Aufbau und Zielsetzung

Aufbau des Studienganges

Das Masterstudium Biotechnologie ist durch einen hohen Anteil an Praktika gekennzeichnet. Ziel des Studiengangs ist es, Biotechnologinnen und Biotechnologen mit einem umfassenden Überblick über ihr Fachgebiet auszubilden. Besonders in der Industrie (im Bereich der Wirkstoffproduktion und Qualitätssicherung in der Lebensmittelindustrie) und in der Forschung und Entwicklung nimmt der Bedarf an Fachkräften weiter zu, so dass sich derzeit sehr gute Berufschancen ergeben.
Der Studiengang beinhaltet:

  • Drei Semester Vollzeitstudium mit hohem Praxisbezug
  • Abschluss mit Master of Science (M.Sc.)
  • Unterrichtssprache Deutsch (80%) und Englisch (20%)
  • Nachweis eines ersten berufsqualifizierten Abschlusses (Diplom oder Bachelor) ist notwendig
  • Praktische Projektarbeit in der Industrie oder Forschung wird geboten 

Intension des Studiengangs

Der Aufbau des Studienganges dient dem Erlernen und Erfahren von eigenen Problemlösungskompetenzen, die durch kommunikative Kompetenzen erreicht werden. Dazu werden die Studierenden aufgefordert ab dem zweiten Semester eigene Ausarbeitungen zu verfassen, die die Lösung einer gestellten Problemstellung beinhaltet. Diese Lösungen werden dann in Kleingruppen in Form eines freien Vortrages präsentiert. Hierbei wird großen Wert auf eine wissenschaftliche Kommunikation gelegt, also der Fähigkeit, eigene Ergebnisse wissenschaftlich korrekt und verständlich zu kommunizieren.

 

Die Intensionen des Studienganges BioT lassen sich wie folgt zusammenfassen:

 

  • Molekularbiologische Ausrichtung
  • Anwendungsorientierte molekularbiologische Anwendungen
  • Bioanalytische und maritime Schwerpunkte
  • Hoher Praxisanteil und dadurch Erlangen von methodischer Sicherheit
  • Vertiefung von Schlüsselkompetenzen, wie Problemlösung und interdisziplinäre Anwendung

Zielsetzung

Durch das Masterstudium haben die Absolventinnen und Absolventen das selbständige und verantwortungsbewusste Arbeiten im Umfeld der Biotechnologie erlernt.

 

Dies wird erreicht, indem neben molekularbiologischen Grundlagen auch Grundlagen der Bioinformatik, Vermittlung von Softskills sowie gesellschaftspolitische Aspekte explizit in das Studienangebot integriert sind. Ferner werden die Studierenden frühzeitig mit den Arbeitsprinzipien der Industrie bekannt gemacht, in dem sie bereits als studentische Hilfskräfte Arbeitspraxis sammeln können. Der Studiengang wurde initial eingerichtet, da auf den Feldern der Analytik zunehmend molekulare Aspekte in den Vordergrund treten, die durch das klassische Studium der Biologie nicht ausreichend berücksichtigt werden. Sowohl im Bereich der natur- und ingenieurwissenschaftlichen Forschung als auch in der Wirtschaft besteht ein hoher Bedarf an inter- und transdisziplinär ausgebildeten Fachkräften, die gleichermaßen über Kenntnisse und Fähigkeiten in der  Molekularbiologie und in der Analytik verfügen. Um diesem Bedarf nachzukommen und den Studierenden eine zukunftsträchtige Ausbildung anzubieten, entwickelt die Hochschule Bremerhaven den stärker anwendungsorientierten Masterstudiengang Biotechnologie (Bezeichnung bislang „Bioanalytik“) mit den Schwerpunkten „Bio- Analytik“ und „Marine Bio-Ressourcen“, wobei der letztgenannte Schwerpunkt neu hinzukommt. Während beim Schwerpunkt „Bio-Analytik“ die Entwicklung, Optimierung und Standardisierung von molekularbiologischen Diagnostik-Verfahren vermittelt werden, beschäftigt sich der Schwerpunkt „Marine Bio-Ressourcen“ mit der Vermittlung eines vertieften interdisziplinären Verständnisses für das Ökosystem Meer und dessen wirtschaftlich nutzbare Ressourcen.

 

Durch die Kooperation und thematisch enge Verzahnung mit dem Bremerhavener Institut für Angewandte Molekularbiologie (BIAMOL) und dem Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) wird der Studierende systematisch in die Projektarbeit von Forschungsthemen eingeführt und ausgebildet. Diese so gewonnene Expertise und Problemlösekompetenz ist Voraussetzung im beruflichen Einsatz als Projektleiter in einer Forschungsabteilung eines industriellen Unternehmens oder einer Forschungsanstalt.