Wissenschaftssenatorin begeistert von anwendungsorientierter Lehre

Prof. Dr. Karsten Peter erklärt Wissenschaftssenatorin Dr. Claudia Schilling und Kay Wenzel, Abteilungsleiter Hochschulen und Forschung, wie im Labor für Automatisierungstechnik gearbeitet wird.
Prof. Dr. Karsten Peter erklärt Wissenschaftssenatorin Dr. Claudia Schilling und Kay Wenzel, Abteilungsleiter Hochschulen und Forschung, wie im Labor für Automatisierungstechnik gearbeitet wird.
Quelle: Kai Martin Ulrich

Dr. Claudia Schilling (SPD) hat sich beim Besuch an der Hochschule Bremerhaven ein Bild von verschiedenen Forschungsprojekten gemacht. Algen dienen als Grundstoff für neue Verpackungen, Treibstoffe entstehen aus Biomüll, mit grünem Strom hergestellter Wasserstoff wird  CO2-freier Energieträger. Studierende und Lehrkräfte sprachen mit der Senatorin bei ihrem Besuch in der Hochschule über die Forschung auf dem Campus der Hochschule.     

„Hier fange ich auch an zu studieren“, scherzte Claudia Schilling bei ihrem Rundgang durch die Unterrichtsräume und die verschiedenen Labore der Hochschule Bremerhaven.  Zwischen Destillationsanlagen und Glasgefäßen voll mit grünen Algen in blubbernder Flüssigkeit lobte Dr. Claudia Schilling, es sei „wirklich toll“, all das hier sehen zu können, ganz anders als wenn man nur trockene Lehratmosphäre erfährt.

Interessiert ließ sich die Politikerin zeigen, wie aus Bio-Müll hochwertiger Treibstoff für Flugzeuge und Schiffe entsteht. „Wir trennen zu Hause den Abfall. Und wenn die Forschung der Hochschule auf breiter Ebene angewandt werden würde, könnte meine Biotonne theoretisch helfen ein Schiff anzutreiben“, so die Politikerin begeistert. „Sehr vielversprechend“ nannte Schilling die Versuche rund um Wasserstoff: Sie ließ sich zeigen, wie an der Hochschule Bremerhaven Wasserstoff erzeugt, gespeichert und transportiert wird.

Aber auch die neuen Studiengänge „Soziale Arbeit“ und „Physician Assistant“ sah sich die Senatorin an. Sie verspreche sich von diesen Lehrfächern viele zusätzliche Studierende und starke Impulse auch für die Diskussion über die Zukunft der Pflege und der sozialen Arbeit in Bremerhaven, sagte sie.

Zuvor hatte sich die Senatorin mit dem Rektorat der Hochschule Bremerhaven über die bereits erreichten Ziele des Masterplans ausgetauscht: Auf dem Weg zu den großen Zielen „Re-Orientierung“, „Reputation“ und „Re-Engeneering“ seien in den vergangenen neun Monaten bereits 20 Prozent erreicht und umgesetzt worden, verdeutlichte Hochschulrektor Prof. Dr. Dr. h.c. Alexis Papathanassis. “Wir entwickeln uns schnell und effektiv, die Hochschule ist zukunftsfähig“, bilanzierte er. Bis 2025 möchte die Hochschule Bremerhaven das Studienangebot ausbauen, die Sichtbarkeit erhöhen sowie Prozesse und Strukturen optimieren. Trotz der Pandemie hätten bereits entscheidende Schritte auf dem Weg zum Hochschulausbau erreicht werden können, machte Papathanassis deutlich. Auch er betonte die Wichtigkeit der neuen Studiengänge „Physician Assitstant“ und „Soziale Arbeit“, auch seien gerade die ingenieurswissenschaftlichen Studiengänge ganz neu restrukturiert worden.

Bremens Wissenschaftssenatorin bescheinigte der Hochschule Bremerhaven, sie sei „im Aufbruch und auf dem richtigen Weg“.

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