Hochschule Bremerhaven prägt Image der Region und wird von Unternehmen als wichtiger Standortfaktor geschätzt

Studierende des Faches Mittelstandsökonomie erarbeiteten eine Studie zur ökonomischen Bedeutung der Hochschule für Bremerhaven und die Umgebung. Neben positiven Effekten wie dem Wissenstransfer durch Absolventen in die Unternehmen und der Belebung der Innenstadt wird auch auf die Kaufkraft der Hochschule und ihrer Studentinnen und Studenten hingewiesen. Die Hochschule und die Bibliothek tätigen viele ihrer Investitionen in der Region und im Durchschnitt gibt, laut Studie, jeder Studierende 300 Euro monatlich in der Seestadt für Lebensmittel und Shopping aus.

Das Projekt wurde von Studierenden des Schwerpunktfaches Unternehmensführung konzipiert und durchgeführt. Unter der Leitung von Prof. Dr. Gerhard Feldmeier erstellten sie nach Grundsätzen des modernen Projektmanagements die Studie „Herausstellung der ökonomischen Bedeutung der Hochschule Bremerhaven für den regionalen Wirtschaftsstandort Bremerhaven“. Die Studie wurden heute der Öffentlichkeit im Rahmen einer Podiumsdiskussion vorgestellt. Dabei bewerteten Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Politik die Ergebnisse.

Direkte Effekte können unter dem Punkt „Hochschule als Arbeitgeber und Auftraggeber“ summiert werden. Eine Million Euro des 13 Millionen umfassenden Gesamtetats gibt die Hochschule vor Ort aus, zum Beispiel für Energiekosten, Personal und Instandhaltung. Die Hochschulbibliothek bezieht alle in Deutschland erscheinende Titel über den Bremerhavener Buchhandel, das bedeutet 71 Prozent der Gesamtausgaben (rd. 124.250 Euro) fließen in die Stadt. Und auch der AStA gibt 59 Prozent (rd. 40.500 Euro) seiner Finanzmittel regional aus.

Studierende der Hochschule Bremerhaven können als Faktor für die Kaufkraft in Bremerhavens Geschäften angesehen werden. Nach einer Befragung von Studenten gaben 61 Prozent an, in der Seestadt zu wohnen. Somit schlägt sich ihr Freizeit- und Konsumverhalten auf Bremerhaven und die Umgebung nieder. Die Studierenden geben durchschnittlich 300 Euro monatlich für Freizeit, Shopping und Lebensmittel aus - dies vorwiegend in Bremerhaven.

Besonders Kleinst- und Kleinunternehmen profitieren von der Hochschule. Sie beschäftigen einen Großteil an Praktikanten sowie Studenten als Aushilfskräfte aus verschiedenen Studiengängen. Zudem finden sich unter ihren Mitarbeitern viele Hochschulabsolventen.

Drei Viertel aller befragten Unternehmen sind daran interessiert, Studenten in verschiedenen Positionen einzustellen. Insgesamt verbinden Bremerhavener Unternehmen mit der Hochschule positive Effekte wie die Belebung der Innenstadt, dem Wissenstransfer und der Imagesteigerung des Standortes.

In ihrem Fazit sprechen sich die Studierenden für die positive Wirkung der Hochschule Bremerhaven auf die regionale Wirtschaft aus. Sie weisen vor allem auf die Wechselwirkung zwischen steigenden Studentenzahlen aufgrund der Einrichtung neuer Studiengänge und der gesamten Wertschöpfung der Stadt hin. Vom Wachstum der Hochschule profitiere die ganze Region. Zurzeit sind knapp 2.500 junge Menschen an der Hochschule eingeschrieben.

Die Verfasser der Studie appellieren an die Politik, die Finanzmittel der Hochschule nicht zu kürzen. Die Kürzung würde nicht nur die Hochschule treffen, sondern sich auch negativ auf den Standort Bremerhaven auswirken.

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