster Zeit noch weitere Auftritte geplant?

Ray Sharif: Wenn ich Lust habe und das Studium es zulässt, gehe ich in die Fußgängerzone und singe dort. Oft bin ich samstags da. Außerdem werde ich beim Wasserfest an der Hochschule Bremerhaven auftreten. Darauf freue ich mich schon sehr, denn so kann ich tolle Schülerprojekte unterstützen. Wer meinen Auftritt sehen und vor allem hören möchte, sollte also am 30. Mai auf den Hochschulcampus kommen.