Was bedeutet „Mannsein“?

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Studentischer Dokumentarfilm über Männerbilder erfolgreich bei Filmfestivals

Was macht einen Mann aus? Mit dieser und weiteren Fragen haben sich Studierende des Studiengangs Digitale Medienproduktion an der Hochschule Bremerhaven in ihrem Filmprojekt beschäftigt. Ihr Dokumentarfilm „Männer“ war inzwischen auf mehreren internationalen Filmfestivals zu sehen. Weltpremiere feierte der Film am 16. Oktober auf dem „Ukrainian Dream Film Festival“ in Odessa.

Das ging schnell: Kurz nach der Einreichung des Films bei mehreren Festivals erhielten die Studierenden die ersten Zusagen. In Rumänien, Italien,Schweden und Israel war das Werk bisher zu sehen. Besonders beeindruckt zeigt sich Projektleiter Prof. Dr. Holger Rada aber vom Festival in der Ukraine: „Es ist schon unglaublich, dass der Kulturbetrieb in der Ukraine trotz des russischen Angriffskriegs weitergeht. Das Festival in Odessa wurde während des Krieges und auch als Reaktion darauf organisiert.“

Jessica Berke, Martin Lowinski und Marina Hoffmann während des Drehs.
Quelle: Lisa Sophie Renz

Eine weitere Zusage hat das studentische Filmteam für das „10th International Documentary Festival of Ierapetra“ in Griechenland erhalten, das im August 2023 auf Kreta stattfinden wird. „So ein Filmfestival, mit all seinen Voraussetzungen aber auch seinem Glanz, ist für uns als junges Filmteam natürlich etwas ganz Besonders. Diese neue Erfahrung lässt sich sicher sehr gut mit einem Besuch in Griechenland verbinden.“, sagt Martin Lowinski vom Redaktionsteam. Die letzte Hürde für die Aufnahme ins Hauptprogramm ist mittlerweile auch genommen: die Erstellung von griechischen Untertiteln. „Das war gar nicht so einfach“, erklärt Holger Rada, „Zwar konnten wir eine grobe Übersetzung mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz schnell erstellen, doch es hat ein wenig gedauert, bis Kim Pettke aus dem dritten DMP-Semester eine griechische Muttersprachlerin vermitteln konnte.“

Der Film selbst ist Ende September von den jetzigen Fünftsemestern fertiggestellt worden. Mit 40 Minuten Laufzeit gehört er zu den bislang größten Produktionen des Studiengangs Digitale Medienproduktion. Neben den englischen und griechischen Untertiteln verfügt er auch über eine deutsche Untertitelspur für Menschen mit Hörbehinderung. „Dem Team war es sehr wichtig, den Film für möglichst viele Menschen zugänglich zu machen, da das Thema alle betrifft.“, so Produktionsleiterin Michaela Kleih.

Inhaltlich beschäftigt sich der Dokumentarfilm mit den unterschiedlichen Facetten des Mannseins. Er erzählt die Geschichten von fünf jungen Menschen, die ihre Männlichkeit auf ganz unterschiedliche Weise interpretieren. „Uns war bereits zu Anfang bewusst, dass wir uns mit einem gesellschaftlich relevanten Thema auseinandersetzen möchten“, betont Martin Lowinski. „Nach einer Phase des Brainstormings hat sich schnell herauskristallisiert, welches Potenzial ein Dokumentarfilm über Männer haben kann.“ Michaela Kleih ergänzt: „Durch das Projekt haben alle ihre Meinung dazu hinterfragt und weiterentwickelt. Auch dass wir dabei zu unterschiedlichen Ansichten gekommen sind, zeigt, dass Männlichkeit für jeden Menschen unterschiedlich behaftet ist.“

Das Team hofft nun auf weitere Festivalteilnahmen. Demnächst stehen Entscheidungen in Spanien und Frankfurt an. „Eine Bremerhaven-Premiere wird es sicher auch geben“, betont Holger Rada, „realistisch wäre ein Termin im Frühjahr 2023“.

Der Trailer zum Film „Männer“ ist hier online abrufbar.

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