Kaliningrader Studentinnen begeistert von Summer School und Bremerhaven

An diesem Wochenende ist die International Summer School der Hochschule Bremerhaven zu Ende gegangen. 24 Studierende aus der ganzen Welt verbrachten zwei Wochen zusammen, um sich über internationales Management und Fragen der Weltwirtschaft weiterzubilden, internationale Kontakte zu knüpfen und die Region kennen zu lernen. Die Russinnen Elena Sivukho (20 J.) und Diana Bolotina (21 J.) zeigten sich begeistert über die Summer School. Die beiden jungen Frauen, die an der Technischen Universität Kaliningrad, Fakultät Wirtschaft, studieren, kamen auf Einladung der Seestadt Bremerhaven an die Summer School und besuchten damit zum ersten Mal ihre deutsche Partnerstadt.

„Partnerschaften funktionieren nicht von allein, sondern sind immer an Aktivitäten von engagierten Menschen gebunden“, sagt Stadtverordnetenvorsteher Artur Beneken. Um die Kooperation zwischen Bremerhaven und Kaliningrad für die Zukunft auszurichten, will er mehr junge Leute auf beiden Seiten einbinden. So schenkte die Stadt Bremerhaven zur 750-Jahrfeier von Kaliningrad im vergangenen Jahr zwei Stipendien für die Summer School. Und Kaliningrad entsendete Elena und Diana.

„Die weite Anreise per Bus hat sich gelohnt“, sagt Elena Sivukho. Sie und ihre Kommilitonin wollen sich auf internationale Finanzwirtschaft spezialisieren und hoffen, durch das Programm an der Hochschule Bremerhaven ihre Arbeitsmarktchancen in der Heimatstadt erhöht zu haben. „Bei uns gibt es interessante Jobs im Management. Doch die Unternehmen stellen hauptsächlich Ausländer ein, die in diesem Bereich besser qualifiziert sind“, weiß Diana Bolotina. Der absolvierte Kurs in Change Management verbessert ihre Chancen, sind sie sicher.

Insgesamt vergeben Sivukho und Bolotina nur gute Noten für den Aufenthalt in Bremerhaven. Das Kursprogramm, die Unternehmensbesuche, das Freizeitangebot und die Seestadt haben den Studentinnen gut gefallen. Sie wollen wiederkommen und den Kontakt nach Bremerhaven halten.

Beeindruckt von ihrem Engagement und Elan war Claus Brüggemann, Vorstand der Städtischen Sparkasse und Präsident der Industrie- und Handelskammer. Die Sparkasse finanzierte den Aufenthalt der beiden. „Für die zukunftsweisende Ausbildung junger Menschen ist das Kennen lernen anderer Kulturen und Sprachen entscheidend. Nur so kann Europa zusammenwachsen“, erklärt Brüggemann bei seiner Stippvisite in der Hochschule Bremerhaven. Im Gespräch mit den beiden Stipendiaten ließ er sich die Erfahrungen ausführlich beschreiben. Er lobte die Hochschule Bremerhaven, die mit der Summer School ein exzellentes Programm zum Thema Internationales Management aufgelegt habe. „Die Hochschule ist wichtig für die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft in der Region. Sie verdient große Unterstützung.“

Der Sparkassenvorstand sagte schon jetzt Unterstützung für die Summer School 2007 zu. So will man erneut zwei Stipendien für Studierende aus Kaliningrad ausloben.

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