Studierende der Hochschule Bremerhaven erfolgreich bei Plakatwettbewerb des Deutschen Studentenwerks

Das Plakat von Jan Bonkamp und Nele Muhle kann bis zum 23. Dezember in der Mensa Bremerhaven bewundert werden.
Das Plakat von Jan Bonkamp und Nele Muhle kann bis zum 23. Dezember in der Mensa Bremerhaven bewundert werden.
Quelle: Hochschule Bremerhaven

Kritische Auseinandersetzung mit digitalem Campusleben

Wie hat sich das Campusleben durch die pandemiebedingte Digitalisierung des Studiums verändert? Wie wirkt sich das digitale Lernen auf das studentische Leben auf dem Campus aus? Und welche Auswirkungen hat die Digitalisierung auf das soziale Leben der Studierenden? Mit diesen Fragen beschäftigte sich der 36. Plakatwettbewerb des Deutschen Studentenwerks. Zwei Studierende der Hochschule Bremerhaven konnten mit ihrer Idee zum Thema „Campusleben digital“ die Jury überzeugen. Als eines von 29 Plakaten wird ihr Werk im Rahmen einer Wanderausstellung bis April 2024 in den Studenten- und Studierendenwerken sowie im Wissenschaftszentrum in Bonn gezeigt. In Bremerhaven kann das Werk der Studierenden ab sofort bis zum 23. Dezember in der Mensa bewundert werden. Insgesamt waren 692 Plakate zum Wettbewerb zugelassen worden.

Nele Muhle und Jan Bonkamp studieren im dritten Semester Digitale Medienproduktion an der Hochschule Bremerhaven. Wie viele andere Studierende starteten sie unter Pandemiebedingungen in ihr Studierendenleben. Präsenzlehre und Austausch auf dem Campus – Fehlanzeige. „Als Erstsemester in der Pandemie war der Anfang unseres Studiums nicht gerade einfach. Durch Online-Vorlesungen, Online-Übungen und Online-Meetings haben wir von unseren Mitstudierenden nämlich oftmals nicht mehr als den Namen mitbekommen. Wie soll man da schon neue Freunde kennenlernen?“ so die Studierenden.

Gruppentreffen
Quelle: Nele Muhle/Jan Bonkamp

Diese Erfahrung ist in das Plakat eingeflossen. Es zeigt die übliche Ansicht einer Videokonferenz. Statt realer Personen werden nur die Namen der Teilnehmenden angezeigt. Offenbar hat niemand die Kamera eingeschaltet. Die Anfangsbuchstaben ergeben das englische Wort „Stranger“, unbekannte Person. Darunter steht der Schriftzug „Me and my new friends“. „Während unserer Lehrveranstaltungen und Gruppenarbeiten hatten wir meistens genau diese Ansicht. Dass wir einander gar nicht gesehen haben, hat das Zusammenkommen wirklich gestört. Man hat deutlich gemerkt, dass irgendwas fehlt“, beschreibt Jan Bonkamp seine Eindrücke aus dem ersten Semester. Auch Nele Muhle ist froh, dass die Hochschule inzwischen wieder zur Präsenzlehre zurückgekehrt ist. „Trotzdem finde ich, dass wir Glück hatten, weil zumindest in der Orientierungswoche ein bisschen Kennenlernen möglich war“, so die Studentin.

In der Uni-Mensa des Studierendenwerks Bremen auf dem Campus der Universität Bremen kann die Wanderausstellung noch bis zum 21. Dezember zwischen 9.00 bis 14.30 besichtigt werden. In der Mensa Bremerhaven ist das Werk von Nele Muhle und Jan Bonkamp bis zum 23. Dezember zwischen 8.00 bis 18 Uhr zu sehen.

Der Plakatwettbewerb des Deutschen Studentenwerks wird seit 1987 jährlich ausgeschrieben und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Teilnahmeberechtigt sind Studierende aus den Studiengängen Grafikdesign, Kommunikationsdesign oder Virtuelle Kommunikation, die an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule in der Bundesrepublik Deutschland immatrikuliert sind. Der Wettbewerb möchte die Studierenden anregen, sich mit aktuellen hochschulpolitischen Themen auseinanderzusetzen, eine Haltung zu entwickeln und diese zu visualisieren. Der Plakatwettbewerb trägt zudem dazu bei, die Belange der Studierenden in eine öffentliche Debatte einzubringen.

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