Die Reise ins Eis

Spätsommer 2004: vom nordnorwegischen Tromsö nehmen drei Eisbrecher Kurs auf den Nordpol. An Bord ein internationales Team von Wissenschaftlern und Technikern, das in den folgenden vier Wochen in Polnähe Meeresablagerungen erbohrt. Die Sedimente geben Aufschluss über die Klima- und Umweltgeschichte des Arktischen Beckens während der letzten mehr als 55 Millionen Jahre.
In Tromsö schifft sich auch Hannes von der Fecht ein. Der 25-Jährige studiert Integriertes Design an der Hochschule für Künste Bremen und hat sich im Hauptstudium auf das Fach Fotografiespezialisiert. Er soll die Expedition aus der Sicht des Künstlers dokumentieren.

Ausgewählte Fotos sind in der Hochschule Bremerhaven (Alte Mensa, Haus K) bis zum 28. April zu sehen.

Die Arktische Bohrexpedition (Arctic Coring Expedition, ACEX) ist Teil des 2003 begonnenen Integrated OceanDrilling Program (IODP). Dieses Integrierte Ozeanbohrprogramm dient der Erforschung der Erdgeschichte und wird von Japan, den USA sowie einem Konsortium aus 16 europäischen Ländern getragen, dem auch Kanada angehört (European Consortium forOcean Research Drilling, ECORD).

Das Arktisprojekt ist die erste, vom ECORD Science Operator (ESO)durchgeführte IODP-Expedition. Im ESO kooperieren u. a. der British Geological Survey sowie die Universität Bremen.Die wissenschaftliche Beprobung der Bohrkerne sowie deren fachgerechte Lagerung findet im IODP-Sedimentkernlager an der Universität Bremen statt, das sich auch dadurch zu einem Magne¬ten für die internationale Wissenschaftl¬ergemeinde entwickelt hat.

Diese Ausstellung, die von ECORD, der Hochschule für Künste Bremen sowie dem DFG-Forschungszentrum Ozean¬ränder an der Universität Bremen unterstützt wird, präsentiert eine Auswahl der Fotos, die Hannes von der Fecht von der Arktischen Bohrexpedition mitbrachte.

Weitere Informationen:
www.iodp.org
www.ecord.org
www.iodp.de

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