Forschungs- und Transferstelle als Anlaufstelle für Unternehmen eingerichtet

Die Hochschule Bremerhaven als "Hochschule am Meer" hat mit ihrer auf die See ausgerichteten Profilbildung in den vergangenen Jahren einen kontinuierlichen Anstieg in den Studentenzahlen verzeichnen können. Im Wintersemester 2003/2004 wurde dabei erstmals die Marke von 2.000 Studierenden überschritten. Dieser Vertrauensbeweis in die Lehre der Hochschule ist auch ein Ansporn für die angewandte Forschungs- und Entwicklungstätigkeit der Hochschulprofessoren und -professorinnen. Um diese Aktivitäten zu fördern, wurde eine Forschungs- und Transferstelle als Anlaufstelle für Unternehmen eingerichtet. Dr. Joachim Henke hat zum 1. April die anspruchsvolle Aufgabe übernommen. "Forschung ist der Motor, der der Hochschule bei ihrer Aufgabe, jungen Menschen eine fundierte und zukunftsorientierte Ausbildung zu geben, einen hohen Qualitätsstandard sichert. Sie ist die innovative Triebfeder, die den Studierenden einen Fingerzeig in die Moderne gibt", weiß Dr. Joachim Henke.

Mittlerweile ist die angewandte Forschung zu einer ausgesprochen komplexen Angelegenheit geworden. Es ist nicht mehr das Feld des einzelnen Forschers, der in seinem Labor oder Büro über den Lösungen von Morgen brütet, sondern ein Netzwerk aus verschiedensten Kooperationen unterschiedlichster Disziplinen. In diesem Umfeld fallen der neu geschaffenen Forschungs- und Transferstelle zwei wichtige Aufgaben zu. Sie fördert und unterstützt die Professoren und Professorinnen der Hochschule Bremerhaven in ihren Forschungsaktivitäten, sei es nun bei der Beantragung von Fördermitteln, den administrativen Aufgaben während eines Forschungsprojekts oder beim Abschluss eines Forschungsvorhabens. Die Stelle bemüht sich dabei um die Kontaktpflege zwischen den Forschern untereinander, wie auch zu den Forschungsförderern.

Ein weiterer Aufgabenschwerpunkt der Forschungs- und Transferstelle ist ihre Funktion als Schnittstelle zwischen der regionalen Wirtschaft und der Hochschule Bremerhaven. "Gerade kleine und mittlere Unternehmen sind zumeist nicht in der Lage eine eigenständige Forschung aufrecht zu erhalten. Um sich aber in einem rasant entwickelnden Markt weiterhin behaupten zu können, sind verstärkte Aktivitäten im Rahmen der Weiter- und Neuentwicklung von Produkten notwendig", erklärt Dr. Henke. Die Forschungs- und Transferstelle bietet den regionalen Unternehmen eine Anlaufstelle, wenn sie einen Zugang zum innovativen Potential der Hochschule sucht. Es sollen Hindernisse für eine Zusammenarbeit aus dem Weg geräumt, Verbundforschung soll unterstützt werden.

Dr. Joachim Henke (40 J.) hat Erfahrungen im Transferbereich. Der gebürtige Bremer hat Chemie an der Universität Bremen studiert, befasste sich in seiner Promotion mit der Untersuchung von Antikrebsmedikamenten. Danach war er an einigen Forschungsprojekten der Hochschule Bremen im Rahmen der Baustofftechnologie und der Umwelttechnik tätig.

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