Studentisches Filmprojekt bei Europe Film Festival in London ausgezeichnet

Erste Erfolge für "24/7 - Studierende am Limit"
Erste Erfolge für "24/7 - Studierende am Limit"
Quelle: Duc Quang Le

Preis für besten Dokumentarkurzfilm geht nach Bremerhaven

Große Freude beim Projektteam des Studiengangs Digitale Medienproduktion an der Hochschule Bremerhaven: Ihr Film „24/7 – Studierende am Limit“ wurde beim Europe Film Festival in London mit dem Preis für den besten Dokumentarkurzfilm ausgezeichnet. „Unser Team hatte es pandemiebedingt mit schwierigen Drehbedingungen zu tun. Umso mehr freue ich mich mit ihm über diesen Erfolg“, so Projektleiter und Produzent Prof. Dr. Holger Rada. Der Film thematisiert den stressigen Alltag von Studierenden und dessen Folgen.

Studierende gehen ständig feiern, verschlafen den Tag und wissen nicht, was richtige Arbeit ist – das sind gängige Klischees, mit denen junge Menschen während ihres Studiums immer wieder konfrontiert werden. Die Wirklichkeit sieht anders aus. Fast ein Viertel der Studierenden in Deutschland leidet unter hoher Arbeitsbelastung, Stress und Erschöpfung. Die Folgen reichen vom Burnout-Syndrom bis zu depressiven Erkrankungen. Häufig werden ihre Sorgen von der Gesellschaft nicht ernst genommen. Das möchte das studentische Projektteam ändern. Im Film schildern Betroffene ihren Alltag, bei dem zwischen Vorlesungen, Lernen, Arbeitsgruppentreffen und Nebenjob manchmal kaum eine Pause bleibt. „Viele Studierende zweifeln sogar an Sinn und Zweck ihres Studiums. Intensive Prüfungsphasen, ein ständiger Leistungsdruck, Überforderung oder die zusätzliche Belastung durch einen Nebenjob – das sind Gründe, die dazu führen, dass Betroffene über ein hohes Stressniveau klagen“, erklärt Projektkoordinatorin Lisa Jane Albrecht. Mit dem Dokumentarfilm soll ein Beitrag dazu geleistet werden, dass sich Studierende in ähnlichen Lebenslagen weniger allein und vor allem verstanden fühlen. „Deshalb freuen wir uns riesig über die Auszeichnungen und die Möglichkeit, dadurch noch mehr Bewusstsein für das Thema schaffen zu können.“

Das Europe Film Festival ist ein monatlicher Wettbewerb für Filme und Kurzfilme. Die Preisträgerinnen und Preisträger nehmen automatisch an der jährlichen Hauptverleihung statt. Neben der Auszeichnung in London konnte sich das Filmteam außerdem über die Finalnominierung bei den Rome Independent Prisma Awards freuen. Lennart Kistner Bahr, einer der Kameraleute und verantwortlich für die Tonmischung, sagt: „Ein sehr schöner erster Erfolg und guter Start ins neue Jahr.“ Auch Prof. Holger Rada glaubt, dass da noch mehr drin ist: „Egal, wie weit wir in Rom kommen werden – das Thema ist wichtig und relevant. Und wir haben den Film bei vielen europäischen Festivals eingereicht.“

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