Hochschule bleibt im Trend

Die Hochschule Bremerhaven kann die positive Entwicklung der vergangenen zwei Jahre fortschreiben. Am kommenden Freitag, 27. September, werden die Erstsemester mit einer Einführungsveranstaltung im "Großen Haus" des Stadttheaters von Rektor Prof. Dr. Josef Stockemer begrüßt. Über 400 "Frischlinge" sind dazu eingeladen. "Das besondere Profil der einzelnen Studiengänge und die hochwertige Ausbildung hat die jungen Menschen angesprochen", weiß Stockemer. Besonders freut ihn, dass die traditionellen und renommierten Studiengänge Transportwesen/Logistik und Lebensmitteltechnologie bei den Erstsemestern zulegen konnten. Und auch der modernisierte Studiengang Produktionstechnologie (einst Fertigungstechnik) kann eine Steigerung von über 40 Prozent bei den Neuzugängen verbuchen.

Der Erstsemester-Rekord vom Vorjahr mit über 500 Einschreibungen ließ sich in diesem Jahr nicht wiederholen. "Wir haben die stark nachgefragten Studiengänge Informatik/Wirtschaftsinformatik, Betriebswirtschaftslehre sowie Digitale Medien über NC zulassungsbeschränkt, um so die Qualität der Lehre zu sichern", berichtet Prof. Dr. Stockemer. Deutlich "ausgesiebt" hat man auch die Bewerber für den internationalen Studiengang Process Engineering and Energy Technology (PEET). Die in den vergangenen zwei Jahren gesammelten Erfahrungen mit ausländischen Zeugnissen sind zum Tragen gekommen. Positiv fällt auf, dass sich der Anteil der deutschen PEET-Studierenden verdreifacht hat. "Der hohe Anteil des Unterrichts in englischer Sprache hatte bisher vor allem deutsche Studierende abgeschreckt, dies scheint sich zu ändern", erklärt Daniela Krause-Behrens, Pressesprecherin der Hochschule.

Die Zielzahlen erreicht hat man auch in den noch neuen Ingenieur-Studiengängen Medizintechnik und Lebensmittelwirtschaft. Nicht zufriedenstellend bleibt die Entwicklung in den klassischen Studiengängen Versorgungstechnik und Anlagenbetriebstechnik sowie Schiffsbetriebstechnik. "Hier konnten nicht alle Studienplätze besetzt werden", so Rektor Stockemer.

Erfreulich ist, dass der Anteil der weiblichen Erstsemester im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen ist. 30,5 Prozent der Neuen sind Frauen. 2001 lag der Anteil bei 26,5 Prozent. Leicht zurückgegangen im Vergleich zum Vorjahr ist der Anteil der ausländischen Studierenden. 15,2 Prozent der Erstsemester kommen nicht aus Deutschland, 2001 war der Anteil noch 21 Prozent.

"Die Entwicklung der Studierendenzahl bestätigt uns für die Zukunft. Mit der Herausarbeitung des maritimen Profils werden bis 2005 mehr als 2.000 Studierende an der Hochschule Bremerhaven eingeschrieben sein", ist Stockemer überzeugt. Zurzeit sind 1.700 Studentinnen und Studenten in der Seestadt. "Die kleinste deutsche Hochschule, wie viele Bremerhavener meinen, sind wir aber auch jetzt nicht." Insgesamt gibt es in Deutschland 167 Fachhochschulen mit über 451.600 Studierenden. 35,3 Prozent haben weniger als 1.000 Studierende, 55 Prozent mehr als 1.000. 7,8 Prozent verfügen über mehr als 5.000 Studierende. Und nur 3 Fachhochschulen haben mehr als 10.000 Studierende.

Allgemein sind die Fachhochschulen im Aufwärtstrend. Das straffe Studium, der persönliche Austausch mit den Professoren, kleine Seminare und Kurse, der direkte Kontakt zur Praxis sowie die guten Berufsaussichten beschert den Fachhochschulen steigende Studierendenzahlen. "Und dies wirkt sich auch positiv in der Seestadt aus", weiß Stockemer.

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