Cross-diciplinary joint teaching: International Business and English

Verzahnung von Veranstaltungen (BWL/Wirtschaftsenglisch)

Prof. Dr. Kai Havekost lehrt im Studiengang Cruise Tourism Management und ist mit den Forschungsschwerpunkten Tour Operating, Destination Management, Organizational Behaviour, Brand Management befasst.

Dr. Edmund Voges ist Lehrkraft für besondere Aufgaben für die Fachsprache Englisch und Spanisch.

Prof. Havekost und Dr. Voges vezahnen Veranstaltungen im Rahmen des Studienganges BWL (Wirtschaftsenglisch):

"Das Modul „Wirtschaftssprache Englisch II“ im Studiengang BWL umfasst 4 SWS: 2 SWS Business English III und 2 SWS Basics International Management. Es wird seit WS 2013 von Herrn Prof. Havekost (Basics International Management) und Dr. Edmund Voges (Business English III) unterrichtet. Dabei ist die Gesamtgruppe in den Englisch-Veranstaltungen in drei Kleingruppen unterteilt. Das „innovative“ an der Veranstaltung ist neben der Prüfungsform (mündliche Prüfung in kleinen Gruppen mit beiden Dozenten als Prüfer) die Verzahnung von sprachlichen Fähigkeiten in kleineren Case Studies mit den fachspezifischen Grundlagen des Internationalen Managements (als Vorbereitung für das Modul International Management). Es ist uns also gelungen, in einem Modul Fachinhalte und Fachsprache Englisch nicht nur inhaltlich sondern auch in einer gemeinsamen Prüfungsform zusammenzuführen.

Ursprünglich sind wir davon ausgegangen, dass sich diese Logik – auch aufgrund der engen inhaltlichen Abstimmung – den Studierenden ebenfalls erschließt. Diese Annahme erwies sich leider als falsch. Die „Trennung“ von Fremdsprache und Fachwissen führt dazu, dass die Studierenden die Modulinhalte parallel und nicht synchronisiert aufnehmen und verarbeiten. Tendenziell führt das dazu, dass sich die Studierenden (auch aufgrund der Prüfungsform) auf den sprachlichen und weniger auf den inhaltlichen Teil des Moduls (Basics International Management) konzentrieren. Konkret bedeutet das, dass die Studierenden versuchen, fachspezifische inhaltliche Defizite durch fremdsprachliche Ausdrucksstärke zu kompensieren. Das ist nicht das Ziel des Moduls.           

Didaktisch ergeben sich daraus für uns folgende Konsequenzen: Entweder werden die sprachlichen und inhaltlichen Teile wieder voneinander getrennt (was zu einer maßgeblichen Änderung des Moduls führen würde), oder aber die Veranstaltungen werden noch enger miteinander verzahnt. Wir favorisieren die letztere Option, da ansonsten die unseres Erachtens nach innovative Gesamtkonzeption des Moduls „ad acta“ gelegt werden müsste.  Uns ist vielmehr am modellhaften Charakter dieser Veranstaltung gelegen: Fachdozent und Sprachdozent ziehen hier an einem Strang, stimmen sich inhaltlich aufeinander ab und prüfen am Ende auch gemeinsam die Studierenden. Die Auswahl von Case Studies, die im Unterricht behandelt werden und schließlich als Grundlage für die mündliche Prüfung dienen, scheint uns nach wie vor eine sehr gute Methode zu sein, um sprachliche UND fachliche Kompetenzen zu überprüfen. Schließlich entspricht dies den modernen Ansprüchen an das Prüfen generell: Es geht eben nicht darum, dass die Studierenden Phrasen und Fachbegriffe sowie Definitionen auswendig lernen und diese nach bestandener Klausur wieder vergessen können. Vielmehr geht es um die Schulung von betriebswirtschaftlichen Grundkompetenzen in internationalem Kontext - die Anwendung dieses Wissens führt unseres Erachtens auch zu einer weitaus tieferen Durchdringung der Fachinhalte einerseits und erfüllt die sog. „Can-Do"-Statements gemäß Gemeinsamem Europäischen Referenzrahmen für Sprachen.

Die engere Verzahnung bzw. „Synchronisierung“ der Veranstaltungen wollen wir durch folgende Maßnahmen unterstützen:

  1. Inhaltliche Weiterentwicklung der Case Studies, um deren Anschlussfähigkeit zu fachspezifischen Inhalten noch deutlicher zu machen; es muss mehr Zeit für die sprachliche und inhaltliche Aufbereitung der Case Studies verwendet werden.
  2. Durchführung gemeinsamer Unterrichtseinheiten (Joint teaching).
  3. Entwicklung eines Unterrichtskorpus, der dem hohen inhaltlichen Anspruch beider Veranstaltungen gerecht wird."