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Bachelorarbeit

Ansiedlungspotential von Miesmuschellarven (Mytilus edulis) an verschiedenen Substraten freihängender Brutkollektoren

 

Durch die Ausbringung von Muschelkollektoren in das Offshore-Gebiet Nordergründe sollte untersucht werden, welcher Muschelkollektor über ein hohes Ansiedlungspotential für Jungmuscheln verfügt und inwieweit die getesteten Materialien den rauen Bedingungen der offenen Nordsee standhalten können. Weiter sollte erforscht werden, ob das Gebiet, in dem ein Offshore-Windpark geplant ist, sich für eine Sekundärnutzung durch Aquakultur eignet. Hierbei musste beurteilt werden, ob das Gebiet über eine ausreichende Muschelarvenkonzentration in der Wassersäule verfügt, um eine spätere kostspielige, großflächige Ausbringung von Brutkollektoren zu rechtfertigen. Um eine Vergleichbarkeit zu erhalten, wurden identische Materialien über denselben Versuchszeitraum bei dem Inshore-Standort des Jadebusens ausgebracht.
Es zeigte sich, dass von den fünf getesteten Materialien in beiden Gebieten der bereits kommerziell eingesetzte Christmas-Tree-Kollektor die höchste
Besiedlungsdichte mit Miesmuscheln aufwies. Der Muschelkollektor verfügt über eine sehr große feinfaserige Oberfläche aus Polypropylen. Aufgrund des Vergleiches anderer Oberflächenstrukturen von Kollektormaterialien hat sich gezeigt, dass eine feinfaserige Oberfläche von den Jungmuscheln bevorzug besiedelt wird. Erklären lässt sich dieses Ergebnis möglicherweise durch die Lebensweise der Miesmuschel, welche sich mit Hilfe von Byssusfäden an geeignete Substrate anhaftet um sich in starker Strömung halten zu können. Andere ausgebrachte Kollektormaterialien wurden weniger stark besiedelt und eigneten sich aufgrund untauglicher Materialeigenschaften nicht für eine dauerhafte Ausbringung.

Absolvent/Absolventin

Thomas Manefeld

Gutachter

Prof. Dr. Oliver Zielinski

Erstellt

2006