Professorinnen-Programm III

Deutsche Hochschulen können sich mit ihren Gleichstellungskonzepten um eine Förderung im Professorinnen-Programm des Bundes und der Länder bewerben. Durch eine Förderung im Programm haben Hochschulen die Möglichkeit, eine Anschubfinanzierung für neuberufene Professorinnen zu erhalten. Die Hochschulen bewerben sich für dieses Programm mit einem Gleichstellungskonzept. Bei positiver Begutachtung können pro Hochschule bis zu drei Professuren für einen Zeitraum von jeweils bis zu fünf Jahren gefördert werden. Die durch die Anschubfinanzierung freiwerdenden Mittel müssen von den Hochschulen für die in den jeweiligen Gleichstellungskonzepten beschriebenen Maßnahmen eingesetzt werden; zudem sind die Hochschulen verpflichtet, weitere Mittel für diese Zwecke aufzuwenden.

Das Professorinnen-Programm wirkt somit auf zwei Ebenen – einerseits schafft es Anreize, Professuren mit Frauen zu besetzen, sodass der Frauenanteil an den Professuren sukzessive gesteigert werden kann, andererseits fördert es die konkrete Gleichstellungsarbeit an den Hochschulen.

Die Hochschule Bremerhaven hat sich bereits 2013 mit ihrem Gleichstellungskonzept erfolgreich um eine Förderung im Professorinnen-Programm II beworben, konnte die Mittel jedoch nicht abrufen, da im Projektzeitraum nur wenige Professuren ausgeschrieben wurden und leider keine Professur mit einer Frau besetzt werden konnte. Auch das Gleichstellungskonzept der Hochschule für die Jahre 2018 – 2023 wurde positiv begutachtet, wodurch im Rahmen des Professorinnen-Programms III für bis zu drei weitere Professuren eine Anschubfinanzierung beantragt werden kann. Für zwei Professuren wurde diese bereits erfolgreich eingeworben, sodass die Projekte Gleichstellungscontrolling und gendergerechte Karriereförderung an der Hochschule umgesetzt werden können. Ein drittes Projekt zum Thema Gender in der Lehre befindet sich aktuell in der Beantragung.

gefördert vom BMBF
DLR Projektträger