02.03.2026
BreGoS² – Nachhaltigkeitsverbund der Bremischen Hochschulen geht in die nächste Runde
Bremerhavener Teilprojekt erforscht den nachhaltigen Laborbetrieb
In der zweiten Förderphase soll unter dem Titel BreGoS² aus einem zeitlich befristeten Forschungsprojekt Schritt für Schritt eine tragfähige Struktur für mehr Nachhaltigkeit im Hochschulalltag werden. Beteiligt sind die Hochschule Bremen, die Hochschule Bremerhaven und die Universität Bremen. Gemeinsam vertiefen sie ihre Zusammenarbeit, um Lösungen zu entwickeln, die den Hochschulbetrieb langfristig nachhaltiger machen und zugleich Vorbild für andere Einrichtungen sein können.
In der ersten Projektphase haben die beteiligten Hochschulen gezeigt, dass schon vergleichsweise einfache Maßnahmen Wirkung entfalten können – von biodiversitätsfreundlich gestalteten Campusflächen über neue Sitz- und Aufenthaltsangebote bis hin zur Visualisierung von Energieverbräuchen in Gebäuden. In Reallaboren erprobten Studierende gemeinsam mit Lehrenden und Beschäftigten, wie sich der eigene Campus als Experimentierfeld für nachhaltige Entwicklung nutzen lässt.
In themenspezifischen Vernetzungsformaten entwickeln Studierende, Lehrende und Mitarbeitende in Verwaltung und Technik Lösungen
In der nun folgenden Phase beschäftigt sich BreGoS² damit, wie diese Ansätze in dauerhafte Strukturen überführt werden können, und konzentriert sich dabei auf die Schwerpunkte „Biodiversität und Aufenthaltsqualität im Außenraum“ sowie „Nachhaltiger Laborbetrieb“. Letzterem Thema widmen sich die Forschenden der Hochschule Bremerhaven: Das Ziel ist es, die Arbeit in Laboren nachhaltiger zu gestalten. Dabei geht es darum, den Betrieb energieeffizienter zu gestalten und Materialien wirkungsvoller zu nutzen beziehungsweise wiederzuverwerten und Abfälle zu minimieren. Dafür kommen Angehörige aller Statusgruppen, also Studierende, Forschende und Mitarbeitende in Verwaltung und Technik, in themenspezifischen Vernetzungsformaten („Hubs“) zusammen. Dort tauschen sie Erfahrungen aus, berichten von Hemmnissen und entwickeln konkrete Maßnahmen, etwa zur energieeffizienten Steuerung der Laborlüftung oder zur Gestaltung grüner, biodiversitätsfördernder Außenräume trotz baulicher Verdichtung. Ziel ist es, diese Hubs dauerhaft zu funktionierenden Kompetenznetzwerken auszubauen, sodass sie auch nach Projektende weiterarbeiten können.
Verbindung von Forschung, Praxis und Lehre
Wie schon in der ersten Phase, spielt die Verbindung von Forschung, Praxis und Lehre eine zentrale Rolle: Studierende arbeiten in interdisziplinären Teams an Lösungen für ihren Campus und entwickeln gemeinsam mit Expert:innen aus Technik, Verwaltung und Wissenschaft umsetzbare Konzepte. Die Ergebnisse fließen in Lehrangebote ein und werden auf dem Campus sichtbar gemacht – so wird Nachhaltigkeit im Studien- und Arbeitsalltag konkret erfahrbar.
BreGoS² denkt den Campus zugleich über seine Grenzen hinaus: Auch die Stadtgesellschaft und die Quartiere sollen von den Projektansätzen und -ergebnissen profitieren, damit Hochschulen ihre Rolle als Motoren einer nachhaltigen Entwicklung in Bremen weiter ausbauen. So wird aus „Bremen Goes Sustainable“ mit BreGoS² ein langfristiger Rahmen, in dem die Bremischen Hochschulen ihre Verantwortung für Klimaschutz, Ressourcenschonung und lebenswerte Stadträume gemeinsam wahrnehmen.
Dies ist eine gemeinsame Pressemitteilung der Universität Bremen, der Hochschule Bremerhaven und der Hochschule Bremen. Autorin: Iris Sorge-Röder, ergänzt von Isabelle Epplé