Koggethon 2017

Koggethon - Eindrücke einer langen Nacht der Informatik im Deutschen Schiffahrtsmuseum

Koggethon - Die Nacht der Informatik mit der Weltberühmten Kogge im Deutschen Schiffahrtsmuseum
Quelle: Hannah Bahrmann

Am 24. Juni 2017, ab 18 Uhr veranstaltete das Deutsche Schiffahrtsmuseum und die Hochschule Bremerhaven unter dem Motto Koggethon einen ersten Hackathon. Eine ganze Nacht dreht sich alles um Kogge und Computer, bis sich am Morgen die Kogge im Computer drehte.

Rund 30 Schülerinnen, Schüler und Studierende widmeten sich eine Nacht lang dem Modellieren, Digitalisieren und Programmieren rund um die Kogge. Begleitet wurden sie von Informatik-Professorinnen und -Professoren der Hochschule Bremerhaven sowie von Expertinnen und Experten des Deutschen Schiffahrtsmuseums. Die Idee zu dieser "Koggethon" genannten langen Nacht der Informatik, die von Samstag Abend bis Sonntag früh im Deutschen Schiffahrtsmuseum (DSM) stattfand, ist aus der langjährigen Kooperation zwischen der Hochschule Bremerhaven und dem Deutschen Schiffahrtsmuseum entstanden.

Das Schiffahrtsmuseum verspricht sich von dieser Veranstaltung neue kreative Ideen zur Verwertung seiner Daten. Den Informatik-Professorinnen und -Professoren ist es wichtig zu zeigen, dass Informatik mehr ist als isoliertes Programmieren im stillen Kämmerchen: Arbeiten in Teams und kleinen Projekten, kreatives Entwerfen von Ideen, Modelle bauen und erkunden, wie diese sich digitalisieren und programmieren lassen, sind typische Herangehensweisen der Informatik. Gerade auch interessierte Schülerinnen und Schüler konnten das beim Koggethon - unterstützt von erfahreneren Informatik-Studierenden - ausprobieren. Das Thema Kogge und der Kontext des Schiffahrtsmuseums machen zudem deutlich, dass Ergebnisse der Informatik auch für kulturelle Zwecke nutzbringend eingesetzt werden können. Technik- und Kulturwissenschaften rücken hier auf ganz praktische Weise näher zusammen.

Die Ergebnisse der Veranstaltung haben die Erwartungen übertroffen. Nach einer arbeitsintensiven Nacht präsentierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer stolz selbst programmierte 3D-Minispiele, die per Handy im Browser gespielt werden können, ein 3D-Modell der Kogge, das sich auf dem Multitouchtisch drehen lässt, ein 3D-Schiffmodell, das durch ein virtuelles Wasserbecken gesteuert werden kann, sowie als Höhepunkt ein mit einem Minicomputer und Sensoren ausgestattetes Boot, das im Wasserbecken des Schiffahrtsmuseums per Handy und W-LAN ferngesteuert wird, wobei die Bilder der Bootskamera live auf einem PC verfolgt werden können. Schließlich wurde das benutzte 3D-Schiffsmodell über einen 3D-Drucker ausgedruckt.

Wegen des großen Anklangs wird für kommendes Jahr bereits das nächste Koggethon angedacht.