Dr. Johanna Hartmann
T +49 471 4823 359
M jhartmann(at)hs-bremerhaven.de
M gleichstellung(at)hs-bremerhaven.de
Sprechzeit: nach Vereinbarung
Zentrum für Frauen* und Gleichstellung
Das Zentrum für Frauen* und Gleichstellung unterstützt die Hochschule bei der Umsetzung ihres gesetzlichen Auftrags zur Gleichberechtigung der Geschlechter und strukturellen Frauenförderung sowie in ihrem Bestreben, eine gendersensible und diskriminierungskritische Hochschulkultur zu schaffen. Der Fokus unserer Arbeit liegt auf Antidiskriminierung, Empowerment und der Förderung von Genderkompetenz.
Wir sind für Mitarbeitende und Studierende gleichermaßen da. Neben vielen weiteren Aufgabenfeldern leisten wir vertrauliche Beratung für alle Hochschulangehörigen in Fällen von geschlechtsbezogener Diskriminierung sowie sexualisierter Belästigung und Gewalt.
Unser Verständnis von Geschlecht ist...
... vielfältig:
Es ist uns ein Anliegen, Geschlecht jenseits von binären Einteilungen zu denken. Geschlecht ist vielfältig und Geschlechtervielfalt ist Realität an der Hochschule. Wir unterstützen die Hochschule darin, Geschlechtervielfalt bei der Entwicklung ihrer Gleichstellungsziele und -maßnahmen zu berücksichtigen, um allen Hochschulangehörigen, insbesondere auch trans*, inter*, nicht-binären und agender Personen einen möglichst diskriminierungsfreien Studien- und Arbeitsalltag zu ermöglichen.
.... und intersektional:
Wir sehen Geschlecht und Gleichstellungsanliegen im Zusammenhang mit weiteren gesellschaftlichen Diversitätsfaktoren und Formen von Diskriminierung, wie etwa Rassismus, soziale Herkunft oder Behinderung. Intersektionale Gleichstellungsarbeit bedeutet, ein Bewusstsein für das Zusammenwirken verschiedener Diskriminierungsdimensionen zu entwickeln und darauf zu achten, welche Bedarfe durch die Wechselbeziehungen mehrerer sozialer Ungleichheiten entstehen können.
Ansprechpersonen
Im Team des Zentrums für Frauen* und Gleichstellung arbeiten Gleichstellungsakteur*innen aus Wissenschaft und Verwaltung/Technik zusammen, um die Gleichstellungsziele beider Bereiche koordiniert verfolgen zu können.
Zentrale Frauenbeauftragte BremHG (für beide Fachbereiche)
Prof. Imke Lang
Prof. Hannah von Grönheim
Dezentrale Frauenbeauftragte BremHG FB1 (für Fachbereich 1)
Prof. Frederike Reimold
Dezentrale Frauenbeauftragte BremHG FB2 (für Fachbereich 2)
Prof. Barbara Kleine-Kalmer
Alle Frauenbeauftragten für den wissenschaftlichen Bereich sind über folgende Emailadresse zu erreichen:
M frauenbeauftragte.bremhg(at)hs-bremerhaven.de
Sprechzeiten: nach Vereinbarung
Frauenbeauftragte LGG
Susanne Lehmann
Die Frauen- und Gleichstellungsbeauftrage LGG ist über folgende Emailadresse zu erreichen:
M frauenbeauftragte.lgg(at)hs-bremerhaven.de
Sprechzeit: nach Vereinbarung
Projekt Gender in der Lehre:
Gabriele Lump
Allgemeine Erreichbarkeit:
Das Zentrum für Frauen* und Gleichstellung befindet sich in Haus B, Bussestraße 24, 3. Etage.
Allgemeine Gleichstellungsanliegen bitte an:
gleichstellung(at)hs-bremerhaven.de
Beratungsanliegen bitte an:
frauenbeauftragte.bremhg(at)hs-bremerhaven.de (wiss. Beschäftigte und Studierende)
frauenbeauftragte.lgg(at)hs-bremerhaven.de (Beschäftigte in Verwaltung/Technik)
Themen und Handlungsfelder
Hier sind wir aktiv:
Das Zentrum für Frauen* und Gleichstellung und die Zentrale Kommission für Frauenfragen unterstützen die Hochschule bei der Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen zum Abbau von geschlechtsbezogenen Diskriminierungen. Gleichstellung betrachten wir als Teil der Hochschulentwicklung. Wir unterstützen und begleiten Veränderungsprozesse mit Fokus auf geschlechtergerechte Hochschulstrukturen und eine genderkompetente und diskriminierungssensible Hochschulkultur.
Das Rektorat der Hochschule Bremerhaven wirkt auf die Umsetzung der tatsächlichen Gleichstellung der Geschlechter hin. Das Team des Zentrums für Frauen* und Gleichstellung berät und unterstützt das Rektorat durch Expertise und Erfahrungen. Die Frauenbeauftragten BremHG sind nach dem Bremischen Hochschulgesetz an den Entscheidungen des Rektorats beratend zu beteiligen, insbesondere bei der Hochschulstrukturplanung, bei Digitalisierungsprozessen, bei Neu-, Um- und Erweiterungsbauten, bei Neuorganisations- und Strukturierungsprozessen, bei Mittelvergaben, bei Berufungs- und Personalentscheidungen im Bereich des wissenschaftlichen Personals sowie bei der Entwicklung, Umsetzung und Evaluierung der Gleichstellungsrichtlinien und -konzepte der Hochschulen.
Mit der Expertise des Zentrums für Frauen* und Gleichstellung werden die Gleichstellungskonzepte sowie die Frauen*förder- und Gleichstellungspläne der Hochschule entwickelt. Darin werden die programmatische Ausrichtung und Weiterentwicklung der Gleichstellungsarbeit formuliert und entsprechende Ziele, Maßnahmen und Verantwortlichkeiten bezüglich Frauen*förderung und Geschlechtergleichstellung an der Hochschule Bremerhaven festgelegt.
Das aktuelle Gleichstellungskonzept der Hochschule Bremerhaven (2023–2028) für den Bereich Wissenschaft ist hier zu finden.
Mit ihrem Gleichstellungskonzept 2023-2028 war die Hochschule Bremerhaven erneut nicht nur im Professorinnenprogramm, dem zentralen Förderinstrument von Bund und Ländern für Gleichstellung an Hochschulen erfolgreich, sondern wurde darin auch vom BMFTR zusätzlich mit dem Prädikat „Gleichstellungsstarke Hochschule“ ausgezeichnet.
Der Frauen*förder- und Gleichstellungsplan der Hochschule Bremerhaven (für den Bereich Verwaltung und Technik) befindet sich derzeit in Erarbeitung.
Das Team des Zentrums für Frauen* und Gleichstellung erarbeitet Maßnahmen zur Förderung einer diskriminierungssensiblen und genderkompetenten Hochschulkultur und unterstützt ihre Umsetzung. Dazu gehören z.B. die Toolbox im Projekt „Gender in der Lehre“, Materialien und Angebote für den Hochschulalltag, Veranstaltungen für Mitarbeitende und Studierende und die Einrichtung des Feministischen Lese- und Ruheraums an der Hochschule.
Die Hochschule Bremerhaven ist sich bewusst, dass die hierarchischen Machtverhältnisse in wissenschaftsbezogenen Arbeitskontexten geschlechtsbezogene Benachteiligung und Diskriminierung sowie sexualisierte Belästigung und Gewalt begünstigen können. Sie ist sich darüber hinaus bewusst, dass für Studierende und Promovierende sowie für Nachwuchswissenschaftler:innen aufgrund von Betreuungs- und anderen Abhängigkeitsverhältnissen besondere Verwundbarkeiten diesbezüglich bestehen.
Die Hochschule Bremerhaven tritt Sexismus, Frauen*feindlichkeit, Homophobie und Transfeindlichkeit entschieden entgegen und macht es sich zur Aufgabe, sowohl ihre Strukturen als auch ihre Hochschulkultur dahingehend zu verbessern, Diskriminierungen generell und geschlechtsbezogene Benachteiligungen und Diskriminierungen sowie sexualisierte Belästigung und Gewalt im Speziellen zu enttabuisieren und aktiv zu bekämpfen. Die Hochschule Bremerhaven regelt das Verbot von Diskriminierung sowie die Rechte, Pflichten und Verantwortlichkeiten hinsichtlich des Schutzes vor und des Umgangs mit Diskriminierung an der Hochschule in einer entsprechenden Satzung.
Vertrauliche, kostenlose und auf Wunsch anonyme Erst- und Verweisberatung bei Fällen von geschlechtsbezogener Diskriminierung sowie bei sexualisierter Belästigung und Gewalt bieten für alle Hochschulangehörigen (Studierende und Mitarbeitende) die Frauenbeauftragten BremHG sowie die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten LGG.
Hier finden sich alle Ansprechpersonen für Beratung bei sexualisierter und anderer Diskriminierung, Belästigung und Gewalt.
Die Vielfältigkeit von Geschlecht erfährt an der Hochschule Bremerhaven Anerkennung und Schutz vor Diskriminierung. Die Hochschule Bremerhaven ist sich bewusst, dass geschlechtsbezogene Benachteiligungen nicht nur cis Frauen, sondern auch trans*, inter*, nicht-binäre und agender Personen treffen können. In der Weiterentwicklung ihrer Gleichstellungsarbeit bemüht sich die Hochschule Bremerhaven daher um den Abbau von Benachteiligungen explizit auch dieser Personengruppen. Dabei orientiert sie sich an den entsprechenden Handlungsempfehlungen der bukof (Bundeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten e.V.) sowie an weiteren Expertisen zu diesem Thema von Interessen- und Betroffenenverbänden sowie Antidiskriminierungsstellen.
Eine Maßnahme ist die Einrichtung von Toiletten für alle Geschlechter sowie die kostenlose Bereitstellung von Menstruationsprodukten auf diesen Toiletten.
Queertreff
Für alle Studierenden der Hochschule Bremerhaven, die sich als lesbisch, schwul, bisexuell, trans* oder anderweitig queer identifizieren, gibt es den Queertreff mit Stammtisch, Filmabenden, Diskussionsrunden, gemeinsamen Ausflügen und vielem mehr.
Kontakt: Lily (sie/ihr) und Laura (alle Pronomen)
Instagram: @queere_studierende_bhv
E-Mail: lgbtq(at)hs-bremerhaven.de
Die Frauenbeauftragten BremHG sowie die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten LGG sind an Auswahl- bzw. Berufungsverfahren beratend beteiligt. Zur Unterstützung und Sicherung diskriminierungsarmer Verfahren und einer gleichstellungsorientierten Personalgewinnung bei Professuren wurden zudem im Rahmen in der Bremer Gender Offensive Hochschulen Qualitätsstandards für geschlechtergerechte Berufungsverfahren entwickelt, die an den landesbremischen Hochschulen implementiert werden. Des Weiteren werden für die Hochschule Bremerhaven Schulungen für Berufungs- und Auswahlkommissionen zu diesem Thema erarbeitet.
Die Frauenbeauftragten BremHG übernehmen vielfältige Gremientätigkeiten. Sie haben das Recht, an allen Sitzungen des Akademischen Senats, der Fachbereichsräte sowie aller Kommissionen und Ausschüsse, auch an den nichtöffentlichen Teilen von Sitzungen, mit beratender Stimme teilzunehmen und Anträge zu stellen. Sie formulieren bei Bedarf Stellungnahmen und Vorschläge zur Hochschulpolitik und berichten dem Akademischen Senat über die Gleichstellungsarbeit der Hochschule.
Die Mitarbeitenden des Zentrums für Frauen* und Gleichstellung arbeiten in gutem Austausch mit verschiedenen Initiativen und Institutionen auf Landes- und Bundesebene.
Wir sind Mitglied:
- in der lakof Landeskonferenz der Gleichstellungsakteur*innen der landesbremischen Hochschulen
- in der Bremer Gender Offensive Hochschulen, einer Zusammenarbeit der Senatorischen Behörde für Wissenschaft, der Zentrale der Landesfrauenbeauftragten ZGF sowie den landesbremischen Hochschulen
- in der bukof Bundeskonferenz der Gleichstellungsakteur*innen an Hochschulen, insb. in der Kommission Queere Hochschulpolitik sowie in der Kommission Gleichstellung an Hochschulen für angewandte Wissenschaften und Fachhochschulen
- im bundesweiten Netzwerk Antidiskriminierung an Hochschulen
Beratung
Wir beraten alle Hochschulangehörigen bei geschlechtsbezogener Diskriminierung sowie bei sexualisierter Belästigung und Gewalt. Wir beraten vertraulich, kostenlos und auf Wunsch anonym.
Ansprechpersonen
Zentrale Frauenbeauftragte
Derzeit im Amt: Prof. Dr. Imke Lang und Prof. Dr. Hannah von Grönheim
M frauenbeauftragtebremh(at)hs-bremerhaven.de
Dezentrale Frauenbeauftragte in den Fachbereichen
Derzeit im Amt: Prof. Dr. Frederike Reimold für FB 1 und Prof. Dr. Barbara Kleine-Kalmer für FB 2
M frauenbeauftragtebremh(at)hs-bremerhaven.de
Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte nach LGG
Derzeit im Amt: Susanne Lehmann
M frauenbeauftragte.lgg(at)hs-bremerhaven.de
Studierende können sich zu weiteren Diskriminierungsthemen ebenfalls kostenlos und vertraulich beraten lassen bei folgenden Stellen:
Beauftragte für inklusives Studieren
Claudia Krieten
T +49 471 4823 557
M ckrieten(at)hs-bremerhaven.de
Sprechzeit vor Ort: Mi 9:00 – 12:00 Uhr
Haus B (Bussestr. 24, Nähe Fähranleger), Raum 401
Psychologische Beratung des Studierendenwerks Bremen
Charles Lutzebäck
T +49 421 2201 11310
M pbs(at)stw-bremen.de
Sprechzeit vor Ort: Di 12:00 – 13:00 Uhr
Haus B (Bussestr. 24, Nähe Fähranleger), Raum 401
AStA Referat Soziales & Umwelt (studentische Beratung)
Derzeit im Amt: Ole Seutter (er/ ihm, alle)
https://astaonline.de/referate/soziales-umwelt
M asta-soziales(at)hs-bremerhaven.de
Queer-Feministischer Ausschuss des AStA (studentische Beratung)
Derzeit im Amt: Franzi (she/they) und Laura (alle Pronomen)
https://astaonline.de/gremien/queerfeministischer-ausschuss
M queerfem(at)hs-bremerhaven.de
Beschäftigte können sich zu weiteren Diskriminierungsthemen ebenfalls kostenlos und vertraulich beraten lassen bei folgenden Stellen:
Personalrat
Vorsitz: Antje Mües
T +49 471 4823-113
M personalrat(at)hs-bremerhaven.de
Sprechzeit: nach Vereinbarung
Schwerbehindertenvertretung
Dirk Hagelstein
Stellvertretung: Claudia Krieten
T +49 471 4823-557
M ckrieten(at)hs-bremerhaven.de
Stellvertretung: Prof. Dr. Stefan Johannes Wittke
T +49 471 4823-205
M swittke(at)hs-bremerhaven.de
Inklusionsbeauftragter
Benjamin Walter vom Berg
T +49 471 4823-484
M benjamin.wagnervomberg(at)hs-bremerhaven.de
Betriebliche Sozialberatung der Performa
Birgit Sprecher
T +49 421 361 616 68
M sozialberatun(at)performanord.bremen.de
In der Anlaufstelle bei Diskriminierungen werden ratsuchende Studierende und Beschäftigte angehört und über Handlungsmöglichkeiten informiert. Alle Informationen, persönliche Daten und Gesprächsinhalte werden vertraulich behandelt. Ratsuchende können sich zu Gesprächen bei der Anlaufstelle bei Diskriminierungen von den Vertrauenspersonen (s.o.) begleiten lassen.
Anlaufstelle bei Diskriminierungen im Zentrum für Chancengerechtigkeit und Diversität
Gudrun Zimmermann
T +49 471 4823 531
M gzimmermann(at)hs-bremerhaven.de
Termine nach Vereinbarung
Haus B (Bussestr. 24, Nähe Fähranleger), Raum 302
ADE Arbeitsstelle gegen Diskriminierung und Gewalt – Expertise und Konfliktberatung
M ade(at)uni-bremen.de
T +49 421 218 60 170 (tel. Sprechzeiten: Di 10:00 – 11:30, Do 16:00 – 17:30, sonst AB)
https://www.uni-bremen.de/ade
Antidiskriminierungsstelle des Bundes
https://www.antidiskriminierungsstelle.de
Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen
T 08000 116 016
www.hilfetelefon.de
Hilfetelefon Gewalt an Männern
T 0800 123 99 00
M beratung(at)maennerhilfetelefon.de
https://www.maennerhilfetelefon.de
Viele weitere Beratungsstellen zu unterschiedlichen Themenfeldern finden sich außerdem in einer Zusammenstellung der Hochschule Bremen unter: https://www.hs-bremen.de/die-hsb/profil/gleichstellung/beratungsangebote-fuer-soziale-notfaelle/
Tipps & Tools
Projekte
Durch erfolgreiche Drittmitteleinwerbungen konnten an der Hochschule Bremerhaven bereits verschiedene Gleichstellungsprojekte umgesetzt und darin eine Vielzahl von Materialien und Angeboten entwickelt werden. In der Bewerbung um das Professorinnenprogramm des BMFTR, durch das eine Reihe der vergangenen Projekte finanziert werden konnten, ist das auch das aktuelle Gleichstellungskonzept 2023–2028 der Hochschule Bremerhaven positiv bewertet worden. Weitere Projekte sind geplant.
Aktuelle und vergangene Projekte
Im Rahmen des vom BMBFSFJ geförderten Verbundprojekts MINTsteps entstehen verschiedene Formate in der Region Bremen und Bremerhaven, die es Mädchen und jungen Frauen ermöglichen, sich mit Themen aus Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik auseinanderzusetzen.
Die Angebote der Hochschule Bremerhaven richten sich an Schülerinnen der Sekundarstufe I und II, sind kostenfrei und frei von schulischem Leistungsdruck. Teilnehmerinnen können eigene Interessen verfolgen, neue Themen kennenlernen und sich in einem geschützten Rahmen erproben. In mehrtägigen Ferienformaten haben Mädchen und junge Frauen die Möglichkeit verschiedene naturwissenschaftlich-technische Themen kennenzulernen. Zusätzlich gibt es Nachmittagsangebote an Schulen und die Möglichkeit schuljahresbegleitend verschiedene Betriebe und die dort vorhandenen Berufe im MINT-Bereich in Bremerhaven zu erleben. Die Angebote beinhalten Laborführungen, Experimentierstationen und Begegnungen mit Wissenschaftlerinnen, Studentinnen und Mitarbeiterinnen. Ziel ist es, Orientierung zu bieten und realistische Einblicke in Studien- und Berufswege zu ermöglichen.
Das Projekt „Gender in die Lehre" ist Teil des Professorinnenprogramms III und wird an der Hochschule Bremerhaven durchgeführt. Ziel des Projektes ist es, Lehrende für gender- und ungleichheitsbezogene Themen sowie für eine gender- und diversitätssensible Didaktik zu sensibilisieren. Hierfür bietet das Projekt individuelle Beratung und Unterstützung sowie praxisnahe Materialien wie Handreichungen, Methodenblätter und Literaturempfehlungen an. So sollen bestehende Barrieren und Ausschlüsse sichtbar gemacht und eine inklusive Lehr- und Lernumgebung gefördert werden, von der alle Beteiligten profitieren. Auf der hochschulinternen Lernplattform ELLI wird die in dem Projekt entwickelte Toolbox mit Materialien, Ressourcen und Anregungen für Lehrende zur Verfügung gestellt, die sich mit den Themen Geschlecht und Gender auseinandersetzen möchten.
In dem im Rahmen des Professorinnenprogramms III als gleichstellungsfördernde Maßnahme an der Hochschule Bremerhaven entwickelten Projekt Karrierelotsin ist mit dem Ziel einer Geschlechtergerechten Karriereförderung ein umfangreiches Paket von Maßnahmen zur Unterstützung für den wissenschaftlichen Karriereweg insbesondere für Frauen, unter anderem mit Hinblick auf die Gewinnung von Professorinnen umgesetzt worden (Auswahl: Trainings/ Strategien zu Wissenschaftlichem Schreiben, (internationalem) Präsentieren und Storytelling; Workshops zur Persönlichkeitsentwicklung und zum wissenschaftlichen Netzwerken; offene Vorträge zu den Bereichen International forschen und interkulturell arbeiten; Interaktive Informationsangebote zu allen Fragen rund um Bewerbung, Vorstellung, Arbeitsrecht und berufsbezogene Kommunikation; Off Campus: Berufsorientierung auf dem wissenschaftlichen Arbeitsmarkt/ VorOrt-Gespräche in Forschungseinrichtungen der Region; Erfahrungsangebote für Selbstbehauptung und Selbstverteidigung; Individuelle Einzelcoachings; Unterstützung für Promovierende mit Kind(ern); Reisekostenunterstützung und Publikationszuschüsse für Nachwuchswissenschaftlerinnen).
Von 2020 bis 2024 wurde die gleichstellungsfördende Maßnahme „Gender Controlling“ im Rahmen des Professorinnenprogramms III umgesetzt. Die aus den Ergebnissen dieses Projekts vorgeschlagenen Maßnahmen zu weiteren Umsetzung wurden im aktuellen Gleichstellungskonzept 2023-2028 aufgegriffen, welches bei der Begutachtung für das Professorinnenprogramm 2030 des Bundes und der Länder 2024 das Prädikat „Gleichstellungsstarke Hochschule“ erhalten hat. Das durch die Stelle „Gender Controlling“ im Rahmen des Professorinnenprogramms III entwickelte Gleichstellungscontrolling ist nun nachhaltig in bestehende Strukturen der Hochschule, also in ein Gesamtcontrolling zu implementieren. Zudem soll eine geplante Stelle „Controlling und Recruiting“, die eingerichtet werden kann, wenn im Rahmen des Professorinnenprogramms 2030 eine zweite Professur mit einer Frau besetzt wird, das aktuell als Monitoring- und Entwicklungsinstrument konzipierte Gleichstellungscontrolling dahingehend weiterentwickeln, dass es auch der Evaluation von Gleichstellungsmaßnahmen dient.
Das BMBF-geförderte Projekt Open:MINT setzte sich das Ziel, das Studien- und Berufsfeld MINT in den Regionen Bremerhaven und Wismar stärker für Frauen und ihre Potentiale zu öffnen. In dem Verbundprojekt entwickelten die Hochschule Bremerhaven und die Hochschule Wismar gemeinsam Maßnahmen für eine Erhöhung des Frauenanteils in MINT-Berufen in strukturschwachen Regionen. Drei verschiedene Projektbausteine wurden an beiden Hochschulen durchgeführt und in einer ausführlichen Begleitforschung vergleichend ausgewertet. Durch die Verzahnung der Maßnahmen trug Open:MINT zur Modellbildung an den Schnittstellen Schule – Studium und Hochschule – Beruf bei. Dadurch war es möglich, (junge) Frauen in unterschiedlichen Lebens- und Berufsphasen an MINT-Karrieren heranzuführen.
Mit dem Ziel, in den Technik- und Informatik-Studiengängen der Hochschule ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis zu erreichen, wurden in dem Projekt Mut zu MINT verschiedene Maßnahmen entwickelt und während der Projektlaufzeit umgesetzt. Ein Schwerpunkt dieser Aktivitäten war es, die Vielfalt der Berufsfelder und Akteur:innen im MINT-Bereich aufzuzeigen. Weiterhin wurden in der Curriculumsentwicklung und Lehrgestaltung Impulse gesetzt, um Frauen und Männer in ihrer Vielfalt anzusprechen und die Fachkulturen stärker für Heterogenität zu öffnen. Darüber hinaus wurden zielgruppenspezifische Angebote für Studentinnen und Studieninteressentinnen realisiert.
ZKfF Zentrale Kommission für Frauen Frauenfragen
Die Zentrale Kommission für Frauenfragen (ZKfF) ist das ständige Gleichstellungsgremium der Hochschule. Die ZKfF unterstützt die Hochschulleitung bei der Umsetzung ihres gesetzlichen Auftrags zur Frauenförderung und zur Gleichstellung der Geschlechter. Das Gremium erarbeitet Vorschläge für Maßnahmen zum Abbau von geschlechtsbezogenen Nachteilen in der Wissenschaft und zur Förderung von Genderkompetenz im Hochschulalltag und nimmt Stellung gegenüber den zuständigen Abteilungen der Hochschule.
Die Mitgliedschaft in der ZKfF ist möglich für Frauen, trans, inter, nichtbinäre und agender Personen aus dem Kreis der Studierenden sowie der wissenschaftlich Beschäftigten.