„Kicking for a better future“ - Film zeigt erste Straßenfußballweltmeisterschaft / Premiere am 31. Januar

Sie kämpfen gegen Armut, Drogen und Aids. Sie setzen sich gegen Kinderarbeit und Alkoholmissbrauch ein. Und sie können verdammt gut mit dem Ball umgehen: Im Juli 2006 treffen sich Spieler und Spielerinnen aus 22 sozialen Fußballprojekten in Berlin, um den ersten Straßenfußballweltmeister zu ermitteln. Holger Rada und sein Team vom Studiengang Digitale Medien an der Hochschule Bremerhaven haben die Jugendlichen begleitet, sie haben FIFA-Offizielle und Projektverantwortliche interviewt, aber auch mit Anwohnern und Fans gesprochen. Sie haben Konflikte dokumentiert wie etwa das Einreiseverbot für die Teams aus Nigeria und Ghana, und sie haben die ganz besondere Atmosphäre rund um den Mariannenplatz während des Ereignisses eingefangen. Herausgekommen ist ein Film, der die Grenzlinien zwischen Sport und sozialem Engagement, zwischen Wettkampf und interkulturellem Lernen ausleuchtet.

Die jugendlichen Kicker aus fünf Kontinenten spielen in einem Bolzplatzstadion auf dem Mariannenplatz in Kreuzberg ­ mitten in einem der sozialen Brennpunkte der Stadt. Doch sie spielen nicht nur Fußball. Sie nutzten auch die Gelegenheit, für ihre Projekte zu werben wie etwa Eliana aus Paraguay, die sich in Asunción im Bildungszentrum CDI engagiert.

Tausende von Fans kommen nach Kreuzberg und erleben Straßenfußball und interkulturelles Miteinander hautnah. Doch am Ende gibt es auch einen Gewinner. In einem packenden Finale bezwingt das Team aus Kenia Südafrika mit 4:3 nach Elfmeterschießen und wird erster Straßenfußballchampion.

Erstmals wird „Kicking for a better future“ am Mittwoch, 31. Januar, um 19 Uhr in der Hochschule Bremerhaven (Haus S, Hörsaal S 207) gezeigt. Zur Premiere berichtet Prof. Rada auch über das Filmprojekt und gibt Einblicke in das Making-of.

Zum Filmemacher:
Prof. Dr. Holger Rada lehrt seit 1. Juli 2003 an der Hochschule Bremerhaven. Der Wissenschaftler arbeitet im Studiengang Digitale Medien, dort schwerpunktmäßig im Fachgebiet Mediendesign und Medienproduktion. Vor seiner Berufung nach Bremerhaven war er an der Universität Tübingen tätig. Rada besetzt die dritte Stiftungsprofessur an der Hochschule Bremerhaven. Die konnte dank der Unterstützung der regionalen Wirtschaft eingerichtet werden. Unter dem Dach des Stifterverbandes machten die Städtische Sparkasse, die Nordsee-Zeitung, Norbert Tränkner, Friedrich Dieckell, die Dieckell-Stiftung, die swb Bremerhaven und die NordKom Bremerhaven die Einrichtung der Professur möglich.

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