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DERo2

Digitales Entscheidungstool zur Auswahl alternativer Antriebe für RoRo-Zugmaschinen

Das Projekt DERo2 untersucht die Parameter und Variablen in Entscheidungsprozessen zur Auswahl nachhaltig angelegter Antriebsformen. Das Ziel liegt in der Abbildung der hierbei identifizierten Erkenntnisse in einem IT-Tool. Exemplarischer Betrachtungsgegenstand sind RoRo-Zugmaschinen.

Projektförderung

  • Mittelgeber

    Förderung der angewandten Umweltforschung / AUF aus Mitteln des EFRE und des Landes Bremen
  • Förderkennzeichen

    989/AUF-FUE-20-1/2024-ZB
  • Fördersumme

    365.639 €
  • Laufzeit

    01.09.2025 - 31.08.2027

Fakten  

   

Ziel und Hintergrund

RoRo-Zugmaschinen werden für den Transport von schweren Lasten in Seehäfen und in der Industrie (z.B. Stahlwerke) eingesetzt. In einer NOW-Studie zum Einsatz alternativer Antriebe für Hafenumschlaggeräte wurde für die deutschen Seehäfen für das Jahr 2021 eine THG-Emission in Höhe von 155.000 Tonnen ermittelt. Für das Jahr 2040 wurde ein Anstieg auf mehr als 195.000 Tonnen prognostiziert. Auf den Einsatz von Staplern und Terminal-Zugmaschinen entfällt ein Emissions-Anteil von 19 %. Zur anzustrebenden Klimaneutralität der bremischen Häfen bis zum Jahr 2035 stellen alternative Antriebstechnologien ein zentrales Schlüsselelement zur Erreichung dieses Zieles dar. In DERo2 kooperiert das Smart Mobility Institute der Hochschule Bremerhaven mit den Unternehmen MAFI Transportsysteme und den Atlantik Hafenbetrieben.

Als Hauptergebnis wird im Projekt ein digitales Entscheidungstool erarbeitet, welches u. a. die Eingabe verschiedener Einsatzparameter erlaubt und auf Basis der in diesem Projekt gewonnenen Erkenntnisse passgenaue Fahrzeuglösungen mit alternativen Antrieben ausgibt, so wie es bspw. heute schon im Einsatzbereich Müllsammelfahrzeuge Praxis ist. So muss das Tool in der Lage sein, die vom Nutzer eingegebene Parameter, wie z. B. den typischen Einsatzbedingungen einer RoRo-Zugmaschine mit den zu transportierenden Lasten, der erforderlichen Zugkraft, der erforderlichen durchgängigen Einsatzzeit etc., mithilfe einer Entscheidungslogik zu verarbeiten. Das Entscheidungstool soll dabei so konzipiert sein, dass es auch für Fahrzeuglösungen unabhängig von der spezifischen Hafenumgebung, und somit überregional, eingesetzt werden kann.

Das Projekt untersucht und vergleicht vier grundsätzliche Varianten alternativer Antriebssysteme:

1) Batterieelektrischer Antrieb

2) Wasserstoffbasierter Antrieb (Brennstoffzelle; Verbrennungsmotor)

3) Methanolbasierter Antrieb (Möglicher Treibstoff der Zukunft für die Schifffahrt)

4) Hybridlösungen

Wesentlicher Parameter ist zunächst die für den jeweiligen Einsatzzweck geforderte Leistung des Systems. Eine wesentliche Determinante für die mögliche Dimensionierung ist hierbei der vorhandene Bauraum dieselbetriebener RoRo-Zugmaschinen. Da häufig auf engem Raum rangiert werden muss, sind die Dimensionen der Zugmaschine limitiert. Weiterhin spielen insbesondere die jeweiligen Infrastrukturanforderungen für die Ladung oder Betankung der alternativen Systeme eine Rolle.

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