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Prof. Dr. Felicitas Berger

  • Pronomen: Frau
  • Funktionen: Professorin für Biochemie
  • Aufgaben: • Professorin für Biochemie im Studiengang Physician Assistant • Vorsitzende des Prüfungsausschuss Physician Assistant, • Laborleiterin des Labors Biowissenschaften und Zellkulturtechnik (BIZ), Leiterin des • Forschungsclusters Life Sciences
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SerAZel

Das Ziel von SeraAZel ist die Extraktion von Molekülen aus roten Mikroalgen für eine serumfreie Zellkultur. Die gewonnenen Algenfraktionen werden für Säugetierzellkulturen evaluiert, die bioaktiven Fraktionen weiter charakterisiert und identifiziert, was zur Formulierung eines serumfreien Zellkulturmediums führen wird.

Kälberserum unabhängige kontinuierliche Zelllinien aus marinen Lebewesen

ZellMar

Für die nachhaltige Nutzung mariner Ressourcen werden innovative biotechnologische Ansätze gesucht, um eine Überfischung einerseits und den Einsatz von Versuchstieren andererseits zu reduzieren. Ein vielversprechender Ansatz ist die Etablierung kontinuierlicher, teilungs- und differenzierungsfähiger Zelllinien aus marinen Lebewesen. Solche Zelllinien werden bislang überwiegend in industriellen Kontexten entwickelt und kaum öffentlich zugänglich gemacht. Daher besteht ein erheblicher Bedarf an frei verfügbaren marinen Zelllinien für Forschung und Entwicklung. Ziel des vorliegenden Projekts ist die Herstellung kommerziell verfügbarer, kontinuierlicher Muskel-Zelllinien aus verschiedenen marinen Organismen, darunter Speisefische, Krabben und Garnelen. Die Ausgangsorganismen stammen aus der Aquakultur des Alfred-Wegener-Instituts und können in unterschiedlichen Entwicklungsstadien bereitgestellt werden. Ein besonderer Fokus liegt auf der Etablierung vollständig tierfreier Kultivierungsbedingungen: Von Beginn an sollen serumfreie Medien eingesetzt werden, die auf pflanzlichen Serumersatzstoffen basieren und derzeit an der Hochschule Bremerhaven entwickelt werden. Die so generierten Zelllinien sind potentiell unbegrenzt vermehrbar und ermöglichen eine breite Anwendung in der Grundlagenforschung, insbesondere zur Muskeldifferenzierung mariner Organismen, zur Entwicklung energieeffizienter Kultivierungsverfahren sowie zur Testung toxikologischer und pathogener Einflüsse ohne den Einsatz lebender Tiere. Darüber hinaus stellen sie eine wichtige Ressource für angewandte biotechnologische Anwendungen dar, einschließlich der langfristigen Perspektive alternativer proteinbasierter Produktionssysteme.

Forschungsschwerpunkte

•    Etablierung des Neurodegeneration fördernden Proteins SARM-1 als Biomarker für die Früherkennung periphere Polyneuropathien bei geriatrischen PatientInnen

Ziel des Projektes ist eine Evaluation von SARM1 als Biomarker zur labormedizinischen Früherkennung von Polyneuropathien. Das Projekt wird in Kooperation mit Prof. Dr. Hummel (HS Bremerhaven) geplant.

•    Produktion von Fischzellen für die Lebensmittelindustrie, ZellMar

Ziel ist die Generierung stabiler Zelllinien aus Myoblasten mariner Lebewesen für nachhaltig und frei von Tierleid hergestellte Produkte der Lebensmittelindustrie. Das Projekt wird in Kooperation mit Prof. Dr. Gärdes (AWI) durchgeführt.

•    Produktion von pflanzlichen Seren-Substituten für die Zellkultur, SerAZell

Ziel des Projektes ist die Herstellung von pflanzenbasierten Additiven als Ersatz tierischer Seren in der Zellkultur. Das Projekt wird in Kooperation mit Prof. Dr. Lang (HS Bremerhaven) durchgeführt.

•    Einfluss des Totalherbizids Glyphosat auf die Zelldifferenzierung und metabolische Netzwerke    

Ziel des Projektes ist es, den Einfluss von Glyphosat auf glykolytische Enzyme sowie die Differenzierung von C2C12-Zellen zu analysieren.

Frühere Forschungsschwerpunkte:

•    NAD(P) metabolisierende Enzyme und deren Einfluss auf die Zelldifferenzierung

In DFG-, BBSRC und durch die Charité geförderten Projekten wurde die Reinigung, Charakterisierung  und Sequenzierung zentraler NAD(P) metabolisierender Enzyme durchgeführt. Gezeigt wurde ein nukleären NAD-Stoffwechsel, der zur DNA-Reparatur beiträgt und anticarcinogen wirkt, Regenerationsprozesse in verletzten Axonen unterstützt und Alterungsprozesse verlangsamt.

CV

•    Studium der Chemie und Biochemie an der
        FU Berlin
•    Promotion und erste Postdoc-Phase an der
        FU Berlin
•    Zweite Postdoc-Phase an der Charité, Berlin
•    Postdoc-Stipendium, University of Oxford
•    Rahel-Hirsch-Habilitationsstipendium,
        Charité, Berlin
•    Junior-Professur, TU, Kaiserslautern
•    Lehrerin-Tätigkeit
•    Professur HS Bremerhaven