Hochschule als Brutkasten für Unternehmertum

Die "Bremer Hochschulinitiative zur Förderung von unternehmerischem Denken, Gründung und Entrepreneurship (BRIDGE)" ist eines von zehn bundesweiten Konzepten, das vom Bundesforschungsministerium als Modellprojekt für Existenzgründungen aus Hochschulen gefördert wird. Die Gemeinschaftsinitiative der vier Hochschulen im Land und der Bremer Innovations-Agentur (BIA) erhält in den nächsten drei Jahren eine Bundesförderung von 1 Mio. Euro, die durch Landesmittel in gleicher Höhe ergänzt wird. Ziele des übergreifenden BRIDGE-Projektes sind: ein nachhaltiges Kooperationsnetzwerk, die Förderung des unternehmerischen Denkens (Entrepreneurship) im Hochschulalltag und die Verankerung entsprechender Angebote im Lehrprogramm. Damit soll das Gründungsklima an den Bremischen Hochschulen gefördert und die Zahl der Unternehmensgründungen erhöht werden.

Die Hochschule Bremerhaven wird sich an dieser wegweisenden Initiative zur Gründungsförderung maßgeblich beteiligen und sich verstärkt potentiellen Unternehmensgründern aus ihren Reihen widmen. "Da die Kultur der Selbständigkeit bekanntlich bereits in den Köpfen beginnt, will die Hochschule im Rahmen der BRIDGE-Förderung die Rolle eines Brutkastens für Unternehmertum in und um Bremerhaven übernehmen", sagt Konrektor Prof. Dr. Gerhard Feldmeier, bei der Vorstellung des Beitrags der Hochschule Bremerhaven anlässlich der öffentlichen Vorstellung des Projekts vor der Presse.

Die speziellen Starthilfemaßnahmen an der Hochschule für potentielle Unternehmensgründer umfassen die Bereiche Sensibilisierung, Motivierung, Qualifizierung bis hin zu persönlicher Beratung und Begleitung von Studierenden in die unternehmerische Selbständigkeit.

Zur Ermittlung des konkreten Potentials an potentiellen Unternehmensgründern an der Hochschule Bremerhaven wurde im letzten Semester bereits eine Umfrage durchgeführt, in der Studierende aus dem ersten und siebten Semester in allen zwölf Studiengängen nach ihrem Interesse an einer unternehmerischen Selbständigkeit befragt wurden. Die Auswertung ergab, dass insgesamt jeder vierte Studierende sich hierfür interessiert. Bei den befragten Erstsemestern waren es sogar euphorische 84 Prozent. Bei den Siebtsemestern, deren Einschätzung nach Konrektor Feldmeier realistischer und somit repräsentativer sein dürfte, waren es immerhin noch 16 Prozent.

Die besten Chancen für eine unternehmerische Selbständigkeit nach dem Studium werden von den Studierenden vor allem im Bereich "neuer Dienstleistungen" gesehen. Aus den Umfrageergebnissen besonders hervorzuheben ist, dass die befragten Studierenden der Hochschule einen hohen Stellenwert bei der Vorbereitung auf das Unternehmertum beimessen. "Diese ermutigenden und uns gleichzeitig in die Pflicht nehmenden Umfrageergebnisse sind für die Hochschule Bremerhaven ein Argument mehr, sich in der Region als Gründungs-Inkubator zu positionieren", folgert Konrektor Feldmeier.

Zur gezielten Ausschöpfung des in der Hochschule schlummernden Gründerpotentials strebt die Hochschule Bremerhaven vor allem eine enge Abstimmung und Verzahnung mit allen ansässigen privaten und öffentlichen Wirtschaftsförderern an, um ein regionales Gründernetzwerk Bremerhaven zu etablieren.

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