Grundlagen für Seetouristik gelegt

Die Hochschule Bremerhaven ist einen weiteren wichtigen Schritt zur Herausbildung ihres maritimen Profils gegangen: Einstimmig hat der Akademische Senat der Hochschule in dieser Woche die Einrichtung des neuen Studienganges Seetouristik beschlossen. Ab Wintersemester 2003/2004 sollen junge Menschen ausgebildet werden, die in der boomenden Branche Kreuzfahrt zum Einsatz kommen. Denn im internationalen Seetourismus fehlen Fachkräfte. Eine nationale oder internationale Hochschulausbildung gibt es bisher nicht. "Wir reagieren mit dem Studiengang Seetouristik auf die wachsenden Bedarfe aus der Wirtschaft", sagt Rektor Professor Dr. Josef Stockemer.

Der neue Studiengang wird international ausgerichtet sein und die Abschlüsse Bachelor und Master anbieten. Die Inhalte des Studiums sind durch einen externen Expertenkreis, der sich aus Vertretern der Wirtschaft zusammensetzt, und eine vom Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) in Bremen erarbeitete Studie vorbereitet. So stehen die wesentlichen Inhalte fest. Der Studienplan umfasst eine umfangreiche betriebswirtschaftliche Ausbildung und bietet zudem spezifische Fächer aus dem Bereich Seetouristik an. Zum Fächerkanon gehören z.B. Freizeit/Kultur, Seetouristik, Produktgestaltung, Geographie, Riskmanagement sowie Umwelt- und Meereskunde. Von großer Bedeutung sind auch die Sprachen. Ein erheblicher Teil der Fächer wird in Englisch unterrichtet werden. Zudem verlangt man von zukünftigen Studierenden die Aneignung einer zweiten Fremdsprache.

Zunächst wird die Hochschule Bremerhaven 40 Studienplätze pro Jahr für den dreijährigen Bachelor-Studiengang einrichten. "Die ersten Absolventen könnten dann bereits 2006 die Hochschule verlassen", so Professor Stockemer. Eine kleine, aus Hochschullehrern bestehende Arbeitsgruppe wird nun die weiteren Schritte realisieren. Hierzu gehört auch die Antragsstellung an den Senator für Bildung und Wissenschaft. "Die Behörde ist an den bisherigen Planungen beteiligt und hat bereits ihr Wohlwollen signalisiert", weiß Stockemer.

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