Gleichstellungscontrolling

Seit 2020 befindet sich die Maßnahme Gleichstellungscontrolling in der Umsetzung. Verfolgt wird das Ziel, ein auf die Bedarfe der Hochschule zugeschnittenes Gleichstellungscontrolling zu entwickeln und zu implementieren, um die Gleichstellung an der Hochschule Bremerhaven nachhaltig zu fördern. Bei der Konzeption des Controllings werden folgende zwei Funktionen erfüllt:

  • Das Controlling wird im Sinne eines Monitoringinstruments einzusetzen sein, indem es Aufschluss über quantitative Indikatoren gibt. So erfüllt es die Funktion, verlässlich aktuelle Daten zu Geschlechteranteilen in einzelnen Bereichen der Hochschule vorzulegen, auf die Bezug genommen werden kann.
  • Zudem wird mit dem Controlling das Ziel verfolgt, einen langfristigen Effekt auf das Bewusstsein der Hochschulangehörigen zu haben. Hierfür werden Reflexionsräume geschaffen, die Beschäftigten und Studierenden die Möglichkeit bieten, sich mit dem Status Quo und Ursachen für die Geschlechterungleichheiten im wissenschaftlichen Bereich an der Hochschule auseinanderzusetzen. Basis sind unter anderem die erhobenen Monitoringdaten. Langfristiges Ziel ist, sich des subjektiven Geschlechterwissens bewusst zu werden und Praktiken des Doing Gender in ihrem alltäglichen Handeln erkennen und dieses ändern zu können.

Das Gleichstellungscontrolling wird im Rahmen einer Qualifikationsarbeit entwickelt. Um es möglichst genau auf die Bedarfe der Hochschule Bremerhaven ausrichten zu können, werden Erhebungen unter den Angehörigen der Hochschule durchgeführt, die Einstellungen und Wissen zum Thema Gleichstellung abfragen. Auf Basis der Ergebnisse erfolgt die finale Konzeption des Controllings und die Abstimmung mit den relevanten Stakeholder:innen an der Hochschule. Eine zweite Erhebungsphase ist nach der Implementation des Konzeptes geplant, um zu überprüfen, inwiefern die mit dem Gleichstellungscontrolling verbundenen Erwartungen perspektivisch erfüllt werden können.

gefördert vom BMBF
DLR Projektträger