Wirtschaftsstandort Bremerhaven ist besser als sein Ruf

Bremerhaven ist als Unternehmensstandort bei Existenzgründern angesehen. Eine Mehrheit der in den vier städtischen Gründerzentren angesiedelten Firmen bewertet die wirtschaftliche Zukunft der Stadt als sehr gut oder gut. Das ist das Ergebnis einer Studie der Hochschule Bremerhaven im Auftrag der Bremerhavener Gesellschaft für Investitionsförderung und Stadtentwicklung (BIS). Als Standortvorteile werten die Existenzgründer demnach die Nähe zu wissenschaftlichen Einrichtungen, die öffentliche Förderung, die gute Verkehrs- und Hafenanbindung und die günstigen Mieten. Die positive Einschätzung wird dadurch unterstrichen, dass die große Mehrzahl der Firmengründer auch die wirtschaftliche Zukunft des eigenen Unternehmens als sehr gut oder gut einschätzt - und nicht ein einziger Existenzgründer eine negative Zukunft erwartet.

Für die Untersuchung haben die Studenten des siebten Semesters Betriebswirtschaftslehre 33 Jungunternehmer in den vier Bremerhavener Gründerzentren Gründer Haus Bau, T.I.M.E.-Port, Biotechnologiezentrum und BRIG befragt. Diese von der Stadt geförderten Zentren bieten Jungunternehmern Starthilfen, etwa durch vergünstigte Mieten, Bereitstellung von Infrastruktur oder Beratung bei der Erwerbung von Fördermitteln. Der weitaus überwiegende Teil der in Gründerzentren angesiedelten Existenzgründer zeigte sich zufrieden oder sogar sehr zufrieden mit den zur Verfügung gestellten Hilfen. Die große Mehrheit rechnet sich eine gute Zukunft auch nach dem Auszug aus dem Gründerzentrum aus.

Allerdings gab es auch Kritik. So wurde beispielsweise von vielen Firmen die nur geringe oder fehlende Zusammenarbeit zwischen den in den jeweiligen Zentren ansässigen Unternehmen bemängelt. Als Standortnachteile der Stadt Bremerhaven wurden der Mangel an qualifiziertem Personal und bürokratische Hemmnisse genannt.

Dennoch ist das Ergebnis der Studie insgesamt ermutigend: Bis auf eine Ausnahme hat keiner der Befragten die Gründung eines eigenen Unternehmens bereut. Konkret: 32 der 33 befragten Jungunternehmer würden den Schritt in die Selbstständigkeit noch einmal wagen.

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