Musik aus der Maschine

Die Idee einer Maschinenmusik –musica ex machina – ist knapp 100 Jahre alt. Der italienische Schriftsteller Filippo Tommaso Marinetti gelangt 1909 durch die Veröffentlichung des Manifests des FUTURISMUS zu Berühmtheit. Im Mittelpunkt der revolutionär neuen Ästhetik des Futurismus stand die Verherrlichung der als modern empfundenen Industrie - Maschinenwelt und der
radikale Bruch mit einer klassisch - romantischen Tradition. Sein Einfluss macht sich als erstes in der Literatur bemerkbar, deren Syntax, Zeichensetzung und Typographie er mit der Einführung des Konzepts des «freien Wortes» (parola libera) revolutioniert. Aber auch in der bildenden Kunst, im Theater, im Tanz und in der Musik bewirkt er tiefgreifende Veränderungen.

In der heutigen medial geprägten Kultur ist „musica ex machina“ die gängiste Form des Musik-Hörens. Radiogeräte, Platten-, Kassetten und CD-Abspielgräte und Computersysteme verbreiten nicht nur Musik sondern werden immer wieder eingesetzt, um zu „neuen“ Klängen zu gelangen.

An zwei Tagen werden in der Hochschule Bremerhaven im Rahmen der Tagung „Musik aus der Maschine“ die neusten Entwicklungen in der Musik - Produktion vorgestellt. Vertreter großer deutscher Musik Softwarehäuser werden neue Software in Vorträgen vorstellen. Eine Reihe von Workshops stehen für Bremerhavener Lehrer, Hochschulstudenten und interessierte Schüler zur praktischen Vertiefung offen.

Im Rahmen des Symposiums „Musik und digitale Medien“ (Hochschule Bremerhaven, Lehrerfortbildungsinstitut) organisiert der Verein für Neue Musik am Donnerstag, 14. November 2002 einen Vortrag und am Freitag, 15. November ein Konzert.

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