Professionelle Lehr-/Lerngemeinschaften für ProfessorInnen

Eine Professionelle Lehr-/Lern-Gemeinschaft (PLG) ist eine Gruppe von sechs bis zwölf Hochschullehrerende, die sich dazu verpflichten, für ein Jahr gemeinsam auf ein selbstgesetztes Ziel hinzuarbeiten. Das Ziel soll ihre eigene Lehre betreffen (z. B. Beratung und Coaching von Studierenden, systematische Entwicklung neuer Lehrveranstaltungen oder ganzer Curricula, Arbeitsorganisation, aktivierende Lehrmethoden, Gestaltung von Lehrexperimenten, Evaluation der Lehre).

GUUGLE steht nicht nur für „gut lehren“, sondern auch für „gerne lehren“. Dies drückt unsere Überzeugung aus, dass gute Lehre von Fachkompetenz und bestimmten Lehrmethoden abhängt, aber auch von der Einstellung gegenüber Studierenden, der Lehre und dem Lehrberuf. Darum soll in den Professionellen Lehr-/Lern-Gemeinschaften nicht nur die Auseinandersetzung der Hochschullehrerenden mit methodischen und didaktischen Aspekten der Lehre stattfinden, sondern auch die Beschäftigung mit der eigenen beruflichen Identität, der Auffassung von Professionalität und der Haltung zur Lehre.

Professionelle Lehr-/Lern-Gemeinschaften geben sich selbst einen Arbeitsplan für das Jahr, werden moderiert und greifen bei Bedarf auch auf externe Ressourcen wie Gastreferent_innen oder Literatur zurück. Im Mittelpunkt stehen aber Beiträge der Hochschullehrenden, zu denen sie sich mit der Teilnahme verpflichten. Jede PLG soll ihre Arbeit auf einer Lehr/Lern-Konferenz vorstellen und mit einem schriftlichen Bericht abschließen, der auf der Homepage veröffentlicht wird.

Lernen in Professionelle Lehr-/Lern-Gemeinschaften erfolgt durch den selbstgesteuerten und zielgerichteten Austausch eigener Erfahrungen in der Absicht, ein konkretes, für die Teilnehmenden verwertbares und direkt anschlussfähiges Ergebnis zu erreichen. Die in der Weiterbildung oft übliche Schulsituation, die leicht zu Ablehnung führen kann, wird so vermieden.