Interkulturelle Kompetenz als Schlüssel für erfolgreiche Auslandsgeschäfte

Die Globalisierung von Märkten stellt das Management in Unternehmen vor neue Herausforderungen, sei es in Form zunehmender Geschäftsverbindungen mit ausländischen Kunden, Lieferanten oder Partnerunternehmen, der Teambildung mit Mitarbeitern aus unterschiedlichen Kulturkreisen oder der Notwendigkeit mittel- und längerfristiger Auslandseinsätze. Hierbei werden den betroffenen Mitarbeitern nicht nur umfangreiche Sprachkenntnisse und fachliche Qualifikationen abverlangt, sondern vor allem auch Kompetenzen im Umgang mit Menschen aus anderen Kulturkreisen vorausgesetzt.

Mit der Aufnahme des Seminars "Interkulturelles Management" in den Studiengang Betriebswirtschaftslehre will die Hochschule Bremerhaven künftige Managementnachwuchskräfte auf mögliche Auslandsbeziehungen und -einsätze vorbereiten und sie bereits im Vorfeld mit kulturbedingten Unterschieden in diversen Kulturkreisen vertraut machen. Kulturbedingte Besonderheiten im Ausland äußern sich nicht zuletzt in unterschiedlichen Wertvorstellungen, Verhaltensweisen, Gesellschaftsnormen, Sitten, Mythen und Traditionen, deren Unkenntnis häufig zu Vorurteilen, Missverständnissen oder Fehleinschätzungen bei heimischen Verhandlungspartnern führen. "Vielfach scheitern internationale Geschäfte deshalb, weil das persönliche Auftreten nicht den Erwartungen der ausländischen Geschäftspartner entspricht oder unterstellt wird, dass die eigene Kultur selbstverständlich und universell gültig sei. Hinzu kommt das Problem, dass Verstöße gegen vorherrschende kulturelle Normen im Ausland als Unhöflichkeit oder sogar Angriff auf das eigene kulturelle Selbstwertgefühl empfunden werden", folgert Professor Dr. Gerhard Feldmeier, der Initiator des Seminars. Kommunikative Fähigkeiten und die Beherrschung entsprechender Umgangsformen seien somit häufig der entscheidende Wettbewerbsfaktor für erfolgreiche Auslandsgeschäfte, so Feldmeier weiter, der durch zahlreiche Auslandskontakte und -einsätze in seinem früheren beruflichen Wirken über praktische Erfahrungen auf diesem Gebiet verfügt.
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Im Mittelpunkt des (größtenteils in englischer Sprache) stattfinden Seminars im Studienschwerpunkt Unternehmensführung steht deshalb die Vermittlung von Verständnis für eigene und fremde Wertesysteme, unterschiedliche Verhaltensregeln und Kommunikationsformen sowie deren Auswirkungen auf das Berufs- und Alltagsleben in ausgewählten Ländern und Regionen. Dies schließt insbesondere auch bedeutende "Kulturfaktoren" wie Begrüßungsrituale, Bekleidungssitten, Tischmanieren und sonstige Etikettevorschriften, konkrete Verhaltensweisen bei Geschäftsverhandlungen und generelle Gebote und Verbote in den jeweiligen Gastländern ein.

Nähere Auskünfte über das Seminar "Interkulturelles Management" sind über Professor Dr. Gerhard Feldmeier (Tel. 0471/4-108) erhältlich.

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