Girl’s Day 2006: Mädchen erlebten die Hochschule Bremerhaven

Neue Farben für Gummibärchen, selbstgebaute Feuermelder oder auseinandergebaute Computer: Über 100 Mädchen besuchten den Girls’s Day 2006 in der Hochschule Bremerhaven. In acht Workshops konnten die 10- bis 14-jährigen Schülerinnen in ingenieur- und naturwissenschaftliche Themen hineinschnuppern. Der „Presseworkshop“ berichtet über den Girls’ Day 2006 und zieht ein interessantes Resumee.


Wir, der Presseworkshop, sind in der Hochschule Bremerhaven herumgelaufen und haben die anderen Mädchen in ihren Workshops besucht. Dabei haben wir einige interessante Dinge herausgefunden. Foto-Impressionen zum Girl's Day 2006 gibt er hier.

Wärmeworkshop – ein Feuermelder entsteht
Im Wärmeworkshop mit Hans–Jürgen Harke, Technischer Angestellter im Labor Umweltmesstechnik, bauten die Mädchen einen eigenen Feuermelder zusammen. Dieser bestand aus zwei Bimetallstreifen und einer kleinen Glühbirne, die durch Kabel mit einer Batterie verbunden waren. Wenn unter dem einen Metallstreifen ein Feuer brennt, fängt dieser an zu schwingen und berührt dadurch den anderen und stellt so eine Verbindung her. Daraufhin beginnt die Glühbirne zu leuchten und löst so Alarm aus.
Teilgenommen haben Kristin Böttjer (12) und Karina Eckhof (11). „Mir gefällt es hier gut, ich finde das Basteln interessant“, so Karina Eckhof von der Humboldtschule.

Chemie im Einkaufskorb – was landet in unserem Magen?
Im Workshop „Chemie im Einkaufskorb“ untersuchten die Schützlinge von Diplomingenieurin Maren Mahnken, Technische Angestellte im Studiengang Lebensmitteltechnologie, was in Gummibärchen, Cola & Co steckt. Der Farbstoff in Cola (E 150 d) zum Beispiel hat in etwa die Konsistenz von Schlick und riecht zum davonlaufen. Außerdem stellten die Mädchen neue Farben für Gummibärchen her. Vielleicht können wir in einiger Zeit sogar Gummibärchen in Rosa, Türkis und Braun kaufen und verzehren. Außerdem haben sie einstimmig herausgefunden, dass Pepsi Cola besser schmeckt als Coca Cola oder Freeway Cola. „Einige künstliche Farbstoffe können auf Dauer Krebserregend sein“, sagte uns Maren Mahnken, Laura Lappe (12) aus der Gy 6a vom Lloyd–Gymnasium fand den Workshop gut. „Ich wollte das gern mal ausprobieren“, meinte sie auf unsere Frage hin. Auch Annika Hauff (11) vom Gymnasium Wesermünde gefiel es gut. Ob sie später einmal Chemikerin oder Lebensmitteltechnologin werden will, weiß sie jedoch noch nicht.

Rotkohl – ein Gemüse auf Abwegen
Ein weiterer Workshop trug den Namen „Rotkohl“. Hier machte man Experimente mit Rotkohlextrakt, fand heraus, wie viel Säure in verschiedenen Waschmitteln und Seifen enthalten ist oder testete, wie stark einige Süßigkeiten die Zähne angreifen. Leiterinnen waren die Diplomingenieurinnen Doris Ahammer und Ines Vogel.
Lotte Scherer (12) und Sarah Kraft (13), beide von der Edith–Stein-Schule, gefiel es im Workshop, doch sie wollen nicht Lebensmittelforscher werden. Anna Stell (10) von der Alt-Wulsdorfer-Schule mochte „Rotkohl“ ebenfalls. Sie könnte sich vorstellen, später als Chemikerin zu arbeiten. Anna machte eine Liste mit den PH–Werten in den Waschmitteln und Seifen.

Elektrotechnik – wir erstellen ein Power-LED-Flasher
Auch im Elektroworkshop schauten wir den Mädchen auf die Finger, wie sie einen Power-LED-Flasher zusammenlöteten. Diplomingenieur Andreas Menslage und Hans Stross, technische Angestellte im Institut für Automatisierungs- und Elektrotechnik, erklärten den Mädchen, wie sie mit wenigen Handgriffen das Licht zum Leuchten bringen. Teilnehmerin Nadine Neumann macht den Girl’s Day an der Hochschule nun schon zum fünften Mal mit. Sie ist 12 Jahre und geht aufs Gymnasium Warstade. Der Workshop gefällt ihr gut, so auch die 11-jährige Swantje Tiedemann, Fünftklässlerin vom Gymnasium Wesermünde.

Computer auseinander bauen und wieder zusammenfügen
Im Workshop Computerbasteln nahmen die Mädchen einen PC auseinander und versuchten, danach ihn wieder zusammenzubauen, so dass er auch funktioniert. Christine Vogl, 13 Jahre, hatte den Tipp, am Girls’s Day der Hochschule Bremerhaven teilzunehmen, von ihrer Lehrerin bekommen. Ihr gefällt der Workshop sehr gut, Jasna Wehler fand die Anzeige der Hochschule in der Zeitung. Sie hatte einfach Lust, daran teilzunehmen, so die 14jährige vom Gymnasium Loxstedt.

Im Großen und Ganzen hat es allen Mädchen gut beim Girl’s Day in der Hochschule gefallen. Einige wollen vielleicht sogar einen er vorgestellten Beruf erlernen, andere suchen lieber doch weiter.

Zum Presseworkshop gehörten:
Julia Bajohr
Estelle Berndt
Jasim Janke
Jessica Maasberg
Rebecca Mahnke
Swantje Möhle
Jankea Musow
Josie Roßkamp

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