Im Kleinen liegt die Zukunft

Benannt nach dem griechischen Wort "nanos" für Zwerg, gilt die Nanotechnologie heute als Zukunftstechnologie schlechthin. Die "Zwergenwissenschaft" bringt Erkenntnisse aus allen Naturwissenschaften zusammen. Nanowissenschaftler bauen Maschinen und Materialien nach, wie es das Leben selbst tut: Atom für Atom. Nano ist dabei die Dimension, die ein Atom hat. Ein Nano ist ein Milliardstel Meter, ungefähr 2.000 Mal dünner als ein Haar. Was für den normalen Betrachter eine spiegelglatte Fläche ist, erweißt sich für den Nanowissenschaftler als Kraterlandschaft mit tiefen Tälern und Gebirgsketten.

Nanotechnologie ist die Forschung und Technologieentwicklung auf der atomaren Ebene in einer Größenordnung von einem bis einhundert Nanometern. Sie hat zum Ziel, Strukturen, Geräte und Systeme zu schaffen und zu nutzen, die aufgrund ihrer geringen Größe neue Eigenschaften und Funktionen besitzen. Nano-Röhren aus Kohlenstoff können zum Beispiel die Eigenschaften von Kunststoffen verändern und diese leitfähig machen. In der Halbleiterelektronik können sie die Miniaturisierung vorantreiben und die Schaltzeiten verkürzen. Nano-Pigmente können in der Lackiertechnik neue Oberflächeneigenschafen erzeugen. Veränderte Oberflächeneigenschaften sind auch der Grund für den so genannten Lotusblüten-Effekt, in dem Wasser und Schmutz von der Oberfläche einfach abperlen.

Prof. Dr. Uwe Großmann, Hochschullehrer im Studiengang Process Engineering and Energy Technology“, wird unter dem Thema „Faszination Nanotechnologie“ über die Möglichkeiten der Zukunftstechnologie sprechen. Der Vortrag, der zur Veranstaltungsreihe der Hochschule Bremerhaven zur „Stadt der Wissenschaft“ gehört, findet am Dienstag, 20. September, um 19.30 Uhr in der Hochschule (Haus K, Hörsaal 02) statt.

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