Schlaue Füchse im Betrieb

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Prof. Dr.-Ing. Carsten Fichter ist Professor für Windenergietechnik und Energiewirtschaft und lehrt an der Hochschule Bremerhaven im Bachelorstudiengang Maritime Technologien und im Masterstudiengang Windenergietechnik.

Der Praxisbezug während des Studiums kommt für viele Studierende viel zu kurz. Dem gegenüber steht, dass viele Firmen Entwicklungsfragestellungen liegen lassen, da neben dem Tagesgeschäft die Zeit fehlt um diese zu bearbeiten. Ziel der Konzeptidee „Schlaue Füchse im Betrieb“ ist es, die beiden Parteien möglichst früh zusammenzubringen und Synergien zu schaffen.
Die schlauen Füchse (Teilnehmende des Projektes) lernen so frühzeitig Fragestellungen des realen Arbeitslebens kennen. Betriebe hingegen beziehen Unterstützung, welche für Neu- und Fortentwicklungen wichtig sind. Firmen werden im besten Fall Partner für Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der Hochschule Bremerhaven.

Studierende bringen frischen Wind, Know-How, Ideen und Zeit in neue Produkte und Entwicklungsansätze ein. Hierfür erarbeitet eine Gruppe von vier Studierenden nach einer drei- bis fünftägigen Hospitation in einer Firma dessen Wunschfragestellung. 

Im ersten Schritt werden mindestens zehn Betriebe aus den jeweiligen Fachdisziplinen angesprochen. Aus diesen werden drei ausgewählt, welche Interesse und Bedarf an der Bearbeitung einer aktuellen Fragestellung haben, welche über die Aufgaben des täglichen Arbeitsalltags der Firmen hinausgehen sollte. 

Die potentiellen Firmen werden auf der Homepage der Hochschule Bremerhaven veröffentlicht. Studierende dürfen sich dann auf die Teilnahme bewerben. Nach Bewerbungsschluss entscheidet eine Kommission von wissenschaftlichen Mitarbeitenden und Lehrenden über die Gewinnerinnen und Gewinner  der Ausschreibung. Nach der ersten Pilotphase ist geplant die schlauen Füchse des vorherigen Semesters in die Bewerbungskommission mit aufzunehmen. 

Während der Hospitation sowie in der Projektbearbeitung werden die schlauen Füchse von Prof. Fichter begleitet bzw. gecoacht und lernen wie sie ggf. Fachexpertise bei weiteren Lehrenden einholen können. Im Anschluss an die Hospitation erarbeiten sie Lösungen.
Die Ergebnisse werden in einer Abschlusspräsentation und Diskussion den Firmen vorgestellt. Für die besten und gewinnbringendsten Ergebnisse ist geplant Preise auszuloben.

Im ersten Schritt sollen zwei bis drei Gruppen (Pilotphase 1) gebildet werden. In der Pilotphase 2 sollen die Lessons Learned aus Pilotphase 1 integriert und die Gruppenanzahl ggf. erweitertet werden.
Für die Teilnahme werden den Studierenden Creditpoints zugesprochen. Das Lehrmodul wird sowohl für höhersemestrige Bachelor- wie auch Masterstudierende angeboten.

Durch die enge Verzahnung von Lehre und Wirtschaft entsteht eine Win-Win-Situation auf beiden Seiten. 

Es können sich zum einen neue Produktideen ergeben, zukünftige Bachelor- und Masterarbeiten entwickelt werden sowie im besten Fall Einstellungen der Absolventen und Absolventinnen vorbereitet werden. Des Weiteren wird die Sichtbarkeit der Hochschule Bremerhaven als kompetenter und verlässlicher Lehr- und Forschungspartner gestärkt.